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Erste Impfzertifikate laufen ab: Wann Urlauber handeln müssen

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Von: Franziska Kaindl

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Auf einem Smartphone ist das digitale Impfzertifikat zu sehen.
Die ersten Impfzertifikate werden schon bald ablaufen. © Christian Ohde/Imago

Mit dem Nachweis einer Corona-Impfung lässt sich aktuell in die meisten Urlaubsländer recht unkompliziert einreisen. Doch die ersten Impfzertifikate laufen demnächst ab.

Das digitale Impfzertifikat war für viele eine ganze Weile lang ein ständiger Begleiter – zum Beispiel bei Besuchen von Restaurants, Kinos oder anderen Einrichtungen. Mittlerweile braucht es den Impfnachweis innerhalb Deutschlands allerdings kaum noch. Die Corona-Maßnahmen wurden so weit gelockert, dass der Zutritt zu Geschäften und Freizeiteinrichtungen größtenteils ohne 3G-Nachweis erlaubt ist. Beim Verreisen sieht es aber noch anders aus: So verlangen unter anderem Italien und Spanien bei der Einreise den Nachweis einer Impfung, Genesung oder Testung. Einigen Deutschen dürfte daher der Schreck in die Glieder fahren, wenn demnächst die ersten Zertifikate ablaufen. Ob und wie Sie in diesem Fall handeln müssen, erfahren Sie hier.

Warum laufen die digitalen Impfzertifikate ab?

Wenn demnächst die ersten digitalen Impfzertifikate ablaufen, hängt das nicht damit zusammen, dass der Impfschutz plötzlich erlischt. Es handelt sich um ein rein technisches Ablaufdatum, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite erklärt. Dieses bezieht sich auf den Zeitpunkt der Zertifikat-Ausstellung, dessen Gültigkeit auf 365 Tage begrenzt ist. Da vor ungefähr einem Jahr die ersten Impfungen vervollständigt wurden, dürften also nach und nach die ersten Impfzertifikate auslaufen. Das heißt aber nicht, dass Nutzer der CovPass-App plötzlich von einem ungültigen Impfzertifikat überrascht werden: „Für alle relevanten Zertifikate erhalten Sie dazu 28 Tage vor Ablauf eine Mitteilung in der CovPass-App“, heißt es auf der Webseite zur App.

Impfzertifikat läuft ab: Was ist zu tun?

Um auf Reisen gehen zu können, sind Urlauber darauf angewiesen, dass das digitale Impfzertifikat funktioniert. Denn das gelbe Impfbuch wird nicht überall als Impfnachweis akzeptiert. Für die Einreise nach Griechenland durfte zum Beispiel das Impfheft vorgelegt werden, doch innerhalb des Landes war es laut Informationen des Auswärtigen Amtes nicht ausreichend. (Mittlerweile wurden die 3G-Regeln in Griechenland ausgesetzt).

Auch bei Geboosterten könnte das Impfzertifikat ein Jahr nach der letzten Impfung ablaufen – obwohl ein Zertifikat mit Auffrischimpfung für Reisen innerhalb der EU eigentlich zeitlich unbegrenzt gültig ist. Laut Focus Online beruhigt das Bundesgesundheitsministerium hier: Betroffene müssen zunächst nichts unternehmen, da noch vor Ablauf der Zertifikate ein Update der App zur Verfügung gestellt werden soll. Die Neuausstellung des Zertifikats können Nutzer dann innerhalb der App selbst durchführen. Ein Gang zum Arzt oder zur Apotheke sind damit nicht nötig. Wer es jedoch eilig hat und aufgrund einer baldigen Reise nicht auf das Update warten will, kann sich für die Aktualisierung des Zertifikats dennoch an eine Apotheke wenden.

Wie lange sind Impfzertifikate gültig?

Während das technische Ablaufdatum für den Impfschutz keine Rolle spielt, müssen Reisende darauf achten, dass die Zertifikate innerhalb der EU eine einheitliche Gültigkeit haben: Nach der Grundimmunisierung wird das EU-Impfzertifikat 270 Tage akzeptiert. Danach werden Reisende ohne Auffrischimpfung bei der Einreise in andere EU-Länder als Ungeimpfte eingestuft. Wenn ein Booster vorhanden ist, ist das Zertifikat nach aktuellem Stand ohne zeitliche Begrenzung gültig (s. oben). Reisende sollten aber dennoch vorsichtig sein: In manchen Ländern gelten unterschiedliche Bestimmungen bezüglich der Gültigkeit der Zertifikate, wenn es um die Einreise und den Besuch von Freizeiteinrichtungen innerhalb des Landes geht. Italien erlaubte zum Beispiel bei der Einreise ein Zertifikat, das neun Monate alt war, für den Zutritt zu Gastronomien waren aber lange Zeit nur ein maximal sechs Monate alter Nachweis erlaubt. Die Zugangsbeschränkungen im Land wurden mittlerweile aufgehoben. (fk)

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