Drei-Stufen-Plan

Regeln für Ski-Urlaub in Österreich festgelegt - sie könnten noch strenger werden

Für den Ski-Urlaub in Österreich gelten in der Wintersaison bestimmte Corona-Regeln. Sie könnten noch strenger werden. Der Maßstab ist nicht die Inzidenz.

Hamm - Es geht immer weiter auf die kalte Jahreszeit zu. Ski-Liebhaber dürften den kalten Monaten schon entgegenfiebern. Endlich wieder in den Urlaub und auf die Piste - vor allem durch die Einschränkungen durch das Coronavirus - vor allem für Touristen. In der kommenden Wintersport-Saison kann es wieder losgehen - jedoch unter Einhaltung strenger Regeln.

Regeln für Ski-Urlaub in Österreich festgelegt - sie könnten noch strenger werden

Denn in Österreich gilt fortan auf den Skipisten des Landes die 3G-Regel, wie die Regierung in Wien bekanntgab. Die deutschen Seilbahn-Betreiber bereiten sich ebenfalls darauf vor, dass sie nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern werden, wie der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte mitteilte.

Doch zurück zum Skifahren in Österreich. Dort sind auch noch andere Regeln zu beachten. Es wird zwar keine Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen für Skilifte geben. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske hingegen schon.

Es kann jedoch zu Verschärfungen dieser Maßnahmen kommen - und zwar dann, wenn die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigt. Dies würde dann in erster Linie Ungeimpfte treffen. „Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird“, sagte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

Ski-Urlaub in Österreich: Ausweitung der 2G-Regel möglich

Derzeit sind rund 200 Intensivbetten in Österreich mit Covid-19-Patienten belegt. Wenn die Zahl auf 300 steigt, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Lokale mehr besuchen - auch nicht mit negativem Corona-Testergebnis, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Ab dieser Stufe dürfen Seilbahnen, Gastronomie und Hotels außerdem keine Selbsttests mehr akzeptieren.

Ab einer Intensiv-Auslastung von 400 Betten müssen Ungeimpfte negative PCR-Tests vorweisen. Die weniger genauen Antigentests reichen dann nicht mehr aus. Falls sich die Lage noch mehr zuspitzt, stellte die Regierung die Ausweitung der 2G-Regel - Geimpft oder Genesen - auf weitere Bereiche in den Raum.

Corona-Regeln für Ski-Urlaub in Österreich: Das ist der Drei-Stufen-Plan

  • Stufe 1 - Auslastung von 200 Intensivbetten: 3-Regel für Wintersportler. FFP2-Maskenpflicht in Liften, ber keine Abstandsregeln oder Kapazitätsbegrenzungen.
  • Stufe 2 - Auslastung von 300 bis 400 Intensivbetten: Aprés-Ski-Lokale nur für Geimpfte und Genesene. Seilbahnen, Gastronomie und Hotels dürfen keien Selbsttests akzeptieren.
  • Stufe 3 - Auslastung von über 400 Intensivbetten: PCR-Testpflicht für Ungeimpfte. Ausweitung der 2G-Regel möglich, sollten die Fälle weiter steigen.

Vorher ist aber unklar, wie an den Seilbahnen die 3G-Regel ohne langes Anstellen kontrolliert werden soll. An einer Lösung werde noch gearbeitet, hieß es vom Tourismusministerium. So könnte zum Beispiel der Online-Verkauf von Liftkarten an eine automatisierte Kontrolle des Corona-Status gekoppelt werden.

Ziel sei es, „dass Österreich nicht wieder mit Reisewarnungen belegt wird“, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Skitourismus ist in Österreich ein wichtiger Wirtschaftszweig. Mehr als die Hälfte aller Winter-Urlaube in Europa finden laut Köstingers Ministerium in Österreich statt. Dabei spielen Urlauber aus Deutschland eine wichtige Rolle: Vor der Pandemie entfielen in der Wintersaison 2018/19 fast 37 Prozent der Übernachtungen auf Deutsche. Die Saison 2020/21 war laut Köstinger ein „Totalausfall“. Dies soll sich möglichst nicht wiederholen. (mg mit dpa)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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