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Trinkwasser aus dem Garten: So können Sie gesammeltes Regenwasser trinken

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Von: Joana Lück

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Bei einem Stromausfall wird schnell auch das Trinkwasser knapp. Sorgen Sie vor, indem Sie sich das erforderliche Material für einen Wasserfilter zulegen, um Regenwasser aufzubereiten.

Kommt es zu einem Stromausfall, betrifft dies nicht nur Licht, Ampeln, Supermärkte und Tankstellen – auch Wasser fließt ohne Strom nicht in jedem Fall aus der Leitung. Bei längeren Stromausfällen können Wasserwerke auch kein aufbereitetes Trinkwasser mehr einspeisen. Wer sich keinen allzu großen Vorrat an Trinkwasser in den Keller stellen möchte, der kann im Notfall Regenwasser aus dem Garten aufbereiten.

Trinkwasser aus dem eigenen Garten – Kann man Regenwasser aufbereiten?

Eine Regentonne, die bis oben mit Regenwasser gefüllt ist.
Regenwasser sollte ohne Aufbereitung nicht getrunken werden. © Astrid Gast/Imago

In der EU ist Regenwasser nicht als Trinkwasser zugelassen. Laut dem Südwestrundfunk kann man Regenwasser dennoch theoretisch trinken, tut sich damit aber nichts Gutes, da das Wasser einen Weg aus Bächen, Flüssen und Seen zurücklegt, verdunstet, zum Himmel aufsteigt, kondensiert und als Regen wieder zur Erde fällt. Das ist insofern problematisch, da das Wasser mit verschiedenen Schadstoffen wie Abgasen, Feinstaub und Bakterien in Berührung kommt. Abgerundet wird das Regenwasser letztendlich durch dreckige Blätter und Vogelkot, die sich an Regenrinnen befinden. Doch im Notfall kann man mit einfachen Tricks und alltäglichen Materialien Regenwasser filtern, um es zu trinken, wie nordbayern berichtet. Das benötigen Sie für eine eigene Aufbereitung von Regenwasser:

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So machen Sie Trinkwasser schnell selber

Zur Grundreinigung gießen Sie das Regenwasser aus der Regentonne durch eine dünn gewebte Nylonstrumpfhose. Alternativ können Sie auch ein sehr feines Küchensieb verwenden. Dann schneiden Sie von einer leeren PET-Flasche den untersten Teil ab und stellen die Flasche auf den Kopf. Füllen Sie die Flasche mit einer Lage eines fein gewebten Leinentuches, gefolgt von sauberem Kies, der als Gewicht dient. Darauf kommt eine Schicht (sauberer) Sand, danach eine Lage Watte. Darüber folgt die wichtigste Schicht: Holzkohle, die antibakteriell wirkt. Über die Kohle legen Sie wieder jeweils eine Schicht Leinentuch, Watte, Sand sowie Kies. Nun können Sie das Regenwasser filtern.

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Als Notlösung eignet sich diese Methode, jedoch sollten Sie das eigens gefilterte Regenwasser nicht länger als maximal ein bis zwei Tage trinken.

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