Was Mieter wissen sollten

Wegen Corona-Pandemie keine Miete zahlen? Diese wichtige Neuerung sollten Sie kennen

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Mieter sollten ihre Rechte kennen - auch in der Coronakrise.

Die Wirtschaftskrise wegen des Coronavirus schlägt bei vielen finanziell voll durch. Eine gute Nachricht für Mieter gibt es.

  • Beschäftige, die in der Coronakrise etwa ihren Job verlieren, geraten mit der Miete in Verzug.
  • Andere müssen in Kurzarbeit oder bekommen keine Aufträge mehr.
  • Deshalb gibt es eine neue Regelung, um Betroffenen bei der Miete zu helfen.

Erleichterungen für Mieter in der Coronakrise

Die Coronakrise* sorgt bei vielen Menschen für Geldsorgen. Denn Kurzarbeit*, Kündigung* oder schlicht keine Aufträge mehr: Der wirtschaftliche Stillstand in vielen Branchen schlägt bei den Betroffenen finanziell voll durch. Doch die laufenden Kosten wollen bezahlt werden. Zum Beispiel die Miete.

Denn: Entsteht ein Zahlungsrückstand von mehr als einer Monatsmiete, darf der Vermieter grundsätzlich fristlos kündigen, wie der Deutsche Mieterbund klarstellt. Auf den Grund, warum der Mieter nicht zahlen konnte, komme es dann nicht mehr an.

Zum Glück gibt es für Mieter* eine gute Nachricht: Wer aufgrund der derzeitigen Situation zum Beispiel seinen Job verloren hat und Probleme mit der Mietzahlung bekommt, muss nicht fürchten, auch nun noch die Wohnung zu verlieren.

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Neues Gesetz soll Mietern in der Wirtschaftskrise helfen

Denn Bundestag und Bundesrat haben ein Gesetz beschlossen, das Mietern helfen soll. Danach darf ihnen nicht gekündigt werden, wenn sie bis Ende Juni wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten. "Dafür müssen sie ihrem Vermieter allerdings glaubhaft machen, dass das tatsächlich an der Virus-Pandemie liegt", sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Worauf Mieter jedoch achten sollten: "Die Verpflichtung zur Zahlung der Miete bleibt im Grundsatz bestehen", erklärt Hartmann. "Mieter sind die Summe also weiter schuldig." Begleichen müssen sie ihre Schulden innerhalb der kommenden zwei Jahre - also bis spätestens Juni 2022.

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Keine gute Idee: Die Miete einfach nicht zu überweisen

Jetzt einfach die Miete nicht zu überweisen, ist zudem keine gute Idee. "Sie müssen den Vermieter schon darüber informieren, dass Sie derzeit nicht zahlen können", sagt Happ. Wer das nicht macht, riskiert nämlich trotzdem die Kündigung. Denn der Schutz des neuen Gesetzes greift ausdrücklich für diejenigen, die von der Corona-Krise betroffen sind. "Den Nachweis muss ich von mir aus erbringen", sagt Happ.

Vermieter dürfen nicht zu viele Nachweise verlangen

Und wie? "Einen Offenbarungseid müssen Sie nicht leisten", sagt Happ. "Aber einen Zusammenhang mit der derzeitigen Lage muss man dem Vermieter schon darlegen." Das kann auf vielen Wegen geschehen, zum Beispiel durch die Vorlage der Kündigung des Arbeitgebers oder Absagen von Projekten oder Veranstaltungen oder einem Kontoauszug, aus dem hervorgeht, dass kein Geld mehr eingeht.

"Vermieter dürfen aber auch nicht zu viele Nachweise verlangen", zitiert die Deutsche Presse-Agentur Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. "Eine eidesstattliche Versicherung sollten Mieter besser nicht abgeben, auch wenn das Gesetz diese Möglichkeit nennt", sagt sie. "Das kann später ein Nachteil sein."

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ahu

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