"Schmerz des Bezahlens"

Psychologin enthüllt: Darum sollten Sie immer einen 100-Euro-Schein dabei haben

Die Deutschen lieben Bargeld - aber tragen hauptsächlich kleinere Scheine bei sich. (Symbolbild)
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Die Deutschen lieben Bargeld - aber tragen hauptsächlich kleinere Scheine bei sich. (Symbolbild)

Haben Sie selten Bargeld dabei - und bezahlen alles mit Karte? Dann sollten Sie das laut einer Expertin nochmal überdenken. Schließlich gibt es einen psychologischen Trick.

  • Die Deutschen lieben ihr Bargeld.
  • Doch nur wenige haben große Scheine bei sich.
  • Dadurch lässt sich allerdings viel Geld sparen.

Tragen Sie ab sofort immer einen 50-Euro oder 100-Euro-Schein mit sich! Dahinter steckt schließlich ein cleverer Psycho-Trick, mit dem Sie Ihr Gehirn austricksen können. Der Grund dafür: Bezahlen Sie alles immer nur mit Karte oder haben Sie nur kleinere Euroscheine bei sich, geben Sie auch schneller Geld aus. Dahinter steckt das Konzept der "mentalen Buchhaltung", wie US-Psychologin Mary Gresham verrät.

Psycho-Trick: Deshalb lässt sich mit großen Scheinen mehr Geld sparen

Das besagt, dass wir finanzielle Entscheidungen aufgrund von Assoziationen treffen, die mit Geld zu tun haben. Mit der Folge, dass das Gehirn Geld unterschiedlich bewertet. Das Zahlen mit Bargeld kann den "Schmerz des Bezahlens" verstärken und dazu führen, dass eine Hemmschwelle entsteht.

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So überlegen wir es uns zweimal, ob wir einen großen, "besonderen" Schein anbrechen, während wir dagegen bei einem 20-Euro-schneller bereit sind, (kleinere) Beträge zu bezahlen. Eine Studie vom "Journal of Consumer Research" bestätigte ebenfalls, dass man sein Geld sehr wahrscheinlich schneller ausgibt, wenn man fünf 20-Euro-Scheine hat, als wenn man einen 100-Euro-Schein bei sich trägt*.

Deutsche lieben Bargeld - aber haben Angst, es zu verlieren?

Durchschnittlich trägt ein Deutscher etwa 107 Euro in seinem Geldbeutel mit sich, doch die wenigsten haben einen kompletten 100-Euro-Schein bei sich, ergab eine Studie der Bundesbank bereits 2017.

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Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt zwar immer noch Bargeld über Kartenzahlung* & Co., dennoch führen die meisten oft nur kleinere Scheine und Kleingeld mit sich. Wer also öfters große Scheine abhebt, kann durch diesen kleinen, aber effektiven Psycho-Trick am Ende sehr viel Geld sparen. Einziger Nachteil: Wenn der Geldbeutel verloren geht oder gestohlen wird, ist auch das Verlustrisiko höher*.

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jp

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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