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Sprengung von A45-Brücke vergeben: Firma beseitigte bereits anderes Bauwerk

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Von: Tobias Schneider

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Die A45-Brücke bei Lüdenscheid soll schon bald Geschichte sein. Jetzt wurde ein entscheidender Schritt getan.

Lüdenscheid – Verabschiedet sich die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid mit einem großen Knall ins Jahr 2023 oder wird die A45-Brücke erst im nächsten Jahr zu Boden gehen? Ob der anvisierte Termin – eine Sprengung noch vor Weihnachten – gehalten werden kann, war zuletzt unklar. RUHR24 weiß aber nun, dass die Planungen einen Schritt nach vorne gemacht haben.

BundeslandNRW
StadtLüdenscheid
BauwerkRahmedetalbrücke (A45)

A45-Brücke bei Lüdenscheid wird gesprengt: Firma kennt sich bereits mit Brücken in NRW aus

Die Sperrung der A45-Brücke bei Lüdenscheid hält seit fast einem Jahr die Region und die Anwohner in der Sauerland-Stadt in Atem. Die Umleitungsstrecken zerren an den Nerven der Menschen, viele Autofahrer müssen andere Autobahnen nutzen, um beispielsweise vom Ruhrgebiet in Richtung Süden zu kommen.

Seit dem 2. Dezember 2021 ist die A45 bei Lüdenscheid gesperrt. Eine Sprengung der Rahmedetalbrücke sollte eigentlich noch in diesem Jahr stattfinden. Zuletzt hakte es aber am Vergabeverfahren, welche Firma denn nun das Bauwerk dem Erdboden gleich machen soll.

Nun kommt aber Bewegung rein. Wie die Autobahn Westfalen mitteilt, wurde nun ein Unternehmen für die Sprengung gefunden – und dieses kennt sich bereits mit A45-Brücken in NRW aus.

Talbrücke Rinsdorf bei Siegen fiel im Februar 2022 – Rahmedetalbrücke soll vor Weihnachten fallen

Die Firma Heitkamp Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Herne darf die Rahmedetalbrücke in die Knie zwingen. Die Firma Liesegang ist als einer der Nachunternehmer für die Sprengung verantwortlich, schreibt die Autobahn GmbH. Das Unternehmen aus Hürth war bereits im Februar 2022 mit der Sprengung der alten A45-Talbrücke Rinsdorf beauftragt.

Am 6. Februar fiel die Brücke, circa fünf Kilometer südlich von Siegen, zu Boden. Das soll nun auch mit der Brücke über das Rahmedetal geschehen. „Das ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Ersatzneubau. Jetzt kann die Detailplanung für den Sprengabbruch beginnen. Bald wird für alle sichtbar, dass es zügig vorangeht“, sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Sprengung der A45-Talbrücke Rinsdorf
Sprengung der A45-Talbrücke in Rinsdorf: Noch nie zuvor wurde in Deutschland eine so hohe Brücke gesprengt. © Sascha Schuermann/AFP

Sperrung der A45-Brücke bei Lüdenscheid belastet Anwohner – Wann wird eine neue gebaut?

Wie zügig das Abbruchprojekt vonstattengehen soll, wird nicht genannt. Allerdings hätten bereits erste Fällarbeiten unter der Brücke begonnen, um das Fallbett vorzubereiten. „Ziel ist, die Brücke so schnell wie möglich zu Boden zu bringen“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Autobahn-Niederlassung Westfalen.

Damit die Anwohner nicht noch weiter vom Straßenverkehr und Baulärm belastet werden, sollen die An- und Ablieferungen von Boden und Abraum über die Autobahn laufen.

Wenn dann die Brücke gefallen ist und die letzten Schutthaufen beseitigt sind, soll innerhalb von fünf Jahren eine neue A45-Brücke errichtet werden.

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