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Wenn Sie Ihren Sommerflieder jetzt nicht schneiden, verpassen Sie die schönste Blüte

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Von: Anne Tessin

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Admiral auf einem Sommerflieder
Sommerflieder schneiden nur in den letzten Wintertagen? Das ist eine falsche Annahme, die Schmetterlinge und Bienen um viele Blüten bringt. © imageBROKER/Wilfried Martin/Imago

Sommerflieder müssen Sie richtig schneiden, damit er ein Schmetterlingsmagnet bleibt. Eigentlich ist das eine Winteraufgabe, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Sein honigsüßer Duft hängt im Sommer schwer in der Luft und zieht nicht nur schnuppernde Menschen an, sondern auch unzählige Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Der Sommerflieder ist ein blühender Magnet und es ist immer wieder ein beeindruckender Anblick, wenn bei einem Windstoß hunderte Schmetterlinge wie eine Wolke von ihm aufsteigen. Wenn Sie auch einen sogenannten Schmetterlingsflieder im Garten haben, oder überlegen, sich einen dieser schönen Sträucher zuzulegen, dann sollten Sie auch über seinen Rückschnitt Bescheid wissen. Denn den Sommerflieder richtig zu schneiden, ist der Schlüssel zur schönsten Blütenpracht. Eigentlich ist der Rückschnitt des Sommerflieders eine klassische Aufgabe für die letzten Wintertage, in denen keine schweren Fröste mehr zu erwarten sind. Aber auch im Sommer müssen Sie Ihren Sommerflieder mit der Schere bearbeiten.

Arbeit nicht sparen: Was passiert, wenn ich den Sommerflieder nicht schneide?

Der Sommerflieder blüht am neuen Holz. Wenn Sie sich die Arbeit sparen wollen und Ihren Schmetterlingsflieder nicht schneiden, dann wird er mit der Zeit immer mehr altes Holz haben und immer weniger Platz für neues Holz mit wunderschönen Blütenrispen. Es nützt also nichts, Sie müssen mit der Astschere ran.

Wann wird der Sommerflieder geschnitten?

Da der Sommerflieder am neuen Holz blüht, können Sie alle Blütentriebe aus dem Vorjahr im späten Winter auf Fingerlänge stutzen. Nehmen Sie sich den Rückschnitt für einen frostfreien Tag vor, spätestens Mitte Februar. Schneiden Sie zu früh, könnte der frische Austrieb erfrieren. Greifen Sie zu spät zur Schere, braucht der Strauch zu lange, um auszutreiben und Sie bringen sich und alle Insekten, die ihn lieben, um die süße Sommerblüte. Wenn Sie dagegen rechtzeitig alle alten Triebe kürzen, treibt der Schmetterlingsflieder stark aus und bildet viele große Blütenkerzen.

Wie wird der Sommerflieder richtig geschnitten?

Sie brauchen: eine scharfe Astschere und eine scharfe Gartenschere

  1. Schauen Sie sich Ihren Schmetterlingsflieder zunächst einmal rundherum an. Wo stehen Triebe zu eng und behindern einander? Wo sehen Sie zu dünne Ästchen? Diese Äste schneiden Sie komplett auf den Ansatz zurück, damit der Strauch nicht mit der Zeit zu dicht und innen kahl wird, oder zu viel Kraft in mickrige Äste steckt. Wenn die Astschere bei besonders dicken Ästennicht ausreicht, greifen Sie zur Säge.
  2. Nun kürzen Sie die restlichen Blütentriebe vom Vorjahr so ein, dass Sie sich oberhalb von zwei gegenüberliegenden Blattansätzen abschneiden. In der Regel bleibt so ein etwa fingerlanger Stummel zurück – ja, so radikal können Sie zurückschneiden. Aus diesen Blattansätzen treibt der Sommerflieder im Frühling aus und hier bilden sich die beeindruckenden Blütenkerzen.
  3. Wenn Sie den Sommerflieder radikal zurückgeschnitten haben, bietet er erst einmal einen recht traurigen Anblick. Nur das Grundgerüst ist noch da. Aber keine Angst, jetzt hat der Strauch genug Kraft, um viele neue Blütentriebe und Blüten auszutreiben.

Sommerflieder im Sommer schneiden? Deshalb sollten Sie sich die Arbeit machen

Dieser Rückschnitt im Winter ist aber nicht die einzige Gelegenheit, bei der Sie Ihrem Sommerflieder mit der Gartenschere zu Leibe rücken. Lassen Sie ihn nun in Ruhe, wird er nur einmal blühen und das war es für dieses Jahr. Wer allerdings fleißig ist und regelmäßig alle abgeblühten Blütenkerzen entfernt, sorgt dafür, dass der Schmetterlingsflieder immer neue Blüten bildet. Ob das auch für Hortensien gilt, ist übrigens umstritten. Die längere Blütezeit ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern versorgt auch Bienen, Schmetterlinge und Hummeln viel länger mit Nahrung. Nehmen Sie sich also einmal die Woche Zeit für diese kleine Arbeit. Es lohnt sich für Sie und die Natur. An diesen drei Gehölzen sollten Sie im Juni auch noch die Schere ansetzen.

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