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Ein „Rolling Stone“ auf dem Mars

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Ein kleiner Stein auf dem Mars - mit einem großen Namen: Der Stein wurde nach den „Rolling Stones“ benannt.

Ein Stein rollt über den Mars - was liegt da näher, als ihn nach den legendären „Rolling Stones“ zu benennen?

Die Rolling Stones sind weltweit bekannt, das ist klar. Doch nun kennt man sie auch außerhalb unseres Planeten: Auf dem Mars. Wie die US-Raumfahrtorganisation Nasa mitgeteilt hat, hat das Team hinter dem Mars-Landegerät „InSight“ einen Mars-Stein nach der Rockband benannt: „Rolling Stones Rock“ heißt der kleine Stein, der nur etwas größer als ein Golfball sein soll, seit neuestem.

Es sehe so aus, als sei der Stein bei der Landung von „InSight“ Ende November 2018 bewegt worden und etwa einen Meter weit gerollt - weiter, als es die Nasa bisher jemals bei der Landung einer Raumsonde auf einem anderen Planeten beobachtet hat. Und der gedankliche Weg von einem rollenden Stein zu den „Rolling Stones“ ist ja nicht weit.

Stein auf dem Mars heißt jetzt „Rolling Stones Rock“

Nicht weit war auch der Weg vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa, das die „InSight“-Mission* managt, zu den „Rolling Stones“: Die spielten am 22. August im Rose Bowl Stadium in Pasadena - nur einen Steinwurf entfernt vom Sitz des JPL. Der Schauspieler Robert Downey Jr., unter anderem bekannt aus den „Ironman“-Verfilmungen, verkündete auf der Bühne vor 60.000 „Rolling Stones“-Fans, dass ein Stein nach der Band benannt wurde.

Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood von den „Rolling Stones“ zeigten sich nach Angaben der Nasa „erfreut“. Ihr Kommentar: „Das ist definitiv ein Meilenstein in unserer langen und ereignisreichen Geschichte“. Lori Glaze, die die Abteilung für Planetenwissenschaften der Nasa leitet, freut sich ebenfalls: „Der Name Rolling Stones Rock passt perfekt“. Ein Teil der Aufgabe der Nasa sei es, „unsere Arbeit mit unterschiedlichem Publikum zu teilen“. Der JPL-Geologe Matt Golombek hat nach eigenen Angaben zwar schon viele Steine auf dem Mars gesehen, doch „das ist sicherlich einer der coolsten“. Er werde jedoch nicht in vielen wissenschaftlichen Publikationen auftauchen, so Golombek weiter.

Auf dem Mars bekommen Regionen und Felsen eigene Namen

In der Astronomie ist es gängig, dass Himmelskörper und auch einzelne Regionen Namen bekommen. So wurde beispielsweise eine Region auf dem Zwergplaneten Pluto nach dem Pluto-Entdecker Clyde Tombaugh in „Tombaugh Regio“ benannt. Auch Asteroiden oder Kometen bekommen teilweise offizielle Namen jenseits von Nummerncodes.

Die Wissenschaftler, die die Missionen der Nasa auf dem Mars betreuen, geben besonders auffälligen Regionen oder Steinen gerne Namen - diese sind jedoch inoffiziell, da offizielle Namen nur über die Internationale Astronomische Union (IAU) vergeben werden. So gibt es auf dem Mars beispielsweise Felsen mit Namen wie „Aberlady“ oder „Kilmarie“ - beides Orte, an denen der Rover „Curiosity“ in diesem Jahr schon gebohrt hat, um Proben zu entnehmen.

Die „InSight“-Mission ist im November 2018 auf dem roten Planeten gelandet* und soll ihn ausgiebig erforschen*. Die Daten, die „InSight“* liefert, sollen Forschern dabei helfen, mehr über die Vergangenheit von Gesteinsplaneten, zu denen auch die Erde gehört, herauszufinden. Unter anderem soll „InSight“ Beben auf dem Mars messen* und tief in die Oberfläche des Planeten hineinbohren. Außerdem hat „InSight“ bereits Aufnahmen zur Erde geschickt, die zeigten, wie der Mars klingt*.

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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