Das wird teuer...

Schwerer Unfall auf A44: Autofahrer klebt sich in Rettungsgasse an Einsatzfahrzeug

Schwerer Unfall auf der A44 bei Anröchte - Autofahrer hängt sich in Rettungsgasse an Feuerwehr
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Der Sprinter kippte auf die Seite und blockierte den rechten Fahrstreifen.

Auf der A44 bei Anröchte hat sich am Mittwochabend ein schwerer Unfall ereignet. Ein Mercedes Sprinter kippte dabei auf die Seite. Ein Autofahrer hatte keine Lust auf Wartezeit im Stau - das kommt ihm jetzt teuer zu stehen.

Anröchte - Auf der A44* zwischen dem Kreuz Erwitte/Anröchte und Geseke verunglückte am Mittwochabend gegen 18.25 Uhr der Fahrer eines Mercedes Sprinters aus Dortmund. Im Bereich der Talbrücke "Pöppelsche" platzte ein Reifen des Sprinters auf dem linken Fahrstreifen bei Tempo 120.

Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Pritschenwagen - der Sprinter kippte auf die Fahrerseite, blieb auf dem rechten Fahrstreifen liegen und blockierte diesen über die gesamte Breite.

Der Mercedes wurde von einem Bergungsunternehmen aufgerichtet und abgeschleppt.

Der Dortmunder, der am Steuer saß, hatte großes Glück im Unglück: Er blieb ersten Erkenntnissen zufolge unverletzt. Die Feuerwehr, die mit 16 Einsatzkräften des Löschzugs Anröchte vor Ort war, musste ihn nicht - wie zunächst angenommen - aus seinem Fahrzeug befreien. Der Mann konnte das Unfallwrack aus eigener Kraft verlassen.

Der Löschzug Anröchte war mit 16 Einsatzkräften vor Ort.

Hinter der Unfallstelle bildete sich ein langer Stau. Die Angst vor der daraus resultierenden Wartezeit brachte einen 36-Jährigen aus Warburg auf eine besonders blöde Idee, die ihn jetzt nicht nur sehr teuer zu stehen kommen wird.

Der Warburger klebte sich mit seinem Wagen an eines der anrückenden Einsatzfahrzeuge und fuhr einfach durch die Rettungsgasse.

Die Polizei nahm den Autofahrer, der die Rettungsgasse missbraucht hatte, an der Unfallstelle in Empfang.

An der Unfallstelle hielt er an und machte es der Polizei damit besonders leicht: Die nahm ihn - neugierig auf die Begründung wartend - in Empfang. Der Mann erklärte notgedrungen, dass er plötzlich ein medizinisches Problem gehabt habe und sich Hilfe vom Rettungsdienst erhoffte.

Es dauerte nicht lang, bis die Beamten sicher waren, dass dies nichts als eine billige Ausrede war. Die "Praxisgebühr" fiel daher besonders hoch aus: Wegen des unerlaubten Befahrens der Rettungsgasse muss er sich auf mindestens zwei Punkte, 240 Euro Bußgeld und einen Monat Fahrverbot einstellen.

Sollte sich herausstellen, dass die anrückenden Einsatzfahrzeuge durch sein illegales Manöver behindert wurden, erhöht sich das Bußgeld auf 280 Euro, sollte er dann auch noch andere gefährdet haben, kostet ihn das "Schneller-Vorankommen" 300 Euro. - *WA .de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Quelle: wa.de

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