Landeskriminalamt untersucht Schussapparat

Waffenfund an der Amselstraße: Bastler hatte möglicherweise Maulwürfe im Visier

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[Update] Bergkamen - Der Unfall mit dem Schussapparat in der Amselstraße wirft weiter Fragen auf. Des deutet sich aber an, dass der Bastler es nicht auf Menschen abgesehen hatte, sondern auf Wühltiere:

Bei näherer Betrachtung des Vorfalls mit dem illegalen Schussapparat in einem der Gärten zwischen den Siedlungshäusern in der Amselstraße spricht für die Ermittler bisher nichts dafür, dass es sich um eine gezielte Aktion oder gar heimtückische Bedrohung gehandelt haben könnte. Erkennbar liege allerdings ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor, hieß es bei der Kreispolizeibehörde in Unna. Wie das Gerät dorthin gelangte und wer es gebaut hat, werde noch untersucht. Dafür wird die gefährliche Tüftelei jetzt an die Fachleute beim Landeskriminalamt Düsseldorf geschickt. 

Wie berichtet, hat ein 38-Jähriger laut Polizeibericht den mit einem Zündschalter versehenen Eigenbau am Samstagmorgen in einer Holzkiste hinter einem der Häuser gefunden und damit hantiert. Der Schussapparat wurde ausgelöst und der Mann leicht am Kinn verletzt. Seine Wunde musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. Die Polizei bittet, solche Funde nicht anzurühren, aber unbedingt zu melden. Die Umstände sprechen eher dafür, dass hier ein Fall von „illegaler Gartenarbeit“ vorliegt. Derlei Geräte werden verbotener Weise beispielsweise zur Jagd auf Maulwürfe eingesetzt. Damit wäre der Tatvorwurf noch um einen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz zu erweitern. Die vielfach ungeliebten Wühler stehen unter Naturschutz – egal, ob man ihre Hügel mag oder nicht. 

"Marke Eigenbau" war vor Kurzem auch eine Bombe in Heessen, die versehentlich explodierte und für große Schäden am und Ängste im Wohnhaus sorgte. 

Quelle: wa.de

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