Schöne Blüte

Wann und wie werden Strauchrosen geschnitten?

Beim Schneiden von Strauchrosen müssen Sie genau auf die Schnittführung achten.
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Beim Schneiden von Strauchrosen müssen Sie genau auf die Schnittführung achten.

Damit Strauchrosen eine tolle Blüte haben, müssen sie regelmäßig geschnitten werden. Wann im Frühjahr und Herbst die Rosenschere zum Einsatz kommt, erfahren Sie hier.

  • Strauchrosen sind in jedem Garten ein Blickfang.
  • Beim Schnitt müssen Sie zwischen einmalblühenden und öfterblühenden Pflanzen unterscheiden.
  • Wann der Zeitpunkt zum Schnitt gekommen ist, erfahren Sie hier.

Strauchrosen - und Rosen allgemein - sind stets ein toller Anblick im Garten. Die Pflanzen erreichen mit bis zu 2,5 Metern eine stattliche Größe und bieten dank ihrem dichten Wuchs stets einen guten Sichtschutz.

Obendrein lassen sie sich gut mit anderen Stauden* zu einer Gruppenpflanzung kombinieren, sodass der ganze Garten wunderschön blüht. Das ist auch über mehrere Monate möglich: Öfterblühende Sorten bringen bis in den Herbst hinein neue Blüten hervor. Damit Ihre Strauchrosen immer im Top-Zustand sind, müssen Sie diese jedoch regelmäßig schneiden. Wann Sie damit beginnen müssen und wie Sie dabei vorgehen, erklären wir Ihnen hier.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, Strauchrosen zu schneiden?

Durch das Schneiden der Rosen sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen* lange kräftig und gesund bleiben. Ohne den Schnitt würden Strauchrosen zwar größer werden, aber im unteren Teil der Pflanze immer länger, dünner und kahler werden. So kann der Strauch kaum noch kräftige Blüten vorbringen und Schädlinge haben ein leichtes Spiel.

Den richtigen Zeitpunkt für den Schnitt können Sie sich ganz einfach merken: Immer zur Forsythienblüte wird zum Rosenschnitt geraten. Das ist meistens ab März der Fall. Wenn es soweit ist, sollten sie ein scharfe und qualitativ hochwertige Rosenschere zur Hand haben: So vermeiden Sie Quetschungen der Pflanze, die sich Pilze und Keime zunutze machen. Aus diesem Grund muss die Schere auch stets gereinigt werden.

Anleitung: So schneiden Sie einmalblühende Strauchrosen richtig

Einmalblühende Strauchrosen blühen nur am mehrjährigen Holz. Darum ist die Pflanze auf ältere Triebe angewiesen, die die Blüte hervorbringen. Ein Schnitt im Frühjahr ist deshalb nicht zu empfehlen - nur sehr alte oder verwelkte Triebe sollten zur Pflege der Pflanze bis zu den neuen Seitentrieben gestutzt und totes bzw. verletztes Holz auf rund fünf Zentimeter zurückgenommen werden.

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Anleitung: So schneiden Sie öfterblühende Strauchrosen richtig

Öfterblühende Strauchrosen zeichnen sich durch zwei Blütezeiten im Jahr aus: Im Juni bilden sie Blüten am mehrjährigen Holz, also an den älteren Trieben, während im Juli die neuen Triebe eine Blüte hervorbringen. Der Rückschnitt im Frühjahr sorgt dafür, dass die öfterblühende Strauchrose schön in Form bleibt. So gehen Sie dabei vor:

  • Schneiden Sie vergreiste und abgestorbene Äste komplett ab.
  • Kürzen Sie starke Triebe aus dem Vorjahr auf ein Drittel ein.
  • Kürzen Sie deren Seitentriebe auf drei bis fünf Augen ein.

Achten Sie darauf, dass immer drei bis fünf Hauptriebe übrig bleiben. Bei Englischen Rosen sollten es mehr als fünf sein, da diese oft dünnere Triebe bilden. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die natürliche Wuchsform der Strauchrose im Auge behalten, damit diese in einer schönen halbkugeligen Form gedeiht.

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Wie Sie Ihre Strauchrosen im Herbst schneiden

Nach der Blütezeit dürfen Sie mit dem Herbstschnitt der Strauchrosen beginnen: Bei einmalblühenden Strauchrosen schneiden Sie Langtriebe zurück, die aus der Strauchform ragen und entfernen verblühte Blüten mit drei bis vier Blättern zusammen. Außerdem sollten Sie ein bis zwei alte Triebe der Pflanze entfernen, die sich zu Boden neigen.

Auch bei öfterblühenden Strauchrosen werden die verblühten Blütenbüschel mit drei oder vier Laubblättern zurückgeschnitten und zu lange Triebe gekürzt.

Schnittführung beim Schneiden von Strauchrosen

Oftmals stellen sich Hobbygärtner die Frage, wo denn genau ein Trieb abgeschnitten werden soll. Schließlich entscheidet dies auch über den Erfolg eines Rückschnitts und die kommende Blüte. Hierauf müssen Sie bei der Schnittführung achten:

  • Geschnitten wird in unmittelbarer Nähe zu einem Auge, also einer Verdickung aus der sich eine Blüte oder ein Trieb entwickelt.
  • Schneiden Sie ungefähr fünf bis zehn Millimeter über dem Auge.
  • Halten Sie die Schere leicht schräg, damit das Gieß- und Regenwasser abfließen kann.
  • Wählen Sie ein Auge, das vom Stauch wegführt.

Wer zu dicht am Auge schneidet, riskiert Beschädigungen an der Knospe. Ist der Schnitt zu weit entfernt, entsteht ein überschüssiges Triebstück, das verkümmert. Deshalb sollten Sie sich genau an die genannten Schnittabstände halten. Dann sollte der kommenden Blüte nichts im Wege stehen.

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