Baden-Württemberg: Rauchmelderpflicht ab 2015

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Im Stuttgarter Landtag wurde in den letzten Monaten ein Gesetz zum Brandschutz beschlossen. In dem Gesetzt wurde festgelegt, dass Neubauten mit einem Rauchmelder ausgestattet sein müssen. Für Bestandswohnungen gibt es eine Frist bis Ende 2014.

Vorteile eines Rauchmelders

Ganz klar ist, dass ein Rauchmelder Leben retten kann. Laut einer Statistik brechen Brände meist in der Nacht aus. Doch nicht das Feuer ist das Tückische, sondern die Rauchentwicklung. Rund 95 Prozent der Opfer sterben an einer Rauchvergiftung. Meist verbrennt bei einem Feuer Kunststoff, und damit ein hochgiftiges Gas. Atmet ein Mensch dieses Gift ein, dann kann er innerhalb von wenigen Sekunden bewusstlos werden. Dementsprechend gefährlich ist der Brand in der Nacht. Der Rauchmelder hat die Funktion, dass er im Ernstfall frühzeitig das mögliche Oper vor einem Schaden bewahrt. So bleibt noch genug Zeit, um einen Feuerlöscher einzusetzen oder zu flüchten. Wichtig ist es in jedem Fall sich für einen zertifizierten und geprüften Rauchmelder zu entschieden. Das Portal testrauchmelder.net veröffentlicht aus diesem Grund in regelmäßigen Abständen aktuelle Rauchmelder Testberichte, in welchen erhältliche Rauch- und Brandmelder geprüft werden.

Für wen gilt eine Pflicht und welche Arten gibt es?

Im Juli wurde für den Raum Baden-Württemberg entschieden, dass in jedem Neubau ab sofort ein Rauchmelder zu installieren ist. Dies gilt gleichfalls auch für ein freistehendes Haus bzw. eine Eigentumswohnung. Besteht die Immobilie bereits, hat man eine Frist bis zum Ende des nächsten Jahres gewährt. Nicht in allen Zimmern müssen Rauchmelder installiert werden, nur in Räumen in denen man schläft, bzw. Fluchtwege. Die Rauchmelder müsse dabei an der Decke befestigt werden, je nach Montageanleitung. Es gibt in Baumärkten und Fachgeschäften verschiedene Ausführungen. Je nach Gerät sind diese unterschiedlich teuer. Der Durchschnittspreis liegt bei ungefähr 10 Euro je Gerät. Man sollte jedoch auf das VdS-Gütesiegel achten, welches auf der Verpackung angebracht ist. Bei einem billigen Gerät besteht die Gefahr, dass die Lebensdauer der Batterien nicht ausreichend lang ist. Sie müssen meist nach zwei Jahren ausgetauscht werden. Hochpreisige Geräte bieten den Vorteil, dass sie miteinander kommunizieren können. Dies empfiehlt sich vor allem bei mehrgeschossigen Häusern oder Wohnungen. Wenn im Untergeschoss ein Feuer ausbricht, dann wird das Signal nach oben weitergegeben. Realisiert wird dies über Funk, wobei ganze Netzwerke eingerichtet werden können. Bei Mietwohnungen übernimmt der Vermieter die Kosten für den Einbau und die Nachrüstung. 

Welche Kontrollen gibt es?

Wenn bis zum Jahr 2015 noch nicht alle Nachrüstungen in Wohnungen und Häusern vorgenommen wurden, dann gibt es jedoch keine Kontrollen und Strafen seitens des Gesetzgebers. Doch Fakt ist, wer ab 2014 keinen Rauchmelder in der Wohnung installiert hat, der verhält sich rechtswidrig. Für Raucher könnte der Einbau von Rauchmeldern jedoch Schwierigkeiten bedeuten. Problematisch kann es für Raucherhaushalte werden, da vor allem günstige Geräte hier häufig Fehlalarme auslösen können.

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