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A45-Sperrung: Neue Verkehrsführung durch Lüdenscheid - Stau am Montagmorgen

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Von: Marcel Guboff, Jan Schmitz

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Der Horror geht weiter: Die Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid bleibt bestehen - für Pkw mindestens drei Monate, für Lkw für immer. Das Verkehrschaos ist groß. Infos im Ticker.

+++ Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Neue Informationen rund um die A45-Sperrung gibt es hier. +++

Lüdenscheid - Die Sperrung der A45 zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord hält weiter an. Wegen der Schäden an der Talbrücke Rahmede geht dort nichts mehr. Stau und vollgestopfte Straßen in und um Lüdenscheid sind die Folge. Anwohner, Unternehmen und Autofahrer sprechen von einer Katastrophe. Bereits am Wochenende hatten die Statik-Experten den Brückenüberbau unter die Lupe genommen, um das Ausmaß der Verformungen zu erfassen. Dabei waren weitere Beschädigungen an den Stahlelementen der Brücke entdeckt worden.

AutobahnA45
Länge257 km
BundeslandNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

A45-Sperrung bei Lüdenscheid: Newsticker mit allen aktuellen Ereignissen

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Montag, 13. Dezember, 7.27 Uhr: Die neue Verkehrsführung auf den Umleitungsstrecken in Lüdenscheid hat dafür gesorgt, dass der Stau von den innerstädtischen Straßen auf die A45 verlagert wurde - zumindest in Fahrtrichtung Frankfurt. Im Berufsverkehr stehen die Autos und Lkw am Morgen auf etwa 2 Kilometern vor der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord. Dort regelt seit dem Wochenende eine Pförtner-Ampel den Zufluss aufs Stadtgebiet. Für die zwei Kilometer Stau auf der Autobahn wird derzeit eine Wartezeit von rund 45 Minuten angegeben. Vor der Abfahrt Lüdenscheid (in Fahrtrichtung Dortmund) müssen Autofahrer etwa 15 Minuten mehr einplanen. Auf den innerstädtischen Umleitungsstrecken ist die Belastung an einigen Stellen immer noch groß (zum Beispiel Lennestraße), aber nach ersten Eindrücken etwas weniger stark als in der Vorwoche.

18.17 Uhr: Wie angekündigt wurde die Verkehrsführung in Lüdenscheid am Wochenende optimiert. Die Pförtner-Ampel an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord regelt nun den Zufluss auf Lüdenscheider Stadtgebiet. Auf der Umleitungsstrecke wurde die Straße Im Grund zur Vorfahrtsstraße umgewidmet. Am Wochenende war daraufhin eine merkliche Entspannung auf den Umleitungen in Lüdenscheid zu spüren. Seine Feuerprobe muss das neue Konzept im Berufsverkehr am Montagmorgen bestehen.

15.15 Uhr: Die Sperrung der maroden A45-Brücke bei Lüdenscheid trifft nach Ansicht der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein den Lebensnerv der ganzen Region. Für die Wirtschaft in Südwestfalen sei die Sperrung der A45 eine Katastrophe, erklärten die Verbände am Freitag. Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und dem dadurch verursachten Zusammenbruch wichtiger Lieferketten sei die Sperrung ein weiterer Schlag ins Kontor.

Ampel an der A45 bei Lüdenscheid.
Neue Ampel an der A45 bei Lüdenscheid. © Cornelius Popovici

Bei einer Umfrage der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein unter ihren Mitgliedsunternehmen hätten 83 Prozent auf die Frage mit ja geantwortet, ob sie von den Folgen der Sperrung betroffen seien. 76 Prozent der Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte, die an der Umfrage teilgenommen haben, erwarteten durch die Brücken-Sperrung zusätzliche Kosten für ihr Unternehmen. Langfristige Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit würden knapp 45 Prozent sehen.

12.12 Uhr: Wie Susanne Schlenga von der Autobahn GmbH bestätigte, liegt eine fertige Planung für den bereits 2014 angestoßenen, später zurückgestellten Neubau der Rahmedetalbrücke in der Schublade. Sie müsse nun den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Das neue Bauwerk sei wegen der Krümmung und der bis zu 80 Meter hohen Pfeiler eine Herausforderung für die Ingenieure.

Stoppschild auf der Altenaer Straße.
Stoppschild auf der Altenaer Straße. © Cornelius Popovici

Sonntag, 12. Dezember, 11.06 Uhr: Die Pförtner-Ampel an der Abfahrt Lüdenscheid-Nord ist nur eine, wenn auch die wichtigste Maßnahme im neuen Konzept der beteiligten Behörden und Straßenbetriebe, um die Anwohner entlang der Umleitungs- und Ausweichstrecken zu entlasten.

Darüber hinaus wurde die Straße „Im Grund“ auf den ausgewiesenen Umleitungen U16/U39 am Wochenende zu einer abknickenden Vorfahrtstraße ausgewiesen. Die Vorfahrt auf der Altenaer Straße wird mittels Stopp-Schild dafür unterbrochen. „Wir haben uns die Situation an dieser Kreuzung genau angeschaut. Eine abknickende Vorfahrtstraße ist die beste Lösung, um den Verkehrsfluss bestmöglich umzuleiten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, erklärt Nina Niggemann-Schulte, Verkehrsplanerin der Stadt Lüdenscheid.

Die Markierungsarbeiten wurden von Straßen.NRW am Wochenende durchgeführt. Die Neuregelung der Verkehrsführung am Knotenpunkt „Im Grund“/Altenaer Straße soll nach Angaben der StadtLüdenscheid dazu beitragen, dass weniger Fahrzeuge und insbesondere Lkw durch Wohngebiete in den Stadtteilen Gevelndorf, Eggenscheid und Dickenberg fahren.

Auch an der Kreuzung Altenaer Straße/Lennestraße greift Straßen.NRW ein. Hier wird die Fahrbahn für Linksabbieger zweispurig. Die bereits doppelte Abführung des Verkehrs von der Lennestraße in die Werdohler Straße wird noch deutlicher markiert. „Hier ist es sehr eng. Wir wollen den Verkehrsteilnehmern mehr Orientierung geben“, sagt Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg.

Auf den Umleitungsstrecken in Lüdenscheid werden zudem am Wochenende die Lichtsignalanlagenprogramme der Ampeln weiter optimiert. Die Wahrnehmbarkeit der vorhandenen Bedarfsumleitung im Lüdenscheider Stadtgebiet soll durch das Aufstellen zusätzlicher Verkehrszeichen verbessert werden. Berg: „Wir hoffen, dass die Maßnahmen durchschlagenden Erfolg bringen.“ Unterdessen sagte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer im Interview mit unserer Zeitung, dass die Stadt ein Lkw-Fahrverbot für Lüdenscheid prüfe.

Die Ampel ist bereits installiert, aber noch nicht geschaltet.
Die Ampel ist bereits installiert. © Cornelius Popovici

17.18 Uhr: Straßen.NRW bestätigte die Installation an der Ampel-Anlage an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord. Dabei geht es um eine sogenannte Pförtner-Ampel, die den Verkehrszufluss ins überlastete Lüdenscheider Stadtgebiet drosseln soll. „Mit der Pförtner-Ampel können wir verhindern, dass der Verkehr sich nicht im untergeordneten Netz der Stadt Lüdenscheid staut, sondern schon früher auf der A45“, sagt Susanne Schlenga, Sprecherin der Autobahn GmbH Westfalen. Die Ampelanlage kurz vor Kreuzung zur L692 war bereits am Freitag installiert worden. Wann sie „scharf“ geschaltet wird, ist noch unklar. Von Straßen.NRW hieß es, sie soll Freitagnacht oder Samstagnacht in Betrieb gehen. Ebenfalls noch nicht entschieden ist, ab welcher Verkehrsmenge die „Pförtner-Ampel“ auf Rot schaltet. 

