Corona-Regeln

2G-Regel im Supermarkt: Erstes Bundesland prescht vor - was NRW plant

Supermärkte in Hessen haben nun die Option auf die 2G-Regel. Dürfen auch in NRW bald nur noch gegen Corona Geimpfte oder Genesene einkaufen? Das plant das Land.

Hamm - Wer in Nordrhein-Westfalen in den Supermarkt geht, muss eine Maske tragen und Abstand zu anderen Personen halten. So, wie es seit Ausbruch der Corona-Pandemie zur Gewohnheit geworden ist. In einigen Bundesländern könnte sich das Einkaufen aber bald ändern.

LandNordrhein-Westfalen
Fläche 34.098 km²
Bewohner17.925.570 (31. Dezember 2020)
HauptstadtDüsseldorf

2G-Regel im Supermarkt in Hessen möglich - müssen Ungeimpfte auch in NRW draußen bleiben?

So zum Beispiel in Hessen. Dort hat die Landesregierung ihre Corona-Schutzverordnung dahingehend angepasst, dass die bestehende 2G-Option „auf Wünsche aus der Branche“ hin auch auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet wird. Soll heißen, den Betreibern von Geschäften, aber eben auch von Supermärkten und Discountern wie Edeka, Rewe, Lidl oder Aldi steht es künftig frei, ob sie nur noch Geimpfte oder Genesene in ihren Geschäften empfangen wollen - und dann auf Abstands- und Maskenpflicht verzichten können.

Wie sieht es in NRW aus? Droht auch dort den Kunden von Supermärkten, die nicht gegen Corona geimpft oder genesen sind, das Aus? Das zuständige Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen von Minister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, dass seitens des Einzelhandels bislang „keine Wünsche zur Einführung einer 2G-Regelung gegenüber dem MAGS geäußert“ worden seien.

Das Ministerium verweist dabei darauf, dass es aktuell „für verschiedene Angebote eine verpflichtende 3G-Regelung“ gelte. Der Zugang zu bestimmten Angeboten ist dabei nur für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen möglich. Eine Verschärfung dieser Regel seitens der NRW-Landesregierung sei nach aktuellem Stand nicht geplant. „Eine Einführung einer 2G-Option ist derzeit weder für den Einzelhandel noch für andere Bereiche vorgesehen“, heißt es seitens des Gesundheitsministeriums. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass zum Beispiel Gastronomen im Rahmen ihrer Privatautonomie selbst entscheiden können, nur geimpfte oder genesene Menschen einzulassen.

Aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW gilt bis zum 29. Oktober

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW gilt noch bis zum 29. Oktober. Danach wird es unter Umständen in einigen Bereichen Anpassungen bei den Regeln geben. „Über mögliche zukünftigen Neuerungen wird das MAGS rechtzeitig vorab entscheiden und informieren“, teilte das Ministerium mit: „Dies wird insbesondere von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängig sein.“

In Hessen besteht allerdings lediglich die Option für den Einzelhandel, nur noch geimpfte oder genesene Personen ins Geschäft zu lassen. Dass Supermärkte dort tatsächlich von der 2G-Regel Gebrauch machen, gilt es äußert unwahrscheinlich, wie fr.de* schreibt.

Künftig wird es derweil viele Bereiche in NRW mit 3G als Voraussetzung geben. So soll etwa der Weihnachtsmarkt 2021 in Dortmund mit entsprechenden Corona-Kontrollen stattfinden.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer

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