Kurz nach Arbeitsbeginn

Alleinerziehende Mutter wegen Corona-Krise nach nur zwei Wochen einfach entlassen

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Der schlimmste Fall, der eintreten kann: die Kündigung.

Der Bericht über eine alleinerziehende Mutter (38) ist ein Beispiel dafür, wie es Beschäftigten in der Coronakrise ergehen kann.

  • Doch auch vor Kündigungen* sorgen sich Beschäftige in vielen Branchen.
  • Der Bericht über eine alleinerziehende Mutter, die in der Krise ihren Job verlor, ist ein solches Beispiel.

Angst vor der Kündigung in Coronakrise

Die Folgen der Coronakrise* sind für Beschäftigte in vielen Branchen massiv spürbar. Schon viele Firmen in Deutschland sind vorübergehend auf Kurzarbeit* umgestiegen - und versuchen dadurch, Arbeitsplätze weiter zu erhalten. Doch natürlich bangen in der der Wirtschaftskrise nun auch viele Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz. Hinter jeder Entscheidung stehen viele menschliche Schicksale.

Von den Erlebnissen einer alleinerziehenden Mutter (38), die wegen der Coronakrise ihren neuen Job verlor, berichtete jüngst das Online-Portal Nordkurier.de. Die Geschichte der alleinerziehenden Mutter ist exemplarisch dafür, dass man - Bemühen, Fleiß und Willen zum Trotz - in einer solchen Krise großes Pech haben kann.

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Arbeitslos in der Probezeit wegen Coronakrise

Das ist der 38-Jährigen dem Bericht von nordkurier.de zufolge widerfahren: Die Alleinerziehende (mit Sohn und Tochter) hatte ihren neuen Arbeitsvertrag  gerade in der Tasche und war sehr froh darüber - Anfang März trat die gelernte Köchin ihre neue Stelle an, die sie über eine Zeitarbeitsfirma gefunden hatte. Die Arbeitszeiten seien ideal gewesen. Gerade auch wegen der Kinderbetreuung ein wichtiger Punkt.

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Doch dann kam die Coronakrise und die Ereignisse überschlugen sich: Denn als die Frau ihrem neuen Arbeitgeber* gegenüber angedeutet habe, dass sie keine Unterbringung für den Nachwuchs habe, sei es bei einem Telefonat am anderen Ende der Leitung ganz still geworden, heißt es weiter in dem Bericht auf nordkurier.de, der die Sorgen der Frau zum Beispiel so zitiert: "Ich bin dann sogar noch mit Halsschmerzen zur Arbeit, weil ich Angst hatte, auf die Straße gesetzt zu werden. Doch das nützte nichts." Am 17. März habe die Frau die Kündigung erhalten - in der Probezeit - für die Betroffene sei eine Welt zusammengebrochen.

Agentur für Arbeit - Telefone überlastet

Die 38-Jährige habe sich bei der Arbeitsagentur erwerblos melden wollen - und sei bei der Kontaktaufnahme am Telefon erstmal am Dauerbesetzzeichen gescheitert, berichtet Nordkurier.de zudem. Die 38-Jährige aus Prenzlau fand schlussendlich Hilfe, nachdem sie sich in ihrer Not beim "Uckermark Kurier" gemeldet haben, der einen Kontakt herstellte. Die Behörde habe sich dafür entschuldigt, dass die Telefone teilweise überlastet gewesen seien, heißt es weiter in dem Bericht. Einen neuen Job habe die Frau trotz Arbeitslosenmeldung bisher nicht gefunden (Stand: 20. März), aber ihre Bezüge sein erstmal gesichert.

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ahu

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