17.11 Uhr: Die Bürgermeister aus dem Märkischen Kreis haben sich mit Landrat Marco Voge bei ihrer turnusmäßigen Konferenz ausgetauscht. Hauptthemen waren natürlich die Folgen der A45-Sperrung und der Bau einer neuen Brücke. Dabei ist ein interessantes Modell ins Gespräch gebracht worden, das in Deutschland an Bedeutung gewinnt, wenn es um die Realisierung öffentlicher Vorhaben geht.

Gemeint ist das sogenannte „PPP-Projekt“ (Public Private Partnership), eine Kooperation der öffentlichen Hand mit der privaten Wirtschaft. Ziel dieser Partnerschaft ist es, infrastrukturelle Großprojekte – in diesem Fall die Realisierung des Neubaus der Talbrücke Rahmede – sowohl schneller als auch wirtschaftlich effizienter zu realisieren und in einer dauerhaft guten Qualität bereitzustellen. Das Modell soll den zuständigen Stellen unterbreitet werden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

14.11 Uhr: Die dauerhafte Sperrung der Sauerlandlinie A45 bei Lüdenscheid für den Lkw-Verkehr alarmiert den Präsidenten der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), Ralf Stoffels. Er fordert laut Mitteilung die Fertigstellung einer neuen Rahmede-Talbrücke in zwei Jahren. „Die Zukunft des Wirtschafts- und Industriestandorts Südwestfalen hängt entscheidend davon ab, wie schnell der Neubau der Rahmede-Brücke gelingt. Jeder Tag, an dem der Personen- und Güterverkehr nicht reibungslos über die Lebensader A45 laufen kann, richtet einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden in NRWs stärkster Industrieregion an und belastet die Menschen erheblich“, wird Stoffels zitiert.

Der Präsident hat auch Vergleiche zur Hand, in denen es ähnlich schnell ging. „Was beim Tesla-Werk in Brandenburg und beim Brückenneubau nach der Katastrophe in Genua möglich war, muss jetzt auch in Nordrhein-Westfalen gelingen: Wir fordern die Fertigstellung der Rahmede-Brücke in zwei Jahren! Das ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft der Maßstab, an dem sich die neue Ampelkoalition in Berlin und die Landesregierung messen lassen müssen. Ich erwarte, dass diese gewaltige Herausforderung in einem ‚Bündnis für Beschleunigung‘ unter Federführung des Landes in Angriff genommen wird.“

13.35 Uhr: Nach der Sperrung der maroden A45-Brücke hat Sebastian Wagemeyer, Bürgermeister von Lüdenscheid, ein schnelleres Abarbeiten anderer Baustellen in seiner stark vom Umleitungsverkehr betroffenen Stadt gefordert. Die marode Autobahnbrücke sei nicht die einzige Baustelle in und um Lüdenscheid. So gebe es eine zentrale Innenstadt-Baustelle. Diese sollten priorisiert und so schnell wie möglich abgearbeitet werden, sagte Sebastian Wagemeyer im WDR5 am Freitag. „Das ist sicherlich ein Hebel, wo man ansetzten kann“, nannte er als Beispiel.

Die Verkehrssituation sei schlimm für die Stadt. Betroffen von den Staus durch die A45-Sperrung seien viele Unternehmen und sehr viele Pendler. Für die Anwohner an der Umleitungsstrecke habe das jetzt dramatische Auswirkungen auf ihre Lebenssituation, schilderte er mit Verweis auf Abgase und Nachruhe. Die Autobahnsperrung ziehen auch einen Rattenschwanz an Problemen für wichtige Fahrten von Feuerwehr, Rettungsdienst und Müllabfuhr innerhalb von Lüdenscheid nach sich. Es müsse möglichst schnell Verbesserungen geben, mahnte Wagemeyer.

12.43 Uhr: Und weiter geht‘s mit den Maßnahmen, die das Chaos durch den Umleitungsverkehr beseitigen sollen. Nun soll die Verkehrsführung an der Kreuzung „Im Grund“/Altenaer Straße (direkt an der Umleitung U16/U39) vorübergehend angepasst werden: Die Straße „Im Grund“ soll voraussichtlich bereits an diesem Wochenende zu einer in Richtung Stadtmitte abknickenden Vorfahrtstraße ausgewiesen werden.

„Wir haben uns die Situation an dieser Kreuzung genau angeschaut. Eine abknickende Vorfahrtstraße ist die beste Lösung, um den Verkehrsfluss bestmöglich umzuleiten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, erklärt Nina Niggemann-Schulte vom Fachdienst Verkehrsplanung und –lenkung der Stadt Lüdenscheid. Das Vorgehen sei mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW abgesprochen, der die Markierungsarbeiten jetzt als zuständige Behörde schnellstmöglich realisieren soll.

Die Straße „Im Grund“ verbindet die Heedfelder Landstraße, die als Zubringer zur Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Nord fungiert, mit dem Industriegebiet Freisenberg und der Altenaer Straße. Letztere führt in Richtung Stadtmitte sowie zur Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Mitte. Die Neuregelung der Verkehrsführung am Knotenpunkt „Im Grund“/Altenaer Straße soll auch dazu beitragen, dass weniger Fahrzeuge und insbesondere Lkw durch Wohngebiete in den Stadtteilen Gevelndorf, Eggenscheid und Dickenberg fahren.

11.10 Uhr: Wird der Verkehr auf den Umleitungsstrecken in Lüdenscheid zu den Stoßzeiten begrenzt? Vieles spricht dafür. An der Ausfahrt Lüdenscheid-Nord wurde an der Kreuzung zur L692 rechts und links der Fahrbahn inzwischen eine Ampelanlage installiert. Damit könnte die Zufahrt auf Lüdenscheider Stadtgebiet geregelt werden. Am Morgen war die Ampel noch nicht in Betrieb.

Der Stau auf den Umleitungsstrecken - so die Hoffnung - würde mit Hilfe der Ampel reduziert und auf die A45 verlegt, wo die Belastungen für Anwohner und Straßen deutlich geringer sind. Dem Vernehmen nach soll auch die weiträumige Umleitung des Fernverkehrs besser ausgeschildert werden. Verkehrsteilnehmer hatten berichtet, dass die Hinweise an den Autobahnkreuzen mit der A45 unzureichend sind. So gab es auf der A45 am Westhofener Kreuz zwar einen Hinweis auf die Sperrung, aber keine großflächigen Hinweise auf die vorgesehene Umleitung über die A1, A3 und A4.

Freitag, 10. Dezember, 6.48 Uhr: Mehr Tempo bei Ersatzneubauten! NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes nimmt die Sperrung der A45 in Folge von Brückenschäden zum Anlass, schnellere Planungsverfahren einzufordern - wenn ein altes Bauwerk ersetzt wird (im Gegensatz zu einem kompletten Neubau). Am Donnerstag meldete sich die CDU-Ministerin zu Wort. „Die aktuelle Situation an der Talbrücke Rahmede zeigt, dass wir bei Planung, Genehmigung und Bau erheblich schneller werden müssen. Das gilt insbesondere für die Realisierung von Autobahnbrücken. Dazu hatte das Ministerium für Verkehr Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2020 eine Initiative in den Bundesrat eingebracht, um über ein Gesetz zur Beschleunigung von Investitionen für mehr Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau zu sorgen. Kernpunkt ist, dass Ersatzneubauten ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und erneutes Planfeststellungsverfahren realisiert werden können. Damit wären wir mehrere Jahre schneller.

