Nachbarland von NRW

Niederlande jetzt Hochinzidenzgebiet - Kontrollen an Grenzen: Das müssen Reisende wissen

Warnung vor Ausflügen in die Niederlande: Das Nachbarland von NRW und eins der beliebtesten Reiseziele vieler Menschen in Nordrhein-Westfalen ist zum Hochinzidenzgebiet erklärt worden.

NRW - Die Bundesregierung stuft die Niederlande nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Grund dafür sind die hohen Corona-Zahlen im Nachbarland von NRW. Damit werden Reisen ab Dienstag schwieriger. (News zum Coronavirus)

LandNiederlande
RegierungschefMinisterpräsident Mark Rutte
Einwohner17.474.693 (Stand: 1. Januar 2021)[

Niederlande sind Hochinzidenzgebiet: Corona-Zahlen wachsen rasant in NRWs Nachbarland

Mit der Einstufung als Hochinzidenzgebiet gelten die Niederlande jetzt als ein Risikogebiet mit besonderes hohem Infektionsrisiko. Die Bundesregierung sprach die Warnung für das gesamte Land aus, ebenso für die autonomen Kändern und die überseeischen Teile des Königsreichs der Niederlande.

Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekanntgab. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

NRW kündigte an, dass die Einhaltung der Testpflicht durch Stichprobenkontrollen der Polizei überprüft wird. Ab Dienstag gelte bei der Einreise aus dem Nachbarland die Pflicht zum Mitführen eines aktuellen Testnachweises, teilte die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am Sonntag in Düsseldorf mit. Der Test dürfe höchstens 48 Stunden alt sein. Für Pendler, die wegen Beruf, Studium oder Ausbildung regelmäßig die Grenze überqueren, sei ein negativer Test 72 Stunden gültig. Diese Gruppe muss sich bis zu zwei Mal pro Woche testen lassen.

Niederlande sind Hochinzidenzgebiet: Testpflicht und Anmeldung

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erklärte, nach der Einstufung der Niederlande müsse der Grenzverkehr auf das Notwendige reduziert werden. „Die Testpflicht für Einreisende ist ein wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung“, sagte er. Für den grenzüberschreitenden Lebensalltag von Pendlern sei eine Lösung gefunden, die der pandemischen Lage und der Lebenswirklichkeit der Menschen gerecht werde. Die Grenze zwischen NRW und den Niederlanden ist 400 Kilometer lang. Zehntausende pendeln zur Arbeit über die Grenze.

Zusätzlich zur Testpflicht gibt es eine Anmeldepflicht für Einreisende aus den Niederlanden. Die Anmeldung muss vor Ankunft auf der Internetseite www.einreiseanmeldung.de erfolgen. Davon ausgenommen sind Durchreisende und Menschen, deren Aufenthalt weniger als 24 Stunden dauert.

Niederlande sind Hochinzidenzgebiet: Bundesregierung stuft 26 Länder als Risikogebiete ein

Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzenden Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) eingestuft wird. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet, Einreisende mussten erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen können.

Von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands sind ab Dienstag mit den Niederlanden 13 als Hochinzidenz- und 13 ganz oder teilweise als Risikogebiete eingestuft. Die Niederlande mit rund 17 Millionen Einwohnern befinden sich seit Mitte Dezember in einem Lockdown, seit Ende Januar gilt auch eine abendliche Ausgangssperre. Dennoch nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Die Regierung hat bereits angekündigt, dass nicht mit einer schnellen Lockerung der Maßnahmen zu rechnen sei.

Niederlande sind Hochinzidenzgebiet: Wert liegt bei 300

Zuletzt waren am Samstag 7682 neue Infektionen registriert worden, 413 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatten bereits am Karfreitag vor grenzüberschreitendem Reiseverkehr an Ostern gewarnt. „Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland“, appellierten sie in einer gemeinsamen Erklärung an die Bürger. Das sei ein wichtiger Beitrag, um wirklich notwendigen Grenzverkehr so reibungslos wie möglich sicherzustellen. Was unbedingt nötig sei, könne weiterhin im Nachbarland erledigt werden. „Lassen Sie uns mit Verständnis und rücksichtsvollem Verhalten dieses Jahr zu einem Anfang vom Ende der Pandemie machen“, baten Laschet und Rutte.

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