Polizei äußert sich zum aktuellen Ermittlungsstand

Identität geklärt: 31-Jähriger aus Bosnien starb bei Explosion im Haus in Evingsen

+
Der Nebel rund um die Ursache der Haus-Explosion in Evingsen am 18. Juli lichtet sich langsam.

Altena - Am Ort schießen die Gerüchte ins Kraut. Von einer Drogenküche bis zu einer im explodierten Haus zuvor abgelegten Leiche reichen dabei die Spekulationien. Jetzt hat sich die Polizei zum Ermittlungsstand in Sachen Hausexplosion im Altenaer Stadtteil Evingsen vom 17. Juli geäußert.

Die Identität des am Mittwoch, 18. Juli, bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Evingsen in der Straße „Zur Roleye“ zu Tode gekommenen Mannes ist „vollständig geklärt.“ Das bestätigte auf Anfrage die Kreispolizeibehörde. 

„Bei dem Toten handelt es sich um einen 31-Jährigen aus Bosnien-Herzegovina. Er hatte seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich“, so die Polizei. Begleitet wurde er an seinem Todestag von einem 30 Jahre alten Mann, der Kosovare ist und ebenfalls seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich hat.

Schwer verletzt - aber keine Lebensgefahr

Der Mann wurde bei dem vorsätzlich gelegten Feuer schwer verletzt und befindet sich noch immer im Justizkrankenhaus. „Es besteht aber keine Lebensgefahr mehr“, so die Polizei. 

Hier finden Sie mehr zum Thema

Warum die beiden Männer mit Kanistern voller Brandbeschleuniger, die das Feuer auch auslösten, ins Haus gegangen sind, ist weiterhin unklar. „Wir versuchen noch, die Motive zu ermitteln“, hieß es. 

Explosion in Einfamilienhaus in Altena-Evingsen - Dachstuhl steht in Flammen

Dass der Mann beim Hantieren mit der Flüssigkeit ums Leben kam, sei vermutlich eine Art Betriebsunfall, so die Polizei. Er sei definitiv durch das Feuer zu Tode gekommen. 

Damit widersprach sie Mutmaßungen, der Tote habe vor Ausbruch des Feuers bereits im Haus gelegen. Die Ermittler kennen natürlich die Gerüchteküche, die besagt, dass in Evingsen ein Drogenlabor betrieben wurde und eine Person aus Polen einen „heißen Abbruch“ des Gebäudes angestrebt habe.

Hausbesitzer stammt aus Bosnien

Die Ermittlungen hätten diese Behauptungen aber bisher nicht erhärten können, sagte der Polizeisprecher. 

Der Eigentümer der Immobilie stamme im Übrigen nicht aus Polen. Auch er sei Bosnier, habe aber seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland. 

Weitere Gutachter versuchen aktuell zusätzliches Licht in die Hausexplosion zu bringen. Es werde mit Hochdruck weiter ermittelt, hieß es abschließend.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare