Der Trend geht zur gemeinnützigen GmbH

Bei einer gemeinnützigen Gemeinschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft. Das Unternehmen ist von der Gewerbesteuer und der Körperschaftssteuer befreit und unterstützt mit den erzielten Erträgen gemeinnützige Zwecke. Die Rechtsform steht damit in direkter Konkurrenz zu einem eingetragenen Verein oder einer gemeinnützigen Gesellschaft. In den letzten Jahren wurde diese Form der Kapitalgesellschaft immer beliebter. Grund dafür sind einige Gerichtsurteile, die eingetragene Vereine in wirtschaftlichen Branchen einschränken

Um möglichst viele Steuervorteile zu genießen, muss eine gGmbH die Gemeinnützigkeit vorweisen. Niedergeschrieben werden diese Verpflichtungen in der Satzung der gemeinnützigen GmbH. Unter anderem muss sich das Unternehmen dazu verpflichten, erzielte Erträge komplett an einen gemeinnützigen Zweck oder an mehrere gemeinnützige Zwecke abzugeben. Gesellschafter profitieren dadurch nicht von einer Ausschüttung der Erträge. Rechtlich gesehen unterliegt eine gemeinnützige GmbH den Vorschriften des GmbH-Gesetzes und denen des Handelsgesetzbuchs.

In welchen Bereichen sind gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung besonders gut geeignet?

Seit den Gerichtsurteilen über eingetragene Vereine, sind gGmbHs im Trend. Besonders häufig kommen sie bei Bildungsinstituten vor. Beispielsweise bei Kindergärten, Schulen oder Kindertagesstätten. Sie fördern dann häufig die Forschung und Bildung im Allgemeinen. Natürlich gibt es auch andere Branchen, in denen es gGmbHs gibt. Zum Beispiel religiöse oder kulturelle Einrichtungen. 

Welche Vorteile hat eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung?

Es gibt vielfältige Vorteile einer gemeinnützigen GmbH, natürlich zählt dazu auch der Steuervorteil. Da es sich um eine abgewandelte Form einer „normalen“ GmbH handelt, ist eine persönliche Haftung ausgeschlossen. Eine gGmbH kann neu gegründet werden, es ist aber auch möglich, eine bestehende gemeinnützige Rechtsform in eine gGmbH umzuwandeln. Diese Form der Kapitalgesellschaft ist wegen des gemeinnützigen Hintergrunds besonders attraktiv für mögliche Sponsoren und andere Unterstützer. Ein großer Unterschied zum einem eingetragenen Verein ist, dass die Gesellschafter großen Einfluss auf die gemeinnützige GmbHs haben. Weil die Rechtsform verschiedene Vorschriften befolgen muss, besteht eine Bilanzierungspflicht. Dadurch entsteht ein transparentes Unternehmen, welches für Investoren attraktiver ist, als andere gemeinnützige Gemeinschaften. Ein Geschäftsführer einer gGmbH darf zwar keine Gewinnausschüttung einziehen, allerdings ist es als Geschäftsführer legal, ein (gutes) Gehalt zu beziehen.

Bei einer Gründung einer gGmbH gibt es verschiedene Anlaufstellen, die einem helfen können. Es ist sinnvoll Rechtsanwälte oder/ und Steuerberater zu Rate zu ziehen. Sie können hilfreiche Tipps geben und den Gründer bei seinem Vorhaben unterstützen. Ansprechpartner können durch eine kurze Recherche im Internet gefunden werden. Vor allem unerfahrene Geschäftsleute sollten sich Hilfe suchen, weil ein solches Projekt einen großen Aufwand erfordert. Außerdem gibt es viele mögliche Fehlerquellen.

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