Eine Blaupause für eine neue Regelung zur Modernisierung von Bundesfernstraßen und Brücken wie an der A45 bei Lüdenscheid kann das „Infrastrukturpaket II“ sein, das wir in diesem Jahr in den Landtag eingebracht haben, um auf Landesebene für mehr Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau von Straßen und Brücken zu sorgen. Deshalb werde ich mich bei der neuen Bundesregierung am Beispiel der A45 dafür stark machen, dass wir eine Reform für Ersatzneubauten in Gang setzen. Mit unseren Infrastrukturpaketen auf Landesebene zeigen wir, wie beschleunigtes Planen, Genehmigen und Bauen funktionieren kann –im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens.“

Wie der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick bei Facebook verriet, wird die NRW-Verkehrsministerin am Montag zu einem Spitzengespräch in Lüdenscheid erwartet. Auch ein Vertreter des Bundesverkehrsministeriums soll nach Informationen unserer Zeitung an dem Treffen mit Vertretern von Kommunen, Verbänden und der Autobahn GmbH teilnehmen. Die Sorgen aus Lüdenscheid hätten damit Berlin erreicht. Unser Autor kommentiert die Situation an der A45: Lasst die Menschen in Lüdenscheid und Umgebung nicht im Stich!

A45 gesperrt: Lkw-Kennzeichenzählung ergibt überraschendes Ergebnis

19.17 Uhr:  Bei einer privaten Kennzeichenzählung an den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord am Mittwoch zwischen 7.30 und 8.30 Uhr hatten Martin Haurand aus Hagen und sein Sohn nach eigenen Angaben 192 Sattelschlepper gezählt – davon hätten nur neun ein deutsches Kennzeichen gehabt, die meisten waren in Polen registriert. „Ein überraschendes Ergebnis“, findet Haurand. Offizielle Zahlen zur Belastung der Umleitungsstrecken oder gar Verkehrszählungen gibt es derzeit nicht. Man wisse nicht, wie viele Fahrzeuge auf den Umleitungsstrecken unterwegs sind, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek im Rahmen einer Pressekonferenz. Auf der Brüderstraße, eigentlich eine Anliegerstraße mit Tempo 30, nun aber Ausweichstrecke, wurden am Mittwochmorgen in drei Stunden mehr als 900 Autos gezählt - ein Vielfaches des sonstigen Verkehrsaufkommens.

18.12 Uhr: Der Kreistag hat am Donnerstagabend einstimmig eine von der SPD und CDU eingebrachte Resolution zur A45-Sperrung verabschiedet. Darin fordern die Kreis-Politiker unter anderem die Erarbeitung von abgestimmten Verkehrskonzepten für die Ausweichstrecken und Umleitungen und verkürzte Genehmigungsverfahren für den Neubau der Rahmedetalbrücke.

16.44 Uhr: Marco Voge, Landrat des Märkischen Kreises, sagt auf Anfrage: „Die aktuelle Situation rund um die A 45 ist für den Märkischen Kreis und die anliegenden Städte und Gemeinden sowie für die gesamte Region ein Worst-Case-Szenario. Im ersten Schritt geht es jetzt darum, die Brücke statisch so zu ertüchtigen, dass zumindest der Pkw-Verkehr wieder über die Brücke fahren kann. Der Schwerlastverkehr muss verlässlich und großräumig umgeleitet werden, um die verkehrliche Situation in Lüdenscheid und im gesamten Kreisgebiet zu entschärfen. Wichtig für die Region ist, die Anwohner zu entlasten, beispielsweise durch schnelle Freigaben der Baustellen auf den Ausweichstrecken und Umleitungen des Kreises. Ein- und Auspendler aus der Region müssen schnellstmöglich eine Perspektive für den Weg zur Arbeit bekommen. Dem Neubau der Rahmede-Brücke muss höchste Priorität eingeräumt werden. Dafür muss es deutlich verkürzte Genehmigungsverfahren und Ausschreibungen geben. Wichtig ist dabei eine enge Abstimmung der Baulastträger untereinander. Wir werden mit Hochdruck gemeinsam mit den betroffenen Kommunen und Kreisen, der Autobahn GmbH, Straßen.NRW, der Polizei sowie politischen Vertretern und der Wirtschaft alles dafür tun, um Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger bei uns im Märkischen Märkischen Kreis herbeizuführen.“

