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Maden in der Mülltonne: Hilfreiche Tipps gegen die eklige Plage

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Von: Lisa Bender

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Maden in der Biotonne sind alles andere als appetitlich. Auch der Gestank im Sommer ist oft kaum auszuhalten. Einfache Tricks helfen, der Plage vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

Dortmund – Ekel-Alarm im Sommer! Sobald die Temperaturen im Sommer steigen, steigt auch die Anzahl der Maden in der Biotonne. Doch das ist längst nicht alles. Schimmelpilze sprießen, tausende Fliegen schwirren umher und es stinkt ohne Ende. Der Biomüll kann zu einer regelrechten Plage eines jeden Haushaltes in der warmen Jahreszeit werden. RUHR24* hat aber einige Hausmittel und Tipps, die helfen, das Drama mit der Biotonne zu beenden.

BiomüllOrganischer Abfall tierischer oder pflanzlicher Herkunft, der in einem Haushalt anfällt
Das gehört in die BiotonneU.a. Essensreste, Rasenschnitt, Gartenabfälle
Das gehört nicht in die BiotonneU.a. Exkremente von Tieren, Kadaver, Medikamente, Papier, Asche

Biotonne im Sommer: Das Problem mit den Maden beginnt in der Küche

Wer wirklich etwas gegen Maden und Gestank in der Biotonne unternehmen will, der muss schon einen Schritt vorher anfangen: und zwar in der Küche. Denn schon der Biomüll in der Küche ist ein reiner Magnet für allerlei Getier. So können sich Fruchtfliegen* munter vermehren, aber auch andere lästige Fliegen werden von Speiseresten magisch angezogen.

Deckt man den Biomüll in der Küche nicht ab, können die Insekten dort ihre Eier ablegen. Und der Fliegen-Nachwuchs fühlt sich ebenfalls zwischen Obstschalen, Brotresten und Fleischabfällen richtig wohl, denn er hat direkt was zu essen. Aus den Fliegen-Eiern schlüpfen später dann die weißen Maden – entweder schon in der Küche, oder dann in der Biotonne, wo es schön warm und kuschlig für die kleinen Krabbeltiere ist.

Wer also die Maden im Sommer in der Mülltonne reduzieren will, sollte in einem ersten Schritt vermeiden, Fleisch, Fisch oder Gekochtes im Biomüll zu entsorgen. In einigen Gemeinden ist das sogar gänzlich verboten. Doch die Regeln, was in die Biotonne kommt und was nicht*, sind nicht überall gleich geregelt. Daher benötigt es noch ein paar weitere Tipps, um der Ekel-Plage im Sommer Herr zu werden.

Maden im Sommer in der Mülltonne: Plage mit Spezial-Pulver bekämpfen

Das A und O die Maden im Sommer von der Biotonne fernzuhalten, ist, den Müll möglichst kühl und trocken zu halten. Denn Feuchtigkeit, Wärme und Faulgase ziehen die Fliegen nicht nur in der Küche an, sondern auch später in der Tonne. Doch das trocken halten, ist oftmals leichter gesagt, als getan.

Im Baumarkt gibt es dafür spezielles Biotonnen-Pulver. Alternativ kann man es auch mit Gesteinsmehl oder gelöschtem Kalk versuchen. Das mineralische Streupulver soll dafür sorgen, dass sich der Gestank gar nicht erst entwickeln kann. Außerdem unterbindet es auch die Maden- und Schimmelentwicklung. Denn das Pulver trocknet die Biotonne, aber auch die Maden aus.

Biotonne: Maden im Sommer mit Zeitungspapier oder Heu vermeiden

Ein weiterer Trick um die Biotonne möglichst trocken zu halten, ist Zeitungspapier. Wer seine Essensreste in der Küche bereits dick in Zeitungspapier einwickelt, bevor sie im Müll landen, sorgt dafür, dass sich weniger Flüssigkeit und Gase bilden. Zusätzlich kann man nach der Leerung auf den Boden der Biotonne oder zwischen die Bioabfälle mehrere Lagen Zeitungspapier legen. Auch ein Deckel oder Sichtschutz für die Mülltonnen können helfen, berichtet 24garten.de*.

Auch Holzspäne helfen, die Flüssigkeit aufzusaugen und die Tonne trocken zu halten. Ebenso getrocknetes Gras oder Heu. Aber Achtung – wer Rasenschnitt in die Biotonne wirft, sollte diesen vorher außerhalb der Tonne komplett trocknen lassen. Denn die Zersetzungsprozesse sorgen auch für ein Klima in der Tonne, was Insekten anzieht.

