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Minijob-Grenze soll von 450 auf 520 Euro steigen – zeitgleich zur Erhöhung des Mindestlohns im Oktober

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Von: Anne Hund

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Geldbeutel mit Geldscheinen. Minijobber können ebenfalls von einem satten Corona-Bonus profitieren. (Symbolbild)
Der Stundenlohn beeinflusst, wie viele Stunden ein Minijobber im Monat arbeiten darf. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Ab dem 1. Oktober soll sich die Minijob-Grenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen orientieren. Was das konkret bedeutet.

Am 1. Oktober 2022 soll den Plänen der Ampel zufolge die Verdienst-Obergrenze für Minijobs* von 450 auf 520 Euro im Monat steigen – zeitgleich mit der geplanten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, der ab Oktober auf zwölf Euro angehoben werden soll. Im Koalitionsvertrag der Regierungspartner von SPD, Grünen und FDP hieß es der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge dazu: „Künftig orientiert sich die Minijob-Grenze an einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden zu Mindestlohnbedingungen.“ Entsprechend soll den Ampel-Plänen zufolge auch die Midijob-Obergrenze zum 1. Oktober von derzeit 1.300 Euro auf 1.600 Euro steigen.

Minijob-Grenze soll zum 1. Oktober steigen - Anpassung auch bei Midijobs

„Bei Minijobs geht der Bruttolohn bis zur festgelegten Obergrenze direkt an die Beschäftigten“, hieß es in einem Bericht von Zeit.de im Januar angesichts der Debatte um die geplante Erhöhung der Verdienstgrenze für Minijobs. Der Betrieb zahle einen festen Anteil der Löhne als Abgabe, die vor allem Sozialversicherungsbeiträge enthalte. Bei den Midijobs mit einer Grenze von bisher 1.300 Euro seien die Beiträge zur Sozialversicherung für die Beschäftigten reduziert, „damit die Abzüge im Vergleich zu Minijobs nicht so hoch sind“.

Registrierung bei der Minijob-Zentrale

Um zum Beispiel Haushaltshilfen nicht schwarz zu beschäftigen, müssen sie bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden, wie die Deutsche Rentenversicherung dpa zufolge grundsätzlich erklärt. Die Registrierung bei der Minijob-Zentrale erfolgt am schnellsten online. Die Minijob-Zentrale übernehme dann den Großteil der Arbeitgeberpflichten, schilderte dpa zum Thema, „zum Beispiel die Berechnung und den Einzug der Abgaben sowie die Meldung zur Unfallversicherung“. Was ein 450-Euro-Job für die Rente bedeuten kann, erfahren Sie zudem hier. Midijobs wiederum sind, wie die Minijob-Zentrale in ihrem Blog unter anderem informiert,„sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, für die die Krankenkassen zuständig sind und nicht die Minijob-Zentrale“.

Wie hoch ist der Stundenlohn bei Minijobs im Durchschnitt?

Der Stundenlohn beeinflusst, wie viele Stunden ein Minijobber im Monat arbeiten darf. Wer etwa 11 Euro pro Stunde verdient, der darf nach bisheriger Regelung maximal 40 Stunden im Monat arbeiten, um die 450 Euro-Grenze (Geringfügigkeitsgrenze) nicht zu überschreiten. „Mit der geplanten Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde wird die Minijob-Grenze zum 1. Oktober 2022 entsprechend auf 520 Euro monatlich erhöht“, informierte die Minijob-Zentrale (Stand: 15. März) entsprechend in ihrem Blog. Welche Nebenjobs laut einer Untersuchung vergleichsweise gut bezahlt sind, erfahren Sie zudem hier.

12 Euro Mindestlohn ab Oktober 2022

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns erfolgt in Etappen: Während der allgemein gültige Mindestlohn in Deutschland derzeit noch bei 9,82 Euro liegt, ist zum 1. Juli bereits eine Anpassung auf 10,45 Euro geplant. Am 1. Oktober soll das Niveau der Lohnuntergrenze dann einmalig außerhalb der üblichen Erhöhungsschritte auf 12 Euro angehoben werden. Über sechs Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) davon profitieren. Der höhere gesetzliche Mindestlohn wirkt sich auch entsprechend auf die Rente aus. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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