Duales Studium: der praktische Weg zum Hochschulabschluss

Das Duale Studium ist eine tolle Alternative zur konventionellen Hochschulausbildung.

Das duale Studium ist eine hervorragende Alternative für Abiturienten, die es nicht erwarten können, zu arbeiten und finanziell unabhängig zu sein. Das Angebot ist umfangreich, das Studium eine gute Grundlage für die spätere Karriere und die finanzielle Unterstützung ein Anreiz für viele Schüler – nur der Bewerbungsprozess ist etwas komplizierter.

Das Duale Studium ist eine tolle Alternative zur konventionellen Hochschulausbildung.

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg war die erste Hochschule, die das duale Prinzip einführte. Heute ist sie an 14 Standorten in Baden-Württemberg zu finden und eine der größten staatlichen Hochschulen in Deutschland.

Das Hochschulsystem wurde in Anlehnung an das amerikanische „state university system“ aufgebaut. Auch in anderen Bundesländern wird das duale Studium angeboten. In einigen Bundesländern werden die dualen Studiengänge unter einem gemeinsamen Namen präsentiert, beispielsweise als „Duales Studium Hessen“ oder in Bayern als „hochschule dual“. Zwar sind das eigenständige Hochschulen, doch die Informationssuche wird vereinfacht.

 Das duale Studium in NRW findet hauptsächlich an Fachhochschulen und einigen Universitäten statt. Das Studium läuft generell im Wechsel mit der Praxisphase ab. Diese beläuft sich auf 3 Monate und beinhaltet die Arbeit in mehreren, studienrelevanten Abteilungen des Arbeitgebers. Die Theoriephase ist mit 3 Monaten zwar kürzer, als das Semester an einer „normalen“ Hochschule, jedoch sind diese 3 Monate intensiver. Die theoretischen Grundlagen werden auf hohem Niveau vermittelt, doch das Studium ist sehr praktisch ausgerichtet. Bewerbung wird an den Arbeitgeber adressiert Der Bewerbungsprozess für ein duales Studium ist aufwendig und startet ungefähr ein Jahr vor Studienbeginn. Viele Hochschulen veröffentlichen Listen mit Partnerunternehmen, die einen dualen Studienplatz anbieten.

Die Abiturienten müssen sich, wie bei einer Ausbildung auch, direkt beim gewünschten Arbeitgeber bewerben. Hier durchlaufen sie einen normalen Bewerbungsprozess, der bei jedem Unternehmen etwas anders ausfallen kann. Das Bewerbungsverfahren ist beim dualen Studium also etwas aufwendiger als das „normale“ Einschreiben an einer Hochschule. Die Unternehmen haben den Platz an der DHBW sozusagen reserviert, ähnlich wie bei Auszubildenden und Berufsschulen. Manchmal hilft auch der Anruf bei der Hochschule, um weitere Unternehmen zu finden, die Plätze anbieten. Da das duale Studium sehr beliebt ist, ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich 80 Personen auf einen einzigen Studienplatz bewerben.

 Glücklicherweise wird das Angebot jedoch stetig weiter ausgebaut. Duale Hochschulen bieten ein extrem umfangreiches Studienangebot Jobs im Finanz- und Versicherungsbereichsind sehr gefragt. Das kann man auch anhand der Vielzahl an Studienangeboten der DHBW sehen. Im Bereich BWL werden unter anderem die Studiengänge Bank, Finanzdienstleistungen und Versicherung angeboten. Der Bereich Wirtschaft umfasst mit den Studienrichtungen BWL, Wirtschaftsinformatik und sogar Physiotherapie eine Vielzahl an Studiengängen. Im Bereich Technik kann man aus fast 50 dualen Studiengängen wählen, darunter der Arztassistent, Studiengänge im Bereich Elektro- und Holztechnik, Bauwesen, Sicherheitswesen und Wirtschaftsingenieurwesen. Außerdem wird eine Vielzahl an sozialen Berufen geboten.

Die wenigen Studienrichtungen, in denen nicht dual studiert werden kann, sind Geistes-, Sprach- und Kulturwissenschaften. Vorteile des dualen Studium Mit Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit dem Unternehmen erhalten die Studenten eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe der Vergütung ist abhängig vom Unternehmen und der Branche. Das Gehalt wird für das ganze Jahr gezahlt, nicht nur während der Praxisphasen. Die durchschnittliche Vergütung eines dualen Studenten liegt bei 869 Euro im Monat.

Oft unterstützt das Unternehmen seine Studenten auch bei weiteren Ausgaben, wie die Zahlung der Studienbeiträge, bei Fahrten zwischen Theorie- und Praxisort oder mit Büchergeld. An der Hochschule fallen die Studiengruppen mit ca. 20 bis 40 Personen kleiner und persönlicher aus, als an Universitäten und ermöglichen dadurch den direkten und unkomplizierten Kontakt zum Lehrpersonal.

Durch die enge Verzahnung von Hochschule und Arbeitgeber können die Studierenden die Bachelorarbeit direkt im Unternehmen schreiben, wovon beide Parteien profitieren. Ein direkter Transfer von Theorie und Praxis wird von Anfang an gelehrt. Durch die Erfahrung im Unternehmen ist die Jobsuche für die Absolventen einfacher.

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