Einige Tipps und Tricks helfen, um im Sommer Fliegen von der Biotonne fernzuhalten.
Einige Tipps und Tricks helfen, um im Sommer Fliegen von der Biotonne fernzuhalten und Maden keine Chance zu geben. © Arno Burgi/dpa

Biotonne: Maden-Plage im Sommer hat mit Essig keine Chance

Wenn sich am Boden der Biotonne schon keine Flüssigkeit sammelt, entwickeln sich keine stinkenden Faulgase, von denen Fliegen wie vom Licht angezogen werden. Bevor man jedoch die Tonne mit Zeitungspapier auslegt, sollte sie nach jeder Leerung gründlich gereinigt werden. Dafür kann man die Tonne einfach mit Wasser mit einem Hochdruckreiniger ausspritzen.

Aber Vorsicht: Denn ähnlich wie bei der Autowäsche, darf Putzwasser, das mit Spülmittel oder sonstigen Reinigungsmitteln versetzt ist, nicht ins Grundwasser gelangen. Andernfalls drohen Bußgelder. Das Putzwasser darf, wenn dann nur über den Abwasserkanal entsorgt werden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auf den Hochdruckreiniger und greift zu Wassereimer und Schwamm.

Wer Fliegen und Maden wirklich keine Chance geben will, kann zum Reinigen der Mülltonne aber auch noch Essigreiniger verwenden. Und ein weiterer Anti-Maden-Fliegen-Trick mit Essig: Ist die Tonne gereinigt und gut getrocknet, kann man sie mit einem Essig-Wasser-Geschmisch ausreiben.

Ein Wasserhahn mit Wasser
Wasser in Verbindung mit Essig hilf gegen Maden im Biomüll © Marius Becker/dpa

Dafür einfach Essigessenz mit etwas Wasser mischen, auf ein Tuch geben und die Biotonne damit putzen. Unbedingt daran denken, auch den Rand und die Innenseite des Deckels mit dem Essig-Gemisch abzureiben. Der säuerliche Geruch soll die Fliegen fernhalten und Maden das Garaus machen.

Maden in der Biotonne: Mit Düften gegen die ekligen Krabbeltiere in der Mülltonne ankämpfen

Apropos Geruch: Wie auch andere Insekten mögen Fliegen nicht nur keinen Essiggeruch, sondern meiden auch den Duft bestimmter ätherischer Öle*. Dazu zählen Zitrus-, Lavendel- oder Teebaumöl. Wer also auf angenehmeren Geruch als auf Essig setzen will, greift zu diesen Duftstoffen, um die Biotonne damit einzureiben.

Das Essig-Gemisch kann jedoch nicht nur helfen, um den Maden in der Biotonne vorzubeugen, sondern auch, wenn sich bereits die ersten Maden im Müll tummel. Dafür einfach den Essig mit dem Wasser in eine Sprühflasche füllen und damit die Madennester einsprühen.

Auch normales Kochsalz hilft, die Maden abzutöten, wenn sie damit bestreut werden. Allerdings sollte Salz, wenn dann nur in der Biotonne und nicht im Kompost angewendet werden, da es – ähnlich wie auch Streusalz im Winter – die Natur belastet. Alternativ kann man auch einen Esslöffel Pfeffer mit Wasser einkochen und damit die Maden besprühen.

Biotonne mit einem Maden-Gitter oder einem selbstgemachten Fliegennetz schützen

Ein letzter Trick, damit sich gar nicht erst Fliegen und später dann auch die Maden in der Mülltonne sammeln können, ist, den Abfall abzudecken. Dafür gibt es im Baumarkt oder in anderen Haushaltsgeschäften spezielle Madendeckel oder Fliegengitter zu kaufen. Wer kein Geld ausgeben möchte, kann einen viereckigen Gardinenrest nutzen und diesen einfach mit Gummizug über die Tonnenöffnung stülpen.

Zieht man das Netz direkt nach der Reinigung über die Tonne, kann man sich sicher sein, dass sich nicht während dem Trocknen doch eine Fliege in den Bioabfall verirrt hat und dort die ersten Eier gelegt hat. Fliegen können bis zu 150 Eier auf einmal legen, aus denen binnen kürzester Zeit Maden schlüpfen. Diese entwickeln sich nur wenige Tage später zu Fliegen und können schon bald selbst Eier legen – ein Teufelskreis im Sommer, der also so früh wie möglich unterbrochen werden sollte. *RUHR24 und 24garten sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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