Vorsicht beim Bräunen!

Sonnencreme anwenden: Häufige Irrtümer im Sommer haben Hautkrebs zur Folge

Ein Sonnenbrand tut weh, verheilt aber meist nach einigen Tagen. Doch aufgepasst: Auch langfristig können sie schädigen und im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen.

NRW – Aktuell spielt das Wetter noch nicht so mit, aber der Sommer kommt*! Doch mit der Sonne kommt auch die Gefahr für Hautkrebs. Aber nicht nur regelmäßiges Eincremen mit Sonnenschutz kann vorbeugen und die Haut langfristig schützen, weiß RUHR24*.

Gemeinnützige OrganisationDeutsche Krebshilfe
GründerinMildred Scheel
Gründung1995
HauptsitzBonn
RechtsformStiftung

Hautkrebs durch Sonne: Besonders im Sommer gut schützen – Sonnencreme und mehr

Jährlich erkranken fast 280.000 Menschen an Hautkrebs, wie die Deutsche Krebshilfe berichtet. Hautkrebs entsteht meist über eine längere Zeit, weswegen Personen über 70 Jahre besonders häufig betroffen sind. Jedoch können nicht nur ältere Menschen an Hautkrebs erkranken. Doch viele Fälle hätten mit der richtigen Prävention vermieden werden können. Dabei spielt aber nicht nur das Sonnenbaden eine Rolle.

Besonders im Frühjahr oder vor dem anstehenden Sommerurlaub, wie demnächst mit EU-weitem Corona-Impfpass*, ist das Vorbräunen im Solarium beliebt. Dabei herrscht der Mythos, dass der Besuch auf der Sonnenbank angeblich vor einem Sonnenbrand schützen könnte. Dem ist aber nicht so. Grund dafür ist das Strahlungsspektrum in Solarien. Dieses sorgt nur für eine äußerliche und kurzfristige Bräune. Gleichzeitig ist die Strahlungsbelastung ungefähr so hoch, wie bei der Mittagssonne am Äquator. Dadurch erhöhen Besuche im Solarium das Hautkrebsrisiko enorm.

Sommer, Sonnenbrand und Eincremen: Der richtige Schutz – Hautkrebs langfristig verhindern

Um beim Sonnenbaden einen optimalen Schutz zu haben, reicht allerdings nur einmaliges Eincremen mit Sonnencreme nicht aus. Grundsätzlich sollte erstmal der richtige Lichtschutzfaktor (LSF) ausgewählt werden, denn auch bei bewölktem Wetter kann die Sonnenstrahlung stark sein und für einen Sonnenbrand sorgen:

  • LSF 6 bis 10: niedriger Schutz
  • LSF 15 bis 25: mittlerer Schutz
  • LSF 30 bis 50: hoher Schutz
  • LSF 50+: sehr hoher Schutz

Doch auch bei hohem Schutz können Sonnenstrahlen in die Haut eindringen und die Zellen schädigen. Vor allem, wenn die Sonnencreme nicht korrekt aufgetragen worden ist oder Wasser und Schweiß mit der Haut in Berührung kamen, ist der Schutz geringer. Daher sollte man regelmäßig nachcremen. Allerdings gilt: „Nachcremen hilft zwar, den UV-Schutz aufrechtzuerhalten, die auf der Packung angegebene Wirkungsdauer wird dadurch aber nicht wieder auf null zurückgesetzt.“ Das schreibt die Deutsche Krebshilfe in einer Pressemitteilung.

Verbraucher sollten zudem darauf achten, dass die Sonnencreme, die die Haut vor gefährlichen UV-Strahlen schützen soll, nicht länger als ein Jahr genutzt wird*. Alte Cremes können schädlich sein – sogar noch vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Das hat eine französische Studie herausgefunden.

Kinder in der Sonne: Guter Schutz vor Sonne kann Hautkrebs langfristig verhindern

Besonders Kinder sollten immer einen höchstmöglichen Schutz haben, da junge Haut besonders empfindlich ist. Schützende Kleidungsstücke, wie eine Kappe oder ein T-Shirt können den Schutz erhöhen. Sonnenbrände bei Kindern sollten um jeden Preis vermieden werden. Säuglinge sollte man zudem so gut wie möglich vor der Sonne schützen. Denn im ersten Lebensjahr sollten sie nicht direkter Sonne ausgesetzt sein (alle Rückrufe und Warnungen* auf RUHR24).

Erfahrene Sonnenbader machen häufig einen Fehler: Sie glauben, dass Sonnenbrände die Haut abhärten würde und gebräunte Haut schon genügend Schutz vor UV-Strahlung hätte. Doch beides ist falsch. Ein Sonnenbrand führt in der Haut zu Schäden in den Zellen, die bis zu einem gewissen Grad vom Körper selbst wieder behoben werden können.

Wenn diese Grenze allerdings überschritten wird, sterben die betroffenen Hautzellen ab. Über längere Zeit kann aus diesen toten Zellen dann Hautkrebs entstehen. Je öfters eine Zelle von einem Sonnenbrand geschädigt wird, desto größer wird das Risiko.

Bräune im Sommer: Mythos widerlegt – Eincremen mit Sonnenschutz ist essenziell gegen Hautkrebs

Zudem gilt: Wer gebräunt ist, ist nicht automatisch vor der Sonne geschützt. Zwar ist die durch Melanin hervorgerufene Bräune eine Abwehrreaktion und ein Schutzmechanismus der Haut, um sich vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Jedoch entspricht diese Bräune umgerechnet einem Sonnenschutz mit dem Lichtschutzfaktor 4, also eher niedrig.

Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Arzt kann zudem helfen, den Krebs rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Deutsche Krebshilfe bietet zudem eine Hautkrebs-Beratung unter der Telefonnummer 0800/80 70 88 77 an. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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