Wie gesund ist Fasten?

Studie über Heilfasten: Diese positiven Effekte kannten Sie sicher noch nicht

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Brühe ist erlaubt: Wer eine Fastenkur macht, verzichtet einige Tage komplett auf feste Nahrung - was das mit unserem Körper macht.

Nur rund 200 Kalorien täglich: Fasten ist hart, doch viele schwören darauf. Ein Forscherteam befasste sich jetzt mit den Auswirkungen auf die Gesundheit.

Fasten soll nicht nur der perfekte Einstieg in eine Diät sein, sondern auch viele Beschwerden lindern. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Arthritis: Dem Heilfasten wird eine heilende Wirkung bei vielen Krankheiten zugeschrieben. Ein Team von Medizinern hat sich jetzt der Frage gewidmet, wie gesund Fasten tatsächlich ist - mit der bisher größten Studie zum Heilfasten.

Fastenkur gegen Übergewicht und chronische Krankheiten wie Diabetes

Für ihre Untersuchung hatten Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo von der Buchinger Wilhelmi Klinik am Bodensee und Professor Dr. Andreas Michalsen von der Universitätsklinik Charité in Berlin die Daten von 1.422 Fastenkur-Teilnehmern ausgewertet, wie das Gesundheitsportal Heilpraxis.net berichteteDie Fastenden hatten im Jahr 2016 vier bis 20 Tage in der Buchinger Wilhelmi Klinik unter medizinischer Anleitung gefastet.

Ihr Fazit, das sie auch im Fachblatt Plos One veröffentlichten: Ein in einer Klinik unter medizinischer Aufsicht durchgeführtes Fastenprogramm beugt altersbedingten Krankheiten vor und eignet sich zur Therapie von chronischen Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus. Auch in Hinblick auf die Behandlung von Übergewicht erweisen sich Fastenkuren als nützlich.

Beim Fasten gewinnt der Körper mehr Energie aus den Fettdepots

Beim Fasten würde sich den Studienleitern zufolge der Stoffwechsel des Körpers umstellen: Wo er bei ständiger Lebensmittelzufuhr seine Energien vor allem aus der zugeführten Glukose gewinnt, zieht er die benötigte Energie beim Fasten hauptsächlich aus den Fettreserven. Infolge haben alle Teilnehmer der Studie auch an Gewicht verloren. Doch nicht nur der Bauchumfang schrumpfte, auch die Cholesterin- und Blutfettwerte verbesserten sich.

Blutdruck und Blutzuckerwerte normalisierten sich ebenfalls bei einem Großteil der Fastenden, weshalb die Studienleiter Heilfasten zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfehlen. 84 Prozent der Studienteilnehmer, die an Arthritis oder Fettleber litten, konnten eine Verbesserung der Symptome beobachten.

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Buchinger Heilfasten: Fastenkuren gegen Allergien bis Burnout

Alle Studienteilnehmer nahmen an einer speziellen Fastenkur teil: dem sogenannten Buchinger Heilfasten. Dabei verzichtet man eine gewisse Zeit auf Nahrung und lebt währenddessen von den eigenen Reserven. Ziel davon soll sein, die Selbstreinigungskräfte zu aktivieren, auf diese Weise entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren und so Beschwerden und Krankheiten wie Allergien, Migräne, chronische Verdauungsstörungen, Bluthochdruck bis hin zu Multiple Sklerose zu lindern.

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jg

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