Aufgepasst

Corona-Zahlen in beliebtem Urlaubsland steigen rapide an – so hoch wie seit April nicht mehr

Strandbesucher gehen über einen verlassenen Strand. Im Vordergrund sind von der Sonne angestrahlte Felsen an der Küste zu sehen.
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In Portugal können Urlauber im Herbst nochmal Sonne tanken. Doch es gelten verschärfte Corona-Maßnahmen – und der Großraum Lissabon sollte gemieden werden.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im beliebten Urlaubsland Portugal weiter gestiegen. Nun hat die Zahl der Neuinfektionen ein Niveau erreicht wie seit April nicht mehr.

Portugal: Rapider Anstieg der Corona-Fallzahlen im Großraum Lissabon

Update vom 9. Oktober 2020: Ursprünglich war Portugal eines der weniger stark betroffenen Ländern in der Corona-Pandemie. Seit den Sommermonaten steigen die Fallzahlen nun rapide an, sodass die Regierung am 15. September die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstärkte. Auch das Robert Koch-Institut rief den Großraum Lissabon am 23. September zum Risikogebiet aus. Doch die Zahlen steigen weiterhin: Am 8. Oktober kam es laut Daten der Gesundheitsbehörde DSG mit 1.278 Neuinfektionen zum bisher zweithöchsten täglichen Anstieg an Corona-Fällen seit dem 10. April (1.516 Neuinfektionen). Neben Lissabon ist weiterhin der Norden ein Krisen-Herd. Das Auswärtige Amt warnt bisher vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Metropolregion Lissabon“.

Steigende Corona-Zahlen in Portugal: Regierung verschärft Maßnahmen – bis zu 5.000 Euro Strafe möglich

Originalmeldung vom 18. September 2020: Bisher blieb Portugal von großen Infektionswellen mit dem Coronavirus verschont – ganz im Gegensatz zum Nachbarn Spanien*. Nun steigen aber die Fallzahlen seit einigen Tagen moderat an: Während es am 25. August nur 123 neue gemeldete Fälle waren, kamen am 17. September schon 770 Neu-Infektionen dazu, wie die Statistik des European Centre for Disease Control and Prevention zeigt. Regionaler Schwerpunkt ist laut Auswärtigem Amt Lissabon, gefolgt vom Norden.

Portugal-Urlaub: Ist die Einreise noch erlaubt?

Derzeit gibt es keine Einreise-Beschränkungen für Deutsche, die auf dem Luft- oder Landweg nach Portugal reisen. Ebenso besteht noch keine Verpflichtung zur Quarantäne bei einer Rückkehr nach Deutschland. Allerdings müssen Reisende Angaben zu ihrem Zielort, dem Reisegrund und zu ihrer Erreichbarkeit – auch während des Aufenthalts in Portugal – machen. Die Einreisekarte wird von den Fluggesellschaften einbehalten und dient zur Nachverfolgbarkeit bei Covid-19-Fällen.

Außerdem wird bei allen Einreisenden per Infrarot die Körpertemperatur gemessen. Bei einer Temperatur von über 38 Grad Celsius ist mit wetieren Untersuchungen und Maßnahmen durch die Gesundheitsbehörden zu rechnen, zum Beispiel in Form einer Quarantäne.

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Urlaub 2020: Diese Corona-Maßnahmen gelten aktuell in Portugal – bis zu 5.000 Euro Strafe möglich

Die portugiesische Regierung reagiert auf die gestiegenen Corona-Fallzahlen zudem mit verschärften Maßnahmen im öffentlichen Leben. Laut den Behörden gelten seit dem 15. September folgende Regeln:

  • Maximal zehn Personen dürfen sich treffen.
  • Gewerbliche Einrichtung dürfen erst ab 10 Uhr öffnen (Ausnahmen: Cafés, Konditoreien, Friseursalons und Fitnessstudios).
  • Gewerbliche Einrichtungen müssen zwischen 20 und 23 Uhr schließen (je nach Regeln der jeweiligen Gemeinde).
  • In Gastronomiebereichen von Einkaufszentren sind maximal Gruppen von 4 Personen erlaubt.
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten.
  • Verkauf von alkoholischen Getränken an Tankstellen ist verboten.
  • Ab 20 Uhr ist der Verkauf alkoholischer Getränke nur noch in Restaurants erlaubt.
  • Öffentliche Sportanlagen dürfen nicht genutzt werden.

Neben diesen neuen Maßnahmen ist zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften Pflicht. Weiterhin muss ein Mindestabstand von zwei Metern im öffentlichen Raum gehalten werden. An Stränden müssen Personen, die nicht einem Haushalt angehören, einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten. Bei einem Verstoß droht Einzelpersonen eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro – bei Gruppen können es bis zu 5.000 Euro werden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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