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Kurzschläfer schlafen täglich nur vier bis sechs Stunden: Forscherin findet heraus, wie gesund das ist

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Von: Juliane Gutmann

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Kurzschläfer sind bereits nach wenigen Stunden Schlaf wieder fit. Warum manchen Menschen eine kurze Nachtruhe reicht und ob das gesund sein kann, erfahren Sie hier.

Fünf Stunden Nachtruhe reichen ihnen, um am nächsten Tag fit zu sein? Dann zählen Sie zur Minderheit der Kurzschläfer. Nur rund ein Prozent der Bevölkerung soll mit vier bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht auskommen, wie das Portal Business Insider informiert. Bei Kurzschläfern erholen sich Körper und Geist nachts im Rekordtempo – sie wachen nach weit weniger als acht Stunden Schlaf erholt auf. Kurzschläfer seien zudem sogar überdurchschnittlich fit und aktiv, wie das Portal Welt.de berichtete.

Schlafforscher weltweit befassen sich mit dem Phänomen. Die Kernfragen sind dabei: Warum brauchen manche Menschen so wenig Schlaf und kann das gesund sein? Der Techniker Krankenkasse zufolge geht aus vielen Untersuchungen hervor, dass die meisten Menschen sieben bis acht Stunden Schlaf* brauchen. Als Faustregel gelte: Wer tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert arbeiten kann, ohne schläfrig zu werden, hat sein persönliches Schlafpensum gefunden. Zu wenig Schlaf wird mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und einem geschwächten Immunsystem in Verbindung gebracht. Doch gilt das auch für Kurzschläfer, die einfach keine acht Stunden schlafen können, auch wenn sie möchten?

Unser Körper braucht ausreichend Schlaf, um sich zu regenerieren. Doch nicht jeder Mensch braucht acht Stunden pro Nacht.
Unser Körper braucht ausreichend Schlaf, um sich zu regenerieren. Doch nicht jeder Mensch braucht acht Stunden pro Nacht. © Eva Blanco/Imago

Warum brauchen Kurzschläfer nur wenige Stunden Nachtruhe?

Die Neurowissenschaftlerin Ying-Hui Fu von der University of California in San Francisco forscht bereits seit über 20 Jahren an möglichen Ursachen für das Kurzschläfer-Phänomen. In dieser Zeit hat sie dem Business Insider zufolge einige der Gene entschlüsselt, die für den Kurzschlaf verantwortlich sein könnten. Dazu zählt etwa die genetische Mutation DEC2, die den biologischen Rhythmus beeinflusst. Zehn Jahre später im Jahr 2019 entdeckten Fu und ihr Team während der Analyse einer Familie, in der drei aufeinanderfolgende Generationen von Menschen Kurzschläfer waren, ein weiteres „Kurzschläfer-Gen“. Es handelt sich um eine Mutation im ADRB1-Gen, die ebenfalls den natürlichen Kurzschlaf fördert: „Eine Mutation in ADRB1 führt beim Menschen zu einem natürlichen Kurzschlafverhalten“, heißt es in einer Veröffentlichung der Forscher im Fachmagazin Neuron.

Wissenschaftlerin Ying-Hui Fu hat bislang keine Risiken oder Nachteile der Mutation bei ihren 150 Probanden gefunden, informiert Welt.de. Um mit Sicherheit sagen zu können, dass Kurzschlafverhalten keine negativen Auswirkungen hat, müssen allerdings weitere Studien folgen. Der Ärztezeitung zufolge leben diejenigen am längsten, die sechs bis acht Stunden pro Nacht schlafen. Dies hätte eine Studie mit über 100.000 Teilnehmern ergeben, heißt es. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Mehr Quellen: https://www.tk.de/techniker/magazin/

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