Internet-Betrug

Beim Oldtimer-Verkauf: 80-Jähriger wird fast Opfer von Betrügern

Beim Oldtimer-Verkauf: 80-Jähriger wird fast Opfer von Betrügern
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Ein 80-Jähriger wollte seinen VW-Käfer-Oldtimer online verkaufen und fiel fast auf Betrüger rein.

Ein 80-Jähriger hatte seinen Oldtimer online zum Verkauf angeboten. Um ein Haar wäre er auf Betrüger reingefallen und hätte fast tausende Euro verloren.

  • Oldtimer können sehr wertvoll sein.
  • Ein 80-jähriger Mann wollte seinen 45 Jahre alten VW Käfer online verkaufen und wurde fast Opfer von Betrügern.
  • Einige Dinge machten ihn jedoch stutzig und bewahrten ihm vor dem teuren Unglück.

Wenn das Baujahr eines Autos 30 Jahre zurückliegt, zählt es als Oldtimer*. Technisch sind diese Modelle zwar nicht auf dem neusten Stand, aber je nach Modell können sie noch sehr viel wert sein. Dementsprechend kann sich ein Verkauf sehr wohl lohnen, wenn der Besitzer das denn über das Herz bringt.

Auch Siegfried Fanter aus Elsen wollte seinen Oldtimer verkaufen. Dafür schaltete der 80-Jährige auf diversen Auktions-Plattformen im Internet Anzeigen - doch das rief Betrüger auf den Plan.

Oldtimer im Internet angeboten: Betrugsversuch rechtzeitig entlarvt

Der VW Käfer-Cabrio ist bereits 45 Jahre alt und zählt aufgrund des guten Zustands deshalb als durchaus wertvoller Oldtimer. Gegenüber der Neuß-Grevenboicher Zeitung (NGZ) erklärt Fanter, dass er den Käfer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren dürfe. Aus diesem Grund bot der 80-Jährige sein Auto online zum Verkauf an.

Ein Interessent meldete sich anschließend, der den Käfer angeblich kaufen wollte. Fanter und der Mann einigten sich auf einen Preis in Höhe von 26.000 Euro. Danach musste also nur noch das Fahrzeug übergeben werden. Fanter erhielt kurz darauf allerdings eine E-Mail, in der es hieß, dass der Käufer aus dem Ausland berufsbedingt nicht kommen könne, um den Käfer abzuholen. Stattdessen sollte ein Agent einer Reederei dies für ihn tun. Das erschien Siegfried Fanter etwas verdächtig.

Es folgte eine weitere E-Mail, diesmal von einer Bank. Darin hieß es, dass die Zahlung des Käufers in Höhe von 29.150 Euro "vorübergehend gehalten" werde. Die Summe beinhalte neben dem Verkaufspreises für den Käfer von 26.000 Euro auch die Kosten für den Transport. Damit er das Geld für den Oldtimer bekommen könne, solle Fanter die 3.150 Euro für den Transport an die Bank überweisen. Doch ab da klingelten beim 80-Jährigen alle Alarmglocken, woraufhin er die Polizei benachrichtigte.

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So erkennen Sie betrügerische E-Mails

Fanter fragte sich, was denn die Bank mit den Transportkosten zu tun hätte. "Ich hätte mein Geld wohl nie gesehen", erklärt er. Bei der Bank handelte es sich angeblich um die "ING-DiBa A.G", die das entsprechend in der E-Mail und auf einem angelegten Kontoauszug auch entsprechend mit einem Logo vermerkte.

Der Pressesprecher der echten ING-DiBa AG Patrick Herwarth erläuterte gegenüber der NGZ, dass es sich dabei eindeutig um Fälschungen handle. Rechtschreibung und Grammatik seien zum einen fehlerhaft, zum anderen würden derartig sensible Daten der Kunden grundsätzlich nicht in E-Mails übermittelt werden. Bei diesem Betrugsversuch handle es sich um eine typische Vorschuss-Masche.

Auch die Polizei kennt diese. Derartige Betrugsversuche ließen sich vor allem anhand der Schreibfehler erkennen. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn für eine Leistung eine Vorleistung verlangt werde.

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ök

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