Geolokalisation in der Fahrzeuglogistik: Grundlegende Fragen und Informationen

Miniatur-Flotte von Lastkraftwagen (Bildquelle: Flickr.com © Thomas Kohler (CC BY-SA 2.0)).

1. Datenschutz und Standortinformation

Verwender sozialer Netzwerke und anderer Online-Dienste reagieren empfindlich auf das Thema Datenschutz. Die Angst, dass ganz persönliche Informationen in die Hände Dritter fallen, ist groß. Vor allem Menschen, die mit mobilen Endgeräten wie beispielsweise Smartphones, Tablets und Notebooks unterwegs sind, fürchten um sie Sicherheit ihrer Daten. Das liegt daran, dass sowohl der eigene Standort, als auch Aufenthaltsdauer beziehungsweise Nutzungsgewohnheiten über entsprechende Dienste registriert und eingespeichert werden. Die Privatsphäre ist nicht mehr in vollkommenen Umfang erhalten. Möglich wird die Einspeisung dieser Daten durch die sogenannte Geolokalisation (auch: Geotargeting).

Bei der Geolokalisation handelt es sich jedoch keinesfalls um eine Technologie, die dem Anwender Schaden zufügt. Aller Kritik und aktueller Problemlagen zum Trotze wird sie in vielen Bereichen eingesetzt, die dem Benutzer einen Mehrwert bringen. Sowohl im Berufsalltag, als auch privat ist dies der Fall. Am häufigsten begegnet die Geolokalisation dem durchschnittlichen Bundesbürger in Form von Navigationsgeräten. Sie ersetzen die klassische Straßenkarte und halten Autofahrer mit aktuellen Verkehrsinformationen auf dem Laufenden. Eine moderne Variante erfreut sich außerdem im professionellen Logistikbereich großer Beliebtheit. Die Ortung von Fahrzeugen dient hier einer strukturierten und zukunftsorientierten Arbeitsweise. Vielen Menschen jedoch ist diese Verwendungsmöglichkeit unbekannt. Aus diesem Grund findet sich nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten in diesem Zusammenhang.

2. Allgemeine Informationen:

1) Was ist Geolokalisation?

Geolokalisation beschreibt die Ortung einer Person, eines Gebäudes oder Fahrzeugs über eine IP-Adresse beziehungsweise über Daten des Global Positioning System (GPS). Oftmals ist es im Zusammenhang mit der Computernutzung oder der Verwendung mobiler Endge-räte zum Internetzugriff bekannt. Hier meint Geolokalisation das Auffinden des geografi-schen Standpunkts, über den ein Zugriff erfolgt ist. Allerdings wird der Begriff auch dann verwendet, wenn es um die Ortung von Fahrzeugen oder Menschen geht, die eigens dafür ein GPS-fähiges Gerät mit sich führen.

2) Wie funktioniert Geolokalisation?

Über ein Empfangsgerät mit integriertem GPS-Empfänger (z.B. Bordcomputer bei Lastkraft-wagen) kann die Position per Satellit ermittelt werden. Sie wird sodann an die hinterlegte beziehungsweise gewünschte Adresse (z.B. Computer Tablet) weitergeleitet und kann dort eingesehen werden. Auf diese Weise kann jeder, der Zugriff auf die Standortdaten hat, diese einsehen. Außerdem können die Daten gespeichert werden; so lassen sich Bewegung, Bewegungsgeschwindigkeiten und Pausen des Empfängers dokumentieren.

3) Wo wird sie eingesetzt?

Geolokalisation wird – wie bereits in der Einleitung erwähnt – sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich verwendet. Sogar die Standortermittlung eines Smartphone- oder Tabletbenutzers fällt unter diesen Begriff. Zur Organisation von Transportmöglichkeiten und Routen findet die Geolokalisation dann Anwendung, wenn große Mengen befördert werden oder aber eine minutengenaue Abrechnung nötig ist.

4) Für wen ist das interessant?

