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Omikron-Impfstoff kommt: Jetzt steht das Datum fest

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Von: Marcel Guboff

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Deutschland erhält im September Millionen Dosen des an Omikron angepassten Corona-Impfstoffes. Und ein weiterer folgt schon bald. Der ist speziell an BA.5 angepasst.

Hamm - Die gute Nachricht verkündete Karl Lauterbach (SPD) auch via Twitter. „Die neuen Impfstoffe kommen“, schrieb der Bundesgesundheitsminister. Er lieferte damit auch die Frage, wann nun (endlich) die neuen angepassten Corona-Impfstoffe, die besser gegen die Omikron-Varianten schützen sollen, ausgeliefert werden.

Als wahrscheinliches Datum nannte Karl Lauterbach den 5. September. Es handelt sich um die ersten Omikron-Impfstoffe. „Eine deutliche Verbreiterung der Immunität ist erwartbar“, ergänzte der Mediziner.

Im September erhält Deutschland 14 Millionen Dosen des Omikron-Impfstoffes

In den beiden Kalenderwochen 36 und 37 sollten pro Woche jeweils rund fünf Millionen Dosen des angepassten BA.1-Impfstoffs von Biontech/Pfizer ausgeliefert werden, heißt es in einem am Montag (29. August) veröffentlichten Schreiben des Bundesgesundheitsministers. Darüber hinaus erhalte der Bund vom Hersteller Moderna im Laufe jener beiden September-Wochen insgesamt rund vier Millionen Dosen BA.1-Impfstoff. Insgesamt handelt es sich also um 14 Millionen Dosen des Omikron-Impfstoffes.

In dem Brief an alle beteiligten Leitungserbringer gegen Corona, über den der Spiegel zuerst berichtete, schrieb Karl Lauterbach: Die Impfdosen sollen umgehend an den pharmazeutischen Großhandel ausgeliefert werden, sodass Apotheken und Ärzteschaft rasch versorgt sind. Zuvor muss allerdings die EU-Kommission noch grünes Licht geben. „Derzeit gehen wir davon aus, dass die Europäische Kommission sowohl den an die BA.1-Variante angepassten Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna am 1. oder 2. September 2022 zulassen wird“, zitiert der Spiegel den Bundesgesundheitsminister aus besagtem Schreiben. Die neuen an Omikron angepassten Corona-Impfstoffe könnten somit ab dem 5. September bestellt und noch in der laufenden Woche ausgeliefert werden.

Die neuen Impfstoffe sind zwar auf die Variante BA.1 zugeschnitten. Dennoch helfen sie Karl Lauterbach zufolge auch gegen die anderen Omikron-Varianten wie etwa BA.5, wo bereits einiges über die Dauer der Inkubationszeit bekannt ist. „Nach den vorliegenden Studiendaten wirken die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als der Impfstoff der ersten Generation“, schrieb der Minister. Vor allem für Hochrisikogruppen könnten sie „ein entscheidender Faktor sein“. In diese Zusammenhang verwies Karl Lauterbach darauf, dass „täglich nach wie vor rund 100 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion sterben“.

Karl Lauterbach kündigt an Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoff an

Ein weiterer neuer, an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasster Impfstoff werde „nur wenige Wochen später zur Verfügung stehen“, schrieb Karl Lauterbach. „Biontech/Pfizer hat bereits angekündigt, dass die Europäische Kommission im Idealfall bereits Ende September/Anfang Oktober den an BA.4/BA.5-angepassten Impfstoff zulassen wird.“ Dann werde Deutschland „sehr zügig nach der Zulassung mit einer ersten Tranche von 9,5 Millionen Dosen beliefert“.

Mittlerweile dürfen Hausätzte auch das Corona-Medikament Paxlovid herausgegeben werden - jedoch nicht an alle. Es gibt mögliche Nebenwirkungen. (mit afp)

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