Wenn Hobby und Beruf verschmelzen – Berufe mit Musik

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Musik ist inspirierend und fantasievoll. Aber kann man damit auch Geld verdienen? Welche Berufe gibt es zum Thema Musik? Musikberufe sind Tätigkeiten, die entweder mit der Aufnahme- oder Wiedergabe von Musik oder mit Aufführungen zu tun haben. Sie produzieren und reproduzieren. Es gibt unzählige Berufe, die mit dem Thema Musik zu tun haben – man muss also nicht unbedingt Sänger sein oder ein Instrument beherrschen. Doch eines ist allen Berufen gemein: Voraussetzung ist Talent und ein gutes Gefühl für Rhythmus.

Tontechniker – gutes Gehör Grundvoraussetzung

Tontechniker sorgen bei Radio und Film oder in Tonstudios für den perfekten Sound. Sie finden das richtige Mikrofon für das Konzert und sorgrn für runde Klangmischungen in den Studios. Sind die Instrumente auf dem Konzert gut aufeinander abgestimmt, ist das Zuhören ein Genuss. Tontechniker arbeiten hinter den Kulissen bei Rundfunksender, auf Konzerten und bei Film- und Fernsehproduktionen. Sie sind aber auch bei Plattenfirmen und im Theater zu finden.

Die Ausbildung zum Tontechniker ist gebührenpflichtig. Sie dauert in der Regel ein Jahr. Wer Abitur besitzt, kann auch an einer Uni Toningenieurwissenschaften studieren, allerdings sind die Plätze rar. Neben privaten Schulen und der Universität gibt es noch eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter Ton und Bild. Diese wird in einem Ausbildungsbetrieb durchgeführt und die Chancen bei solch einer betrieblichen Ausbildung sind höher, nach der Ausbildung eine Festanstellung zu erhalten. Ausbildungsplätze werden von Tonstudios und bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angeboten.

Ausbildung zum Tontechniker – kein bestimmter Schulabschluss notwendig

Angehende Tontechniker benötigen keinen bestimmten Schulabschluss, aber die meisten Ausbildungsbetriebe wünschen mindestens die Mittlere Reife. Wichtiger als ein Schulabschluss ist jedoch die musikalische Begabung. Daher müssen in den Tontechniker-Schulen die Bewerber zunächst eine Eignungsprüfung absolvieren und dabei beispielsweise verschiedene Musikstile auseinanderhalten. Der Beruf des Tontechnikers besteht immerhin zu 80 Prozent aus Erfahrung und nur zu 20 Prozent aus Theorie. In der Theorie beschäftigen sich Tontechniker beispielsweise mit der Frage, welches Mikro eher für Drums und welches besser für Gesang verwendet wird. Im praktischen Teil erzeugen Tontechniker zum Beispiel an Mischpult- und Computerplätze musikalische Effekte wie Hall.

Das Einstiegsgehalt eines ausgebildeten Tontechnikers beträgt etwa 1.500 Euro brutto. Die Anzahl der Arbeitsplätze ist sehr begrenzt. Sehr viele Tontechniker arbeiten deshalb als Freiberufler. Hier liegt die Tagesgage bei etwa 250 bis 500 Euro. Dabei ist allerdings einzukalkulieren, dass ein Tontechniker nur einige Tage im Monat im Einsatz ist. Nach der Ausbildung kann auch eine Weiterbildung erfolgen, beispielsweise zum Fachmeister Veranstaltungssicherheit oder Meister für Veranstaltungstechnik.

Musikberufe sind vielfältig, doch alle setzen Talent voraus

Die Auswahl an anderen Musikberufen, neben dem zuvor genannten Tontechniker, ist vielfältig: Sie erledigen Tätigkeiten, die für Aufnahme und Wiedergabe von Musikstücken und Liveaufführungen ausgeübt werden müssen. Einige Berufe sind teilweise nur unmittelbar mit der Musik befasst und üben technische oder administrative Tätigkeiten aus. Folgende Musikberufe gibt es noch:

  1. Audio-Designer
  2. DJ
  3. Instrumentalist
  4. Live-Musiker
  5. Instrumentallehrer
  6. Instrumentalbauer
  7. Dirigent
  8. Kapellmeister
  9. Musikdirektor
  10. Musikerzieher
  11. Kirchenmusiker
  12. Stimmbildner
  13. Komponist
  14. Musikhändler
  15. Musikverleger
  16. Produzent
  17. Sänger
  18. Tontechniker

Tipp: Im Sauerland bietet die Musik-Academy private Musikausbildung für die Fachbereiche Rock, Pop und Jazz.

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