Akku leert sich schnell

Cupra Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid im Test: Nicht nur die Bedienschwäche nervt

Fahraufnahme eines Cupra Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid
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Im Cupra Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid kombinieren die Spanier einen 1,4-Liter-Benziner mit einem Elektromotor.

Noch ein Plug-in-Hybrid: Auch die Seat-Submarke Cupra bietet ihre Leon-Version mit dem zweifachen Antrieb an. Im Detail hat das Auto aber einige Schwächen.

Martorell – So auf den ersten Blick betrachtet ist dieses Fahrzeug ziemlich nah am Ideal einer eierlegenden Wollmilchsau: tolles Design, sparsamer, auf Wunsch überwiegend elektrischer Antrieb (Umweltprämie) und große Alltagstauglichkeit. Dazu kommt der besondere Kick, denn dies ist zwar mit ein aus dem VW-Konzernbaukasten zusammengestelltes Produkt, aber der Name Cupra als sportliche Untermarke von Seat weckt natürlich besondere Erwartungen. Beste Voraussetzungen also für einen Test des Cupra Leon Sportstourer (ST), also der Kombi-Version des kompakten Seat Leon. Der wiederum ja ein Schwestermodell des VW Golf, des Audi A3 und des Škoda Octavia ist. Es ist in der Tat nicht ganz einfach, heute noch den Überblick über die Modellpalette des VW-Konzerns zu behalten.

Allerdings: Der Akku leert sich relativ schnell und wenn er leer ist, arbeitet nur noch der Verbrenner, der aus 1,4 Litern Hubraum 150 PS schöpft. Mit dem wegen des Doppelantriebs rund 1.660 Kilo wiegendem Fahrzeug hat er dann seine Probleme, denn der Benzinverbrauch steigt im Alltag schnell an, wie 24auto.de berichtet. Im Test waren es bei reiner Verbrennerfahrt Werte von 7 bis 8 Liter, durch die Zuschaltung des E-Antriebs reduzierte sich der Wert im Durchschnitt auf 5,6 Liter. Im reinen E-Modus verbraucht der spanische Löwe rund 20 kWh auf 100 Kilometern, was nicht gerade wenig ist, vor allem wenn man nicht günstig zu Hause „tankt“, sondern auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist. Wie alle neuen Konzernprodukte des Modularen Querbaukastens hat auch der Spanier jene seltsamen Bedienschwächen und Elektronikprobleme übernommen, die man schon von Golf & Co. kennt: Angefangen von der schlecht zu steuernden Lautstärkeeinstellung über Mulden unterhalb des 10-Zoll-Displays bis hin zu irritierenden Ausfallhinweisen der Assistenzsysteme. Das trübt den Eindruck enorm und man kann nur hoffen, dass einige Probleme mittels Software-Update behoben werden. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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