Verhaltensweisen und Handicaps

Gesichtsblind: Warum manche nicht unfreundlich sind, sondern nur ein Handicap haben

Eine junge Frau schaut durch ein Fernglas und ist erstaunt (Symbolbild)
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Wer Gesichtsblind ist, dem hilft auch ein Fernglas nicht (Symbolbild)

Was ist denn da los: Der neue Kollege grüßt nicht? Es ist irritierend, wenn jemand Bekanntes nicht Hallo sagt. Doch dahinter muss nicht zwangsläufig Unhöflichkeit stecken.

München – Vielleicht kennen Sie das: Sie grüßen jemanden, den Sie kennen, und er antwortet nicht. Komisch, oder? Was ist denn da los? Nicht immer steckt dahinter Unfreundlichkeit oder Absicht vom Gegenüber. Es kann auch sein, dass dieser Mensch die Diagnose „Gesichtsblindheit“ hat. Menschen, die darunter leiden, erkennen weder ihre eigenen Familienmitglieder noch Arbeitskollegen oder Freunde ohne Weiteres. Fachleute sprechen auch von Prosopagnosie, umgangssprachlich ist Gesichtsblindheit der geläufige Begriff.

Was medizinisch hinter der Gesichtsblindheit steckt, lesen Sie bei 24vita.de.*

Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung davon betroffen sind, erklärt der Arzt und Neurowissenschaftler Valentin Riedl, der den Dokumentarfilm „Lost in face“ dazu gemacht hat. Auf Deutschland heruntergerechnet sind in etwa 800 000 bis 1,6 Millionen Menschen betroffen.* 24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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