AU, Lohnfortzahlung

Krankmeldung während Kurzarbeit: Das müssen Sie beachten

Was muss ich bei der Krankmeldung während Kurzarbeit beachten?
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Was muss ich bei der Krankmeldung während Kurzarbeit beachten?

Wer in Kurzarbeit krank wird, dem stellen sich viele Fragen: Wie läuft die Krankmeldung? Bekomme ich weiterhin Kurzarbeitergeld? Was Arbeitnehmer wissen müssen.

Während der Corona-Krise befinden sich viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit*. Dabei verkürzt sich nicht nur ihre Arbeitszeit, sondern auch ihr Arbeitsentgelt, was auch im Krankheitsfall eine Rolle spielt. Was müssen Mitarbeiter beachten, wenn sie während der Kurzarbeit krank werden? Ein Überblick:

Krankmeldung während Kurzarbeit: Wie läuft sie ab?

Wie bei jeder anderen Krankmeldung gilt auch während der Kurzarbeit: Arbeitnehmer, die erkranken, müssen sich schnellstmöglich bei ihrem Arbeitgeber krankmelden. „Selbst wenn Sie während der Kurzarbeitsphase gar nicht arbeiten, müssen Sie sich beim Arbeitgeber unverzüglich arbeitsunfähig melden“, informiert der DGB Rechtschutz auf seiner Internetseite. 

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) muss dann spätestens am dritten Werktag beim Arbeitgeber vorliegen. Während der Corona-Pandemie kann die Krankschreibung bei Erkältungssymptomen bis zum 31. Dezember 2020 auch telefonisch erfolgen (Stand: Oktober 2020).

Lesen Sie dazu mehr: Krankmeldung: So melden Sie sich richtig krank. 

Erhalte ich weiterhin Kurzarbeitergeld während der Krankschreibung?

Während der ersten sechs Wochen der Krankschreibung leistet der Arbeitgeber weiterhin Lohnfortzahlung – und zwar in Höhe des Kurzarbeitergeldes. Arbeitnehmern entsteht also kein finanzieller Nachteil, sollten sie in Kurzarbeit erkranken.

Wer länger als sechs Wochen vom Arzt krankgeschrieben wird, dem zahlt die Krankenkasse ab dem Folgetag Krankengeld. „Berechnet wird das Krankengeld aus dem ungekürzten Arbeitsentgelt, das Sie vor Beginn der Kurzarbeit bekommen haben“, meldet die Daimler BKK.

Und wenn ich schon vor Einführung von Kurzarbeit krankgeschrieben wurde?

Anders gestaltet sich die Sache für Mitarbeiter, deren Betrieb die Kurzarbeit erst während der Arbeitsunfähigkeit einführt. Dann haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, dafür aber auf Krankengeld in Höhe des jeweiligen Kurzarbeitergeldes. „Der Arbeitgeber muss das Krankengeld berechnen und mit der Entgeltabrechnung des Beschäftigten auszahlen. Ihre Krankenkasse erstattet dem Arbeitgeber auf Antrag das verauslagte Krankengeld“, schreibt der DGB Rechtschutz.

Das gelte solange, wie Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung wegen Krankheit haben. Danach werde das Krankengeld direkt von der Krankenkasse ausgezahlt. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Dieses Detail sollten Kurzarbeiter bei der betrieblichen Altersvorsorge nicht vergessen.

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