Vermeintlich sichere Geldanlage

Lebensversicherungen sind besser als ihr Ruf. Wer den Zinsverlust gegen sie ins Feld führen will, muss bedenken, dass es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt. Wer behauptet, dass die Politik ihre Geschäfte über die Staatspapiere der Versicherer refinanziert, hat so unrecht nicht, doch das liegt im System begründet. Der Verbraucher jedenfalls sitzt auf Unmengen angehäufter Sparbeiträge, ohne wirklich zu wissen, was er damit anfangen soll. Der Rückkaufswert ist in der Regel mit noch größeren Verlusten behaftet, wer seine Versicherung verkaufen will, läuft Gefahr, dass abgegebene Garantieversprechen nicht eingehalten werden können.

In einer solch vertrackten Situation kann es gar nicht schaden, das Thema mit möglichst kühlem Kopf von allen Seiten zu betrachten. Eine Hilfestellung dazu bietet mit sicherer Verbindung ein Besuch der Webseite www.policendirekt.de. In der angeschlossenen Mediathek werden verschiedene Aspekte mit schonungsloser Offenheit beleuchtet, plausible Begründungen angeführt, Argumente ausgetauscht und auch überzeugende Antworten auf drängende Fragen gegeben. Dass ein Zweitmarkt für unrentabel gewordene Versicherungen überhaupt entstehen konnte, liegt wohl daran, dass der primäre Sektor offensichtlich und endgültig an seine Grenzen gestoßen ist. In Deutschland nahezu wertlos gewordene Papiere anderswo gewinnbringend zu veräußern, ist an sich der einzige Ausweg in verfahrener Lage. Dennoch heißt es, mit Vorsicht zu Werke zu gehen.

Vage Hoffnung schöpfen

So sicher, wie der in Ehren ergraute damalige Arbeitsminister Norbert Blüm dereinst behauptet hat, sind die Renten längst nicht mehr. Wer Politikerversprechen heute noch Glauben schenkt, kann nur als naiv betrachtet werden. Da braucht man doch nur einen Blick in die europäischen Krisenländer zu werfen. Und überhaupt: die Krise! Wer hat sie denn gemacht, verschuldet und beschönigt? Viel unseriöser kann ein Verkauf der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt kaum sein. Man muss halt wissen, worauf man sich verlassen will. Tröstlich ist für manchen schon die Hoffnung, ein wenig mehr herauszuschlagen als das, was ihm automatisch blüht. Zu erwarten steht, dass der sogenannte Graumarkt mit der Zeit weißer gewaschen wird, stellt er doch die bislang einzige Alternative dar. Sicher gibt es schwarze Schafe, wenn die Versuchung groß ist. Ohne Risiken ist kein Geschäft zu machen, doch mit der Zeit regelt sich ein neuer Markt von selbst. Wenn er sich etablieren soll, muss über kurz oder lang die Spreu vom Weizen getrennt werden. Hellhörig sollte man sein, wenn Renditeversprechen realistische Maßstäbe vermissen lassen, Ratenzahlungen angeboten und Gebühren erhoben werden, die so schleierhaft sind wie die so mancher Bank. Ein ehrlicher Berater legt die Karten auf den Tisch.

Keine Chance ohne Risiko

Kann man denn den Verbraucherschützern eigentlich noch trauen? Nachdem selbst die Bundesregierung zum Policenverkauf geraten hat, sind sie doch zunehmend stark in deren Fahrwasser geraten. Ob sie aber tatsächlich aufklären können und das auch wollen, bleibt doch zu fragen. Denn: Wer Geld anlegen möchte, muss sich mit den Gesetzen der Finanzmärkte auskennen, und da sind die Profis anderen gegenüber immer einen Schritt voraus. Verbände bemühen sich darum, einheitliche Kriterien durchzusetzen, doch auch sie leben davon, dass sie es tun. Der verunsicherte Verbraucher tut gut daran, sich auf sich selbst zu verlassen und zu fragen, wie er in seine Lage geraten konnte. Chancen nutzen kann man nicht, wenn man die damit verbundenen Gefahren scheut. Dennoch gilt es, ein Gespür dafür zu entwickeln, wer nur die Notlage eines anderen ausnutzen möchte, anstatt aus der Not eine Tugend zu machen. Je mehr Gedanken man sich darum macht, desto mehr Zeit vergeht dabei, wertvolle Zeit, die man auch für andere Dinge nutzen könnte. Wem danach ist, der setzt eben alles auf eine Karte und darf sich nicht beklagen, wenn das befürchtete Fiasko nicht ausbleibt. Andere stecken gleich auf oder gehen so behutsam wie möglich vor, ohne die Geduld zu verlieren.

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