Geld sparen

So senken Sie effektiv die Ausgaben im Haushalt

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Gewusst, wie: Einige Kostenfaktoren lassen sich deutlich senken.

Lebensmittel, Kleidung, Auto, Wohnungsmiete – diese und andere Posten verursachen jeden Monat hohe Ausgaben. Da bleibt für die meisten Verbraucher nur wenig Geld für Freizeitaktivitäten und andere Spaßfaktoren übrig, geschweige denn zum Ansparen für Notfälle oder das Rentenalter.

Die folgenden Spartipps sollen Ihnen dabei helfen etwas sorgenfreier in die Zukunft zu schauen.

Kostenfaktor Lebensmittel

Jedes Jahr landen in Deutschland rund fünf Tonnen Lebensmittel in den Mülltonnen – und das allein in den Privathaushalten. Das muss aber nicht sein. Mit kleinen Änderungen im Alltag sparen Sie eine Menge Müll und Ausgaben.

Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, den wöchentlichen Großeinkauf gut zu planen. Überlegen Sie vor dem Einkauf, was Sie die Woche über alles (ver-)brauchen werden und schreiben Sie alles auf eine Einkaufsliste. Ein Wochenplan hilft dabei festzulegen, was an welchem Wochentag gekocht werden soll. Wichtig ist natürlich, dass Sie sich beim Einkaufen an Ihre Liste halten und Angeboten und anderen Versuchungen des Supermarktes möglichst widerstehen. Denn genau diese Verlockungen sind es meistens, die den Einkauf teuer machen.

Ein vorgeplanter Wochenverbrauch hilft auch gegen zu viel Müll. Gerade bei leichtverderblichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse sollten Sie richtig abschätzen, welche Mengen Sie in welcher Zeit verbrauchen. Vorratskäufe lohnen sich nur bei Lebensmitteln, die lange haltbar sind. Alles andere verursacht meist höhere Kosten, weil zwischendurch vieles weggeworfen und neu gekauft werden muss.

Gleiches gilt für die Lebensmittel, die nur im Müll landen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Dabei ist das MHD lediglich eine Garantie dafür, dass das Produkt auf jeden Fall bis zu dem aufgedruckten Datum genießbar ist. Die meisten Lebensmittel können Sie aber bedenkenlos auch noch mehrere Tage oder Wochen später verzehren.

Kostenfaktor Wohnung

An Mietpreisen lässt sich nur selten etwas machen. Was Sie jedoch beeinflussen können, ist die Höhe der Nebenkosten, die jeden Monat anfallen. Sie setzen sich zusammen aus dem Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser.

Strom

Moderne Haushalte verfügen über immer mehr technischen Geräte, gleichzeitig steigen die Stromkosten immer weiter an. Doch Computer, Fernseher, Stereoanlage und Co. verbrauchen leider nicht nur während des Gebrauchs Strom, sondern auch dann, wenn sie eigentlich ausgeschaltet sind. Das Problem ist der Standby-Modus. Die Lösung sind Einzelsteckdosen oder Steckdosenleisten mit einem separaten Schalter, mit dem Sie die Stromversorgung der Geräte kappen und dadurch eine Menge Geld sparen können.

Generell sollten Sie darauf achten, dass Elektrogeräte eine gute Energieeffizienzklasse haben, also A++ oder A+++. Besonders wichtig ist das bei Großgeräten wie Waschmaschine, Kühlschrank und Spülmaschine. Lampen sollten LED- oder Halogenleuchtmittel haben.

Eine weitere Möglichkeit, um Strom zu sparen, besteht darin, das Licht im Außen- und Innenbereich per Zeitschalter zu regulieren, anstatt über Stunden Lampen anzulassen, die eigentlich gerade nicht benötigt werden. So schalten sich Dämmerungsschalter automatisch ein oder aus, je nachdem, welche Lichtstärke der eingebaute Sensor misst. Mit Zeitschaltuhren können Sie einstellen, welche Beleuchtung zu welcher Uhrzeit an- oder ausgehen soll. Außerdem lassen sich damit auch andere Funktionen teilautomatisieren.

Heizung

Auch beim Heizen der Wohnräume können Sie viel Geld einsparen. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist die Raumtemperatur um wenige Grad zu senken. Schon ein Grad weniger macht einen deutlichen Kostenunterschied. Viele Verbraucher heizen alle Räume auf die gleiche Temperatur, dabei werden sie für unterschiedliche Zwecke genutzt, die unterschiedliche Temperaturen erfordern.

So sieht die offizielle Empfehlung für die idealen Raumtemperaturen aus:

  • Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer: 20 Grad
  • Badezimme: 22 Grad
  • Schlafzimmer: 18 Grad
  • Küche: 18 Grad

Außerdem spart es einiges an Heizkosten, wenn Sie richtig lüften. Öffnen Sie mehrmals täglich für zehn Minuten die Fenster und Türen zum Stoßlüften, sodass die Luft richtig zirkulieren kann. In dieser Zeit bleibt die Raumwärme weitestgehend erhalten und es wird kaum Energie gebraucht, um die Zimmer wieder aufzuheizen. Durch richtiges Lüften schützen Sie die Wohnräume auch vor Schimmelbefall.

Wasser

Senken Sie Ihren Wasser- und Energieverbrauch, indem Sie die Waschmaschine immer voll machen und bei so niedrigen Temperaturen wie möglich waschen. Auch die Spülmaschine sollte immer gut gefüllt sein, um das viele Wasser nicht nur für eine halbe Ladung zu verschwenden.

Beim Duschen und Zähneputzen muss das Wasser nicht permanent laufen, sondern sollte lieber abgestellt werden, wenn Sie es gerade nicht benötigen. Generell schont es den Wasserzähler, wenn Sie häufiger duschen statt baden. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Dichtungen und Dämmungen in Küche, Bad und Waschraum noch intakt sind, damit dort kein Wasser austreten kann.

Kostenfaktor Auto

So ein eigenes Auto ist sehr praktisch, aber auch eine kostspielige Angelegenheit: Neben den Fixkosten für Sprit, Kfz-Versicherung und TÜV fallen regelmäßig auch Kosten für neue Reifen, Scheibenwischer und die Inspektion an. Je nach Verschleiß und Alter des Autos kommen schließlich immer mal wieder noch Reparaturkosten dazu.

Ein paar dieser Posten können Sie beeinflussen, sodass dafür geringere Ausgaben fällig sind. Angefangen bei den Spritkosten. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder anderen Tätigkeiten – meistens kommt das Auto zum Einsatz, selbst bei kurzen Strecken. Bewältigen Sie solche Wege so oft es geht zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das spart viel Sprit und schont die Verschleißteile des Autos. Eine vorausschauende und angemessene Fahrweise trägt ebenfalls zu einem geringeren Spritverbrauch bei.

Wer bei der Kfz-Versicherung im angegeben Rahmen bezüglich der jährlichen Kilometerzahl bleibt oder sogar darunter liegt, muss hierbei keine Mehrkosten fürchten oder bezahlt sogar weniger als zuvor. Regelmäßige Wartungen am Auto wie das Überprüfen der Kühlflüssigkeit, des Reifendrucks und des Motoröls sind nicht nur eine Frage der Fahrsicherheit. Sie bewahren außerdem das Auto vor größeren Schäden und Sie vor teuren Reparaturen. Manche Arbeiten wie das Wechseln der Reifen oder der Austausch der Abblendleuchte können Sie auch selbst erledigen, sodass Sie sich die Werkstattkosten sparen können.

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