Kindergesundheit

Osteopathie bei Babys boomt: Mediziner sind kritisch

Eine Baby wird von einer Frau mit den Händen an der oberen Wirbelsäule behandelt (Symboldbild)
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Immer mehr Babies werden osteopathisch behandelt (Symboldbild)

Osteopathie bei Babys boomt. Die Alternativmedizin hat viele Anhänger und viele Kritiker – vor allem Mediziner. Denn die Studienlage ist dünn.

Berlin – OsteopathInnen behandeln ausschließlich mit den Händen. Sie sind davon überzeugt, dass Krankheiten und Störungen oft dadurch entstehen, dass der Körper die Fähigkeit zur Selbstregulierung verliert und Blockaden entstehen. Das Ziel der Behandlung ist es, diese Blockaden und Gewebespannung zu lösen und die Beweglichkeit wiederherzustellen, heißt es vom Verband der Osteopathen Deutschland (VOD). Seit einigen Jahren werden immer mehr Babys osteopathisch behandelt, wie 24vita.de* berichtet.

Die Osteopathie ist in zwei große Bereiche eingeteilt. Auf der einen Seite steht die viszeralen Osteopathie, die den Schwerpunkt der Behandlung auf die inneren Organe und Gewebe legt. Auf der anderen Seite die kraniosakrale Osteopathie. Sie befasst sich mit dem Gehirn, dem Rückenmark und den Hirnhäuten. Darunter fällt beispielsweise einen verkürzten Muskel manuell zu dehnen. Während kraniosakrale Osteopathie tatsächlich wirksam sein kann, gibt es für die viszeralen Osteopathie bisher kaum wissenschaftliche Belege. Jakob Maske ist Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte er sagt: „Wir sitzen seit Jahren mit dem Berufsverband der Osteopathen an einem Tisch und fordern Studien, die belegen, dass die Behandlungen wirken“. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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