12.48 Uhr: Nach Angaben der Autobahn GmbH haben die Arbeiten für die Notverstärkung an der Talbrücke Rahmede an der A45 begonnen. Wie berichtet, weist die Brücke Schäden im Stahlbau auf und soll mit Hilfe einer Not-Verstärkung so instandgesetzt werden, dass der Pkw-Verkehr das Bauwerk wieder nutzen kann. Dazu werden laut Autobahn GmbH an die fünf Meter hohen Stahlbleche rechts und links der stählernen Fachwerkkonstruktion Stahlplatten angeschraubt, die die Verformungen in der teilweise nur einen Zentimeter dicken Stahlwand reduzieren.

„Mit dieser Not-Verstärkung können wir zwar nicht den ursprünglichen Zustand herstellen, erhöhen aber die Tragfähigkeit wieder soweit, dass Pkw über die Brücke fahren können“, erklärt Projektleiter Michael Neumann von der Autobahn-Westfalen-Außenstelle Hagen. Gemeinsam mit Stahlbau-Experten und Statikern hatten die Ingenieure der Autobahn Westfalen die ersten Ergebnisse der seit Donnerstag (2.12.) laufenden Untersuchungen bewertet und bestätigt, dass ohne eine Not-Verstärkung kein Verkehr auf der Brücke zugelassen werden kann. „Hier geht Sicherheit eindeutig vor“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek. Die Niederlassungs-Direktorin weiß aber auch, was die Entscheidung zur Sperrung für die Region bedeutet: „Wir haben darum alles darangesetzt, das Bauwerk zumindest für Pkw wieder zu öffnen.“

Mindestens 80 Felder müssen an den über 400 Meter langen Brückenträgern nun bearbeitet werden. Besondere Herausforderung ist dabei nicht nur die Krümmung der Brücke, die in ihrer Lage eine Kurve beschreibt, sondern auch die Jahreszeit. „Unter der Brücke ist es immer kalt und feucht“, beschreibt Michael Neumann den Aufwand der Maßnahme. „Für die Arbeiten bedeutet das, dass die Teams häufig wechseln müssen.“

12.30 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

12.27 Uhr:  Frage: Kennzeichen-Zählungen in Lüdenscheid am Mittwoch haben gezeigt, dass mehr als 80 Prozent der Lkw an der Anschlussstellen ausländische Kennzeichen haben. Ist es rechtlich möglich, die A45 zwischen Westhofener Kreuz und Olpe-Süd zur „Anliegerstraße“ zu machen, um den Fernverkehr auf dem Autobahnstück komplett auszuschließen? Würden Sie es machen? Antwort der Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek: „Die Autobahn ist einem Zweck gewidmet und zwar dem überregionalen Verkehr, da passt eine „Anliegerstraße“ nicht unbedingt dazu. Aber es liegt nicht in meiner Kompetenz, darüber zu entscheiden.“

12.25 Uhr:  Frage: 2017 wurde der Neubau zurückgestellt. Welches Bauwerk/welche Bauwerke wurden stattdessen in der Priorisierung vorgezogen?  Unter anderem die benachbarte Talbrücke Brunsbecke wurde statt der Talbrücke Rahmede neu gebaut, auch die Talbrücke Kattenohl sowie zahlreiche weitere Brücken.

12.24 Uhr: Man versucht den Bau schneller als in sechs Jahren zu realisieren.

12.23 Uhr: Die Direktorin räumt ein: Seit 2017 ist planerisch nichts mehr an der Brücke passiert.

12.22 Uhr: Planung dauert heutzutage deutlich länger. Für den Neubau der Talbrücke Rahmede ist die Anlage von zehn Baustraßen erforderlich. Dafür muss der Grund erworben werden und Betretungsrechte gesichert sein. Allein die Umweltverträglichkeitsprüfung erfordert ein Jahr für die Kartierung - eine gesamte Vegetationsperiode. Man schaut nun, wo der Panungsprozess beschleunigt werden kann.

