Coronavirus

Viele Eltern verunsichert: WhatsApp-Kettenbrief warnt vor Mundschutz für Kinder

In Zeiten von Corona kursiert ein dubioser Kettenbrief auf WhatsApp. Dieser fordert Eltern dazu auf, ihren Kindern keinen Mundschutz aufzusetzen. 

  • Alle Bundesländer haben wegen Corona eine Maskenpflicht eingeführt.
  • Ein dubioser Kettenbrief auf WhatsApp warnt vor dem Mundschutz für Kinder.
  • Kinderärzte erklärt, was an dem Kettenbref dran ist.

Während der Corona-Krise werden viele Falschmeldungen und Kettenbriefe in den sozialen Medien verbreitet. Derzeit kursiert auch auf WhatsApp ein dubioser Kettenbrief, der vor Mundschutzmasken für Kinder warnt. 

Seit dieser Woche gilt für die meisten Deutschen die Maskenpflicht. Zum Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus muss in vielen Bundesländern ein Mundschutz im Handel und im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. 

Corona: Kettenbrief auf WhatsApp warnt vor Mundschutz

Auch Kinder sollten nach Möglichkeit einen Mundschutz aufsetzen. Doch ein Kettenbrief auf WhatsApp warnt in den vergangenen Tagen Eltern davor, ihren Kindern Masken anzuziehen. Für Kinder unter sechs Jahren seien diese sogar gefährlich.

Der Verfasser der WhatsApp-Nachricht erklärt, dass Kinder unter dem Mundschutz "den CO2-Ausstoß nicht kontrollieren" können, "was zu Atemlähmung führt". Doch die Warnung ist falsch und wurde bereits von vielen Kinderärzten widerlegt. 

Corona: WhatsApp-Kettenbrief verunsichert Eltern

Im Interview mit "Radio Lippe" betont der Jugendmediziner Dr. Michael Fleischer, dass das Tragen eines Mundschutzes für Kinder nicht gefährlich ist. "Da kann man Entwarnung geben, da kommt genug Luft durch die Maske durch und auch genug Luft an der Maske vorbei, sodass ein Kind damit gut und stabil atmen kann", so Fleischer. 

Auch in einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung kommt der Kinderarzt Dr. Michael Achenbach zu einer ähnlichen Beurteilung. "Gerade die selbstgenähten Masken sind ja so konzipiert, dass der Stoff vor Nase und Mund sitzt und davor schützen soll, dass beim Husten oder Niesen die Tröpfchen beziehungsweise das Aerosol nach außen dringen oder auch andersherum nicht in die Atemwege gelangen", erklärt der Mediziner. 

Corona: So geht WhatsApp gegen Falschmeldungen vor

Die Verbreitung von Falschinformationen ist auch in Zeiten von Corona für WhatsApp eine große Herausforderung. Inzwischen hat WhatsApp eine Seite eingerichtet, die Menschen über die Corona-Krise informiert. 

Zusätzlich möchte die WHO mit WhatsApp zusammenarbeiten und über aktuelle Nachrichten, Hinweise zu Symptomen, Schutzmaßnahmen sowie Lageberichte über Corona informieren. Zudem wird Nutzern empfohlen Kettenbriefe zu verifizieren, um über Falschmeldungen aufzuklären. 

Die Pandemie hat auch Auswirkungen auf den App-Markt. Wegen Corona ist WhatsApp nicht mehr auf Platz eins.

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Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dp

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