Attraktiv ist die Geolokalisation für Menschen, die großen Wert auf Pünktlichkeit und zielgenaues Erscheinen beziehungsweise Liefern legen. Primär trifft das auf die Leitung von Logistikunternehmen zu. Aber auch im militärischen Bereich werden ähnliche Technologien verwendet. Sie ermöglichen den Transport und die Organisation von großen Mengen Material, Fahrzeugen und Menschen. Standorte sind und bleiben so aktuell.

3. Ortung im Logistikbereich:

5) Was hat Geolokalisation mit Fahrzeuglogistik zu tun?

Geolokalisation im Bereich der Fahrzeuglogistik ermöglicht es, jederzeit auf alle Fahrzeuge zugreifen zu können. So kann seitens der Firmenleitung eingesehen werden, welche Ware sich an welcher Position befindet und wann diese am Zielort eintreffen. Auch Verzöge-rungen auf dem Transportweg werden so erkannt und können an den Empfänger beziehungsweise den Kunden weitergegeben werden. Alle Beteiligten bleiben auf dem neusten Stand und Verspätungsfolgen lassen sich entweder vorbeugen oder abmildern.

Nicht nur für die Abwicklung der Transporte und den Umgang mit den Kunden ist der Einsatz dieser Technologie hilfreich. Sie kann zusätzlich dazu verwendet werden, die Pausenzeiten der Fahrer aufzulisten. Das erleichtert später Kontrolle und Abrechnung.

6) Was für Vorteile sind damit verbunden?

Der wichtigste Vorteil, der damit verknüpft ist, ist der der Aktualität. Hinzu kommen eine vereinfachte Kommunikation und Planungsmöglichkeiten. In Kombination mit weiteren Softwareangeboten entfällt für den Fahrer und die Firmenzentrale ein gutes Stück Dokumentationsarbeit. Die dazugewonnene Zeit kann anderweitig eingesetzt werden.

7) Wie kann Geolokalisation installiert werden?

Besteht Interesse an der Nutzung der Geolokalisation, kann Kontakt mit einem Anbieter, beispielsweise mit Skycom.com, aufgenommen werden. Dieser berät im ersten Schritt und wählt gemeinsam mit dem Kunden einen geeigneten Bordcomputer für die Fahrzeuge im Betrieb aus. Die Installation wird seitens des Anbieters vorgenommen; die Geräte werden hierbei in die Lastkraftwagen montiert. Nach einem ersten Test sollten diese sodann Standortinformationen über den GPS-Satelliten übermitteln können. Damit diese seitens des Unternehmens auch eingesehen und ausgewertet werden können, wird zudem eine Installation kompatibler Software vorgenommen. Sie ermöglicht den Zugriff auf die Standortinformationen.

8) Wie sicher ist das?

Da die Informationen zum einen über geschützte Leitungen übermittelt werden und zum anderen nur der Kunde, also die jeweilige Firmenzentrale selber, Zugriff darauf haben, ist das Risiko von Datenmissbrauch als gering einzustufen. Fehler in der Übermittlung sind ebenfalls nicht zu erwarten. Es ist ein hoher Sicherheitsgrad gegeben.

9) Gibt es negative Seiten/Kritik?

Als Negativaspekt könnte die Situation der Fahrer benannt werden. Zwar wird ihnen ein Teil ihrer Dokumentationsarbeit abgenommen und somit Fehler vermieden, allerdings sind sie einer permanenten Kontrolle ausgesetzt. Für einige von ihnen ist das ein unangenehmes Gefühl; sie haben den Eindruck, beispielsweise durch die genaue Pausenberechnung, in ihrer Privatsphäre eingeschränkt zu sein.

Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln: Nicht nur die Firmenleitung, sondern auch die Fir-menkunden profitieren von der zeitgenauen Überprüfbarkeit der aktuellen Transportsituation. Sie ermöglicht einen schnellen Abgleich mit tatsächlichen Lade- und Lieferplänen und ist außerdem informativ. Nachteile sind hier kaum zu erkennen.

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