12.20 Uhr: Frage: 2016 wurde der anvisierte Neubau der Talbrücke Rahmede im Verkehrsausschuss der Stadt Lüdenscheid durch die Projektleiter vorgestellt. Voraussichtliche Bauzeit damals: vier Jahre. Was hat sich verändert, dass Sie inzwischen von einer mehr als doppelt so langen Bauzeit (acht bis zehn Jahre) ausgehen? Antwort: Bei den acht bis zehn Jahren ist Planung und Bau mit drin, nicht nur die reine Bauzeit.

12.19 Uhr: Frage: War die Talbrücke Rahmede einsturzgefährdet? Die Direktorin vermeidet den Begriff, sagt aber: Es hätte etwas passieren können, deshalb mussten wir sie sperren.

12.17 Uhr: Welche Brücken sind derzeit besonders gefährdet an der A45? Die Direktorin nennt keine konkreten Bauwerke. „Es müssen alle Talbrücken in den nächsten Jahren erneuert werden.“ Man könne nicht alle gleichzeitig neu bauen.

12.15 Uhr: Die Autobahn GmbH räumt auf Nachfrage ein: Man wisse nicht, wie viele Pkw und Lkw derzeit auf den Umleitungsstrecken unterwegs sind.

12.14 Uhr: Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen auch nach der Freigabe im Anschluss an die Not-Verstärkung nicht mehr über die Brücke fahren - nach jetziger Planung. Eine ähnliche Lösung gibt es bereits im Falle der maroden A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal, wie RUHR24.de* berichtet.

12.13 Uhr: In der nächsten Woche ist ein Spitzengespräch unter Beteiligung des NRW-Verkehrsministeriums in Lüdenscheid geplant. Dabei geht es darum, wie die Umleitungsstrecken optimiert werden können und wie der Neubau beschleunigt werden kann. Ob auch das Bundesverkehrsministerium teilnimmt, ist noch unklar. Derzeit liefe die Terminabstimmung. Die Runde will sich ein Bild von der Situation vor Ort machen.

12.12 Uhr: Die Direktorin stellt klar: Lkw dürfen nie wieder auf die Brücke. Dafür gibt es eine Schrankenanlage, wenn der Verkehr für Pkw wieder freigegeben wird.

12.11 Uhr: Sie beschreibt die Not-Verstärkung der Brücke. Dabei werden Stahlbleche vor die verbeulten Stahlbleche aufgebracht. Sie versprach ein intensives Monitoring der Maßnahme und der Talbrücke nach Freigabe für den Pkw-Verkehr.

12.09 Uhr: Am Mittwoch gab es einen weiteren Austausch mit den Behörden vor Ort. Dabei ging es auch Umleitungsstrecken und den geplanten Neubau.

12.07 Uhr: Am Montag wurde mit den betroffenen Kommunen, Polizei, Rettungsdienste beschlossen, eine Taskforce für verkehrliche Belange einzurichten. Sie soll die Probleme vor Ort lösen.

12.05 Uhr: Die Brücken waren beim Bau nicht auf den zunehmenden Verkehr und die schwereren Lkw ausgerichtet. Die Talbrücke Rahmede ist wie viele andere Brücken auf der A45 überlastet.

12.02 Uhr: Sie stellt noch einmal das filigrane Bauwerk vor, an dem die Schäden festgestellt wurden. Sie sagt: es sind erhebliche weitere Schäden gefunden worden. Das Bauwerk ist massiv beschädigt. Die Bleche sind stark ausgebeult. Risse an den Schweißnähten wurden nicht gefunden.

12.00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek berichtet.

11.58 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt in wenigen Minuten. Die Autobahn GmbH will über den aktuellen Sachstand zur Sperrung der A45 und der Talbrücke Rahmede informieren.

10.38 Uhr: Um 12 Uhr beginnt die Pressekonferenz der Autobahn GmbH zu den neuesten Entwicklungen an der Talbrücke Rahmede und zur Dauer und Art der Sperrung der A45. Wir berichten an dieser Stelle.

10.25 Uhr: Auf der vom NRW-Verkehrsministerium betriebenen Internetseite Verkehr.NRW ist inzwischen auch ein vorläufiges Enddatum für die Sperrung der A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord genannt. Demnach wäre die gesperrte A45 in dem Bereich ab dem 31. März 2022 um 20 Uhr wieder für den Verkehr frei. Bis dahin soll eine Notverstärkung die verbogenen Stahlelemente stabilisieren, damit zumindest Pkw die Talbrücke Rahmede wieder befahren dürfen. Für Lkw bleibt die A45 in dem Bereich auch im Anschluss gesperrt.

Donnerstag, 9. Dezember, 10.13 Uhr um 10.12 Uhr: Ein weiterer Leser meldet sich. „Die Sperrung belastet alle Straßen und Orte im Umfeld. Die B54 ist im Berufsverkehr ein absolutes Pulverfass, weil Sie immer mehr überläuft. Es ist teilweise voll mit LKW. Bereits jetzt gibt es massive Auswirkungen auf den Busverkehr, im Schnitt sind es 15 bis 20 Minuten Verspätung zwischen Kierspe, Halver und Lüdenscheid bei den Bussen. Wer den Anschluss-Bus braucht um zur Arbeit oder in sein zu Hause zu gelangen hat verloren. Wir mussten jeden Tag seit letzter Woche unseren Sohn irgendwo abholen oder hinbringen, weil kein Anschluss in Sicht war. Die Fahrpläne im Volmetal müssen angepasst werden. Mein Mitleid an alle anderen Pendler.“

Wie ist Ihre Meinung? Was bedeutet die Sperrung für Sie persönlich, für Ihre Familie, Ihre Stadt? Welche Lösungsvorschläge haben Sie? Schreiben Sie uns an ln@mzv.net.

19.28 Uhr: Die Aufregung in und um Lüdenscheid ist groß. Viele Leser sind fassungslos über die Vollsperrung - und fürchten vor allem das Verkehrschaos durch Lkw. Hier weitere Leserzuschriften:

„Die Umgehungsstraßen sowohl innerhalb als auch außerhalb Lüdenscheids ersticken in Lkw-Verkehr. Auf der B54 in Oberbrügge bahnt sich bereits das nächste Problem an. Indem nun täglich hunderte Lkw-Fahrer absichtlich oder unabsichtlich die Höhenbeschränkung unter der Bahnbrücke am Ortseingang missachten. Und es werden jeden Tag mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein LKW mit der Brücke statisch so ungünstig kollidiert und damit Bahn- als auch Individualverkehr dauerhaft zum Erliegen bringt. Dieses Szenario muss unbedingt verhindert werden, sei es durch intensive Kontrollen oder bauliche Maßnahmen. Ein Lkw-Verbot für den Durchgangsverkehr im Lüdenscheider Stadtgebiet (mit Ausnahme großzügiger Ausnahmeregeln für anliegende Unternehmen) würde ich sehr begrüßen. Es muss alles getan werden, den Schwerlastverkehr so weiträumig wie nur möglich umgeleitet wird.“

„Mir fehlen einfach nur die Worte! Die Landesregierung und Straßen.NRW haben Pendler, Lieferanten und alle anderen Nutzer sehenden Auges in die Katastrophe fahren lassen! Ein unbeschreibliches Versagen mit unfassbar weitreichenden Folgen für die heimische Wirtschaft und Bevölkerung. Anwohnern und Pendlern bleibt jetzt zu hoffen, dass zumindest in allerkürzester Zeit dem LKW