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Gebremster Verkehr auf der A45 - Alle 60 Brücken müssen ersetzt werden

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Von: Simon Stock

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Pendler auf der A45 müssen über Jahre mit Einschränkungen rechnen: Alle 60 großen Talbrücken der Sauerland-Autobahn müssen ersetzt werden.

Lüdenscheid - Die A45 hat traurige Bekanntheit in ganz Deutschland erlangt. Seit die wichtige Nord-Süd-Achse in Nordrhein-Westfalen Anfang Dezember 2021 von jetzt auf gleich wegen der maroden Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid gesperrt wurde, herrscht Verkehrschaos in der gesamten Region. Es ist nicht das einzige Bauwerk, das in den kommenden Jahren ersetzt werden muss.

AutobahnA45
Länge257 km
BundesländerNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

Auf die leidgeprüften Pendler im Raum Südwestfalen kommen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten viele weitere Baustellen zu. Langfristig müssen 60 Talbrücken und weitere kleinere Bauwerke der A45 ersetzt werden. „Wir versuchen natürlich, die Brücken so zu bauen, dass der Verkehr weiter fließen kann“, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH, dem WDR.

A45: Alle 60 Autobahn-Brücken müssen ersetzt werden

Der Plan ist, die neuen Brücken neben den vorhandenen zu bauen. Sie sollen laut Sauerwein-Braksiek dann später an die Stelle der alten geschoben werden. Dass an der A45 viele Brücken ersetzt werden müssen, ist bereits seit Jahren bekannt. Der WDR hatte zunächst von einer neuen Überprüfung gesprochen. Die in den 1960er und 1970er Jahren gebauten Brücken halten dem heutigen Verkehr nicht mehr Stand.

A45-Talbrücke Rahmede
Die Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid wird nicht die einzige Brücke der A45 bleiben, die ersetzt werden muss. © Cedric Nougrigat

Einen Zeitplan für den Neubau der Brücken gibt es offenbar noch nicht. Die Brücken der A45 halten noch unterschiedlich lang, wie Sauerwein-Braksiek in einem großen Interview mit come-on.de sagte. Derzeit sind 15 Talbrücken entlang der Sauerlandlinie im Bau oder sie gehen in diesem Jahr in den Bau.

„An dieser Zahl lässt sich ablesen, dass wir konsequent daran arbeiten, die A45 zu einer wieder leistungsstarken Verbindung zu machen“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek. Klar sei aber auch, dass nicht überall an der Strecke gleichzeitig gearbeitet werden könne. „Wir schauen genau, wo Brücken so schnell wie möglich erneuert werden müssen. An anderen Stellen gewinnen wir Zeit, in dem wir Brücken verstärken und so ihre Lebensdauer verlängern.“

Am Montag (31. Januar) gibt es ein Spitzengespräch zur A45-Sperrung bei Lüdenscheid. Unter anderem hatte die Autobahn GmbH Westfalen angekündigt, dass die mit der Prüfung beauftragte Spreng-Firma bis zum Ende des Monats eine Tendenz mitteilt, ob die marode Talbrücke Rahmede gesprengt werden kann oder nicht. Unterdessen liegen die Nerven vieler von der A45-Sperrung betroffenen Menschen blank. *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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