Kaufberatung

Subaru, Fiat oder Mazda - wer hat den besten Sportwagen?

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Unter der Haube des neuen Subaru BRZ steckt ein 200 PS starker Boxer-Motor.

Porsche-Feeling schon für 33.480 Euro – wir waren mit dem Subaru BRZ unterwegs. Der günstigste zweisitzige Fahrspaß, den man kaufen kann. Oder ist die Konkurrenz von Toyota, Mazda und Fiat doch besser?

Kleiner Rätselspaß am Anfang. Was ist das? Sportwagen, Boxermotor, Heckantrieb? Haben Sie mit Porsche geantwortet? Richtig! Haben Sie mit Subaru geantwortet? Ebenfalls richtig! Boxermotoren sind den Japanern nämlich schon seit 1966 heilig.

Subaru BRZ: Eine echte Fahrmaschine

Auf unserer Ausfahrt pocht der 200 PS starke Boxer unter der Motorhaube eines Subaru BRZ. Was schon mal das B des kryptischen Kürzels erklärt: B wie Boxer. Das R steht für Rear Wheel Drive, also für Heckantrieb, und das Z bildet den schmissigen Schlussakkord des seltsamen Namens. Das ist aber auch schon einer der wirklich wenigen Makel des giftigen 1,2-Tonners. Ganz abgesehen von der hässlichen Rückleuchte die auf der Hutablage thront und sowohl das ästhetische Empfinden als auch die Sicht empfindlich stört.

Auch wenn es ein oft bemühtes Klischee ist: Der BRZ ist eine echte Fahrmaschine, seine Heimat ist die Landstraße. Der Boxer ist laufruhig und zeigt die Muskeln da, wo er sie braucht. Beim Überholen, beim Herausbeschleunigen aus der Kurve. Der Heckantrieb sorgt für ein kitzliges Fahrvergnügen und wenn man Verbrauch (unter acht Liter beim Test) mit dem Fahrvergnügen gegenrechnet, dann stellt man fest: Mehr PS braucht der Mensch nicht, auch wenn sich der Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer zumindest auf dem Papier mit 7,6 Sekunden eher bescheiden anhört.

Der Subaru BRZ ist der richtige Wagen für die Landstraßen.

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Subaru BRZ: Schneller mit manueller Schaltung

Den BRZ gibt es als Automatik oder mit einem Sechs-Gang-Handschalter. Keine Frage, was man da nimmt, was auch der direkte Vergleich der beiden Antriebsstränge noch mal bestätigt hat. Finger weg von der Automatik, sie ist lahmer nicht nur bei den reinen Beschleunigungswerten (8,2 Sekunden) sondern auch gefühlt. Der Handschalter fährt sich wesentlich knackiger und agiler.

Wie steht der BRZ nun zur Konkurrenz da? Ähnlich ist der Toyota GT86, kein Wunder handelt es sich bei diesem Sportwagen ja um ein Gemeinschaftsprojekt der beiden japanischen Hersteller. Die beiden Autos sehen ein wenig anders aus sowohl innen als auch außen, sind aber technisch gleich. Den GT86 gibt es mit Performance-Paket für 33.980 Euro.

Dem Subaru BRZ ist der Toyota GT86 sehr ähnlich, immerhin ist der Sportwagen ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Hersteller.

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Subaru BRZ im Vergleich mit dem Mazda MX-5 und Fiat 124

Ebenfalls aus Japan kommt der vermutlich größte Gegenspieler, der Mazda MX-5. Der kostet in der als "Sportsline" mit einem vergleichbaren Motor (184 PS) knapp unter 30.000 Euro, ist aber ein waschechtes Cabriolet. Wer ein festes Dach will, der muss auf den MX-5 RF ausweichen, der per Elektroantrieb aber zum Targa wird. Der kostet dann einen knappen Tausender mehr. Der MX-5 ist einen Tick schneller mit 6,8 Sekunden von 0 auf 100. Das Handling ist gemütlich bis stramm.

Der Sound des Mazda MX-5 kann mit dem des Fiat 124 und des BRZ nicht mithalten.

Ebenfalls in der Klasse der günstigen Sport-Zweisitzer fährt der Fiat 124, ebenfalls ein Cabrio. Beim direkten Vergleich mit dem Subaru muss man den Abarth heranziehen, er hat 170 PS und kostet ab 33.000 Euro. Auf dem Papier ist er genauso schnell wie der Mazda. Die 6,8 Sekunden von 0 auf 100 fühlen sich hier allerdings viel schneller an.

Er beschleunigt schneller als der Subaru BRZ: der Abarth 124 Spider.

Was vielleicht auch an der Auspuffanlage von Abarth liegt, die verglichen mit der Konkurrenz klarer Sieger ist. Auf den Rängen folgen das sanfte Bollern des BRZ, und dann erst der in diesem Punkt vergleichsweise unemotionale Mazda. Beim Verbrauch schlägt der Fiat allerdings ebenfalls alle anderen. Wir schrammten beim Test knapp an zehn Litern vorbei.

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Fazit zum Subaru BRZ

Letztlich ist es keine Frage des Geldes, welchen Sportler man sich zulegt. Subaru, Mazda und Fiat liegen da auf einer Wellenlänge. Zunächst einmal muss man die Frage beantworten, ob man ein Cabrio will. Das gibt es leider nicht von Subaru. Bei den Fahrleistungen sind sich die Konkurrenten von den Leistungsdaten her ähnlich. Und dann kommt es ganz auf den jeweiligen Geschmack des Käufers an, das Design ist letztendlich der ausschlaggebende Punkt. Oder dann doch der Motor: So einen Boxer zu fahren wie im Subaru, das ist – auch wenn es die Zuffenhausener sicher nicht gerne hören – ein Stück Porsche-Feeling.

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Rudolf Bögel

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