Spielen hält gesund

Coronavirus: Die WHO rät ausdrücklich zum Gaming #PlayApartTogether

In Zeiten des Coronavirus mag es unglaublich klingen aber die WHO rät nun ausdrücklich zum Gaming. Anstoß gab die Initiative #PlayApartTogether von Gaming-Firmen.

  • Größte Ansteckungsgefahr des Coronavirus geht von sozialen Kontakten aus.
  • Gaming-Industrie startet #PlayApartTogether Initiative, um Corona-Ansteckungen entgegenzuwirken.
  • WHO begrüsst die Initiative und sagt, die Aktion kann Leben retten.
Genf - In Zeiten der Corona-Epidemie trifft die Welt Gesundheits Organisation (WHO) eine ganz besondere Verantwortung und weist regelmäßig mit Gesundheitsrichtlinien auf den richtigen Umgang mit dem Coronavirus hin, der die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Nun hat die WHO mit Sitz in Genf eine weitere Aussage getroffen, die man so nicht erwarten konnte. Der Amerikanische WHO AmbassadorRay Chambers hat in einem Tweet aufgerufen, mehr Videospiele zu spielen.

Coronavirus und Gaming: Darum rät die WHO zum Videogames Spielen

In einem Tweet zum Thema Coronavirus und Gaming sagt der WHO Ambassador Ray Chambers: "Wir sind an einem wichtigen Moment den Ausgang der Epidemie zu beeinflussen. Die Spieleindustrie hat eine weltweite Spielerschaft. Wir fordern alle auf sich #PlayApartTogether anzuschließen. Mehr physische Distanz einzuhalten wird helfen, die Ansteckungen zu reduzieren und Leben zu retten."

Allerdings stand die WHO dem Gaming nicht immer so positiv gegenüber, denn die Organisation aus der Schweiz hat die Gaming Disorder als offizielles Krankheitsbild in ihre Internationale Klassifikation von Krankheiten (ICD-11) übernommen. Hier gilt es also den schmalen Grat zwischen viel Gamen, um zu Hause zu bleiben und keine Videospiel-Sucht zu entwickeln zu treffen.

Coronavirus und Gaming: Spiele-Firmen gründen #PlayApartTogether Aktion

Aktuell profitieren viele Firmen in der Spieleindustrie wegen des Coronavirus, da durch geschlossene Schulen viele Jugendliche zu Hause sitzen und ihre Lieblings-Games spielen. Nun haben sich viele der großen Unternehmen der Gaming-Branche zusammengeschlossen und die Aktion #PlayApartTogether gegründet, um Menschen dazu zu ermuntern, zwar gemeinsam zu spielen, dies aber getrennt von zu Hause zu tun. Solle der Weg in die Öffentlichkeit dann doch unvermeidbar sein, greifen auch Gamer gern zum Mundschutz. Das hat auch YouTuber Fynn Kliemann erkannt und produziert nun selbst Mundschutze zum kleinen Preis.

An der Initiative #PlayApartTogether nimmt auch Activision Blizzard teil

Unter den Spiele-Firmen sind bekannte Namen wie Activision* Blizzard, Riot Games oder auch die Streaming-Plattform Twitch. Viele der Publisher haben aktuell hohe Spielerzahlen auf ihren Servern, da aktuell so viele Gamer ihre Spiele spielen. Call of Duty Warzone*, das Battle Royale von Activision konnte in den ersten beiden Wochen nach Erscheinen sogar mehr als 30 Millionen Spieler erreichen. Auch die Zuschauerzahlen von Twitch* waren so hoch, dass der Anbieter die Qualität der Streams drosseln musste. Der bekannte deutsche Streamer MontanaBlack* verzeichnete einen Rekord und sah den Coronavirus als Ursache für seine hohen Zuschauerzahlen.

Gaming Aktion #PlayApartTogether - Nicht alle großen Firmen dabei

Bei der Aktion #PlayApartTogether zur Eindämmung des Coronavirus durch das Gaming von zu Hause sind aber nicht alle großen Firmen der Spieleindustrie vertreten. Nintendo, Sony, Microsoft, Ubisoft und EA haben noch keine Aussagen bis zum jetzigen Zeitpunkt getroffen. Der Entwickler und Publisher Nintendo hat vor Kurzem seinen neuen Titel Animal Crossing New Horizons* für die Nintendo Switch* veröffentlicht, wie ingame.de* berichtete.

Der CEO von Activision Blizzard Bobby Kotick wird da schon deutlicher und sagt zu der #PlayApartTogether Kampagne: "Es war niemals wichtiger, dass die Menschen sicher miteinander in Verbindung bleiben. Games sind die perfekte Plattform, da sich Menschen über positive Weise miteinander verbinden. Wir sind stolz an dieser wichtigen Initiative teilnehmen zu können."

Es bleibt abzuwarten, ob sich noch weitere Unternehmen aus der Gaming-Branche der Aktion anschließen und die Aktion so positiv sehen wie die WHO.

Thomas Gebauer von Medico International spricht im Interview über die Rolle der WHO, Interessenskonflikte und private Geldgeber wie Bill Gates.

*ingame.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Quelle: ingame.de

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