Wie die Digitalisierung den Arbeitsmarkt verändert

Dem deutschen Arbeitsmarkt steht ein großer Umbruch bevor. Eine auf dem Internet basierende Verwaltung, mitdenkende Automaten und selbstfahrende Kfz halten an Arbeitsplätzen Einzug. Dieser Wandel wird viele Arbeitsplätze ersetzen.

Doch im Gegenzug entstehen viele neue Arbeitsstellen, insbesondere im Dienstleistungs- und Beratungssektor. 

Viele Sektoren des Arbeitsmarktes sind betroffen 

Experten prognostizieren, dass dieser Wandel nahezu alle Sektoren des Arbeitsmarktes einschließt. Doch nicht jeder Bereich ist gleichermaßen betroffen. Eine weitere ausschlaggebende Komponente ist der Alterungseffekt. Denn die Wirtschaft muss sich immer deutlicher den Bedürfnissen älterer Menschen anpassen. Aktuelle Prognosen belegen, dass sich die beruflich gebildete Mittelschicht auch zukünftig nicht um ihre Arbeitsplätze sorgen muss. Denn digitale Bereiche wie der Digitaldruck werden zwar bis 2030 zahlreiche monotone Arbeitsvorgänge ersetzen. Dennoch ist nach wie vor personeller Bedarf vorhanden. 

Die Verlierer: Maschinen, öffentliche Verwaltung & Co. 

Fakt ist, dass die Digitalisierung einige Bereiche stärker als andere betrifft. Als Verlierer gelten Berufszweige wie die öffentliche Verwaltung, der Maschinenbau, das Gastgewerbe oder die Metallerzeugung. Ein deutlicher Boom des Personalbedarfs ist hingegen im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeheimen zu erwarten. Berater und Experten für den digitalen Wandel der Wirtschaft werden sich vor Aufträgen vermutlich kaum retten können. Das bedeutet, dass auf Software-Ingenieure goldene Zeiten warten. Davon können der Handel und öffentliche Dienst vermutlich nur träumen. Zudem ist ein Trend dahingehend erkennbar, dass der Bedarf für hochqualifiziertes Personal deutlich steigt. 

Fundierte Fachausbildungen bieten Sicherheit 

Trotz der starken Flüchtlingsströme der vergangenen Monate wird der Rückgang inländischer Arbeitskräfte vermutlich nicht komplett durch die neu gewonnenen Möglichkeiten ausgeglichen. Dennoch wird das Wirtschaftswachstum vermutlich Schritt für Schritt ansteigen. Nun ist das berufliche Bildungssystem gefordert, drohen steigende Zahlen der Erwerbslosen. Denn eine fundierte Fachausbildung scheint wichtiger denn je zu sein. Politiker fordern Aufwertungen von Qualifikationen. Zudem muss es der Wirtschaft gelingen, die Personen aufzufangen, die durch den technischen Wandel ihre Arbeitsstellen verlieren. Diese Maßnahme könnte beispielsweise umgesetzt werden, indem berufsbedingte Umzüge oder Umschulungen durch den Staat finanziert werden.

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