Mangel

Braune Dellen auf Tomaten und Paprika im Eigenanbau - Ist das Gemüse noch essbar?

Nicht nur Menschen, auch Pflanzen können unter Kalziummangel leiden. Paprika und Tomaten bekommen davon braune Flecken. Kann man das Gemüse trotzdem noch essen?

  • Des Öfteren treten braune, wässrige Dellen an Tomaten* oder Paprika auf.
  • Meist steckt ein Kalziummangel dahinter.
  • So beugen Sie dem Mangel vor.

Neustadt - Viele Hobbygärtner bauen im Sommer Tomaten an. Dabei kann es passieren, dass sich an dem Gemüse dunkelbraune bis graue, wässrige Flecken bilden. Diese tauchen meistens am Fruchtansatz auf und bilden Eindellungen.

Braune Dellen an Tomaten und Paprika: Gemüse kann an Kalziummangel leiden

Diese Störung wird durch Kalziummangel verursacht und heißt Blütenendfäule, erklärt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Auch Paprika können von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen sein. Bei beiden Pflanzen sind außerdem die jungen Blätter deformiert und bleiben im Wuchs zurück.

Kalziummangel: Woher kommt die Blütenendfäule bei Tomaten?

Wie und warum der Kalziummangel entsteht, ist noch nicht genau erforscht. Laut dem Online-Portal Plantura kann jedoch zu wenig Kalzium im Boden oder ein Ungleichgewicht von anderen Nährstoffen die Aufnahme von Kalzium behindern. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit kann dahinter stecken.

Abgesehen davon weiß man, dass die Symptome häufig in Jahren mit wechselhafter Witterung - wenn es also abwechselnd heiß und kalt, beziehungsweise trocken und nass ist - sowie bei unregelmäßiger Wasserversorgung auftreten. Durch den auftretenden Kalziummangel sind die Zellwände nicht stabil und brechen daraufhin ein - das Gewebe stirbt ab und wird braun. Besonders in den Monaten Juni, Juli und August sollten Hobbygärtner ein Auge auf ihre Pflanzen haben. Wenn Sie nichts gegen die Blütenendfäule tun, fallen die Früchte irgendwann ab.

Auch interessant: Balkon, Gewächshaus oder Topf? Was Sie beim Tomatenpflanzen beachten müssen.

Blütenendf��ule vorbeugen: So schützen Sie Ihre Tomaten

Um dem Kalziummangel vorzubeugen, gibt es laut Plantura zwei Möglichkeiten: Entweder sorgen Sie für eine erhöhte Luftzirkulation um die Pflanzen, sodass die Luftfeuchtigkeit gesenkt wird - was besonders im Gewächshaus (werblicher Link) wichtig ist - oder Sie verwenden einen kalziumhaltigen Dünger. Für mehr Zirkulation können Sie zum Beispiel sorgen, indem Sie mehr Abstand zwischen den Pflanzen einplanen. Zur Düngung hingegen lassen sich Algenkalk oder Gesteinsmehle verwenden, die Sie um die Tomaten herum streuen und vorsichtig eingießen.

Ist Gemüse mit Blütenendfäule noch essbar?

Die gute Nachricht: Die Früchte sind ohne Probleme zum Verzehr geeignet. Man muss nur die befallenen Stellen abschneiden. (fk/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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