Heimlicher Test

Personal-Chefin lockt Bewerber in fiese Falle – die schnappt nach fünf Minuten zu

Eine Dame an der Rezeption empfängt Besucher.
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Die Personal-Chefin eines Unternehmens gab sich heimlich als Empfangsdame an der Rezeption aus, um den Bewerber zu testen. (Symbolbild)

Überraschung im Vorstellungsgespräch: Eine Personalerin will einen Bewerber heimlich testen und gibt sich als Rezeptionistin aus. Doch das geht gründlich daneben.

Bewerbungsgespräche* treiben wohl den meisten Jobsuchenden Schweißperlen auf die Stirn. Schließlich beschränken sich viele Personaler nicht nur mit fachlichen Fragen, sondern testen Bewerber auf Herz und Nieren. Eine Personalchefin hat das Ganze jetzt auf die Spitze getrieben, wie kürzlich auf der Plattform Reddit bekannt wurde.

Personalerin testet Bewerber schon vor Vorstellungsgespräch

Ein Reddit-Nutzer, vermutlich Angestellter des Unternehmens, berichtet auf der Frageplattform, wie ein Bewerber von einer Personalverantwortlichen in eine gemeine Falle gelockt wurde. Allerdings mit den besten Absichten, wie sich später herausstellte. Schließlich suchte sie einen Bewerber mit hoher sozialer Kompetenz, eine „warmherzige, zugängliche und kontaktfreudige“ Person, die später viel Kontakt zu Kunden haben sollte.

Um den Bewerber zu testen, gab sich als Empfangsdame an der Rezeption des Unternehmens aus. So konnte sie sein Verhalten gegenüber Menschen schon vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch unter die Lupe nehmen.

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Bewerber fällt wegen unfreundlichem Auftritt durch

Als der Kandidat dann zum Bewerbungsgespräch erschien und sich an der Rezeption anmeldete, tappte er auch gleich in die Falle: Statt höflich und freundlich aufzutreten, soll er sich gegenüber der vermeintlichen „Rezeptionistin“ sehr abweisend und überheblich verhalten und sie kaum angeschaut haben. “Sie versuchte, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Wieder kein Augenkontakt, kein Interesse, mit ihr zu sprechen“, schreibt der Reddit-Nutzer. „Er war offen unhöflich und behandelte sie, als wäre sie unter seiner Würde.“ Ein fataler Fehler, der dem Bewerber bereits nach fünf Minuten den Job kostete. Und das schon vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch!

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Tipp fürs Vorstellungsgespräch: „Seid nett zu jedem in der Firma.“

Als die Personalchefin den nichtsahnenden Bewerber schließlich in den Konferenzraum gerufen hatte, zeigte sich dieser plötzlich „freundlich, offen und entspannt“. Doch seine abrupte Verwandlung nützte ihm nichts, die HR-Chefin ging hart mit ihm ins Gericht. Sie erklärte ihm, dass jede einzelne Person im Team Wertschätzung und Respekt verdiene – und erklärte das Bewerbungsgespräch damit für beendet. Das nächste mal sollte er sich besser den Ratschlag des Mitarbeiters zu Herzen nehmen: „Seid nett zu jedem in der Firma.“

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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