Dreiste Diebe

Mysteriös: Polizei rätselt über Blitzerklau aus drei Metern Höhe

Rotlichblitzer
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Aus drei Metern Höhe haben Unbekannte einen Rotlichtblitzer geklaut. (Symbolbild)

Weg war er: In Bremen staunten die Beamten nicht schlecht, als sie die Daten eines Rotlichblitzers auslesen wollen. Gehäuse samt Messgerät waren nicht mehr da.

Ist da jemand unzufrieden mit seinem Bild? In Bremen kam es Ende Mai zu einem dreisten Diebstahl. An der viel befahrenen und belebten Neuenlander Straße verschwand ein Rotlichlichtblitzer – Messgerät samt Gehäuse.

Blitzer aus drei Metern Höhe geklaut

Wie die Polizei Bremen mitteilt, wurde der Diebstahl am Morgen des 24. Mai entdeckt. An diesem Tag sollten die Daten des Rotlichtblitzers ausgelesen werden. Aber das Gerät konnten die Angestellten nicht mehr finden.

Statt des Blitzers in drei Metern Höhe fanden sie nur noch abgetrennte Kabel vor. Wie der oder die Täter das geschafft haben, ist noch nicht geklärt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter extra eine Leiter mitgebracht haben.

Erfahren Sie hier, was der Unterschied zwischen Fahrverbot und Führerscheinentzug ist.

Sollten Beweise verschwinden?

Vom Rotlichtblitzer und den Tätern fehlt bislang jede Spur. Ob es einfach nur Vandalismus war oder ein geblitzter Autofahrer, der Beweise verschwinden lassen wollte, muss die Polizei noch klären.

Im Gegensatz zu einem Geschwindigkeitsblitzer fotografiert ein Rotlichblitzer alle Autofahrer, die trotz roter Ampel über eine Kreuzung fahren. Die Strafen für einen sogenannten Rotlichtverstoß variieren je nach Schwere und beginnen bei 90 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Blitzer am hellichten Tag geklaut

Auch in der Schweiz wurde vor einiger Zeit ein Blitzer entwendet. In Leibstadt klaute ein Unbekannter während einer Geschwindigkeitskontrolle Kamera und Blitzlicht. Der diensthabende Polizist hatte sich mit seinem Auto versteckt positioniert und somit keine Sicht mehr auf den Blitzer.

Im Gegensatz zum Bremer Diebstahl konnte die Schweizer Kantonspolizei aber die Daten der Raser noch abrufen. Denn diese werden in Echtzeit per Bluetooth oder WLAN an den Streifenwagen übermittelt.

Lesen Sie hier, warum diese Raser trotz Blitzerfotos keine Strafen bekommen.

Strafen für das Überfahren einer roten Ampel

VergehenBußgeldPunkteFahrverbot
Rote Ampel überfahren90 Euro1-
... mit Gefährdung200 Euro21 Monat
... mit Sachbeschädigung240 Euro21 Monat
Ampel bei schon länger als 1 Sekunde rot überfahren 200 Euro21 Monat
... mit Gefährdung320 Euro21 Monat
... mit Sachbeschädigung360 Euro21 Monat
Beim Rechtsabbiegen mit Grünpfeilvorher nicht angehalten70 Euro1-
... mit Gefährdung100 Euro1-
Beim Rechtsabbiegen mit GrünpfeilFußgänger oder Radfahrer behindert100 Euro1-
Beim Rechtsabbiegen mit GrünpfeilFußgänger oder Radfahrer gefährdet150 Euro1-

Auch interessant: Hamburg rüstet auf – kugelsichere Blitzer im Einsatz.

anb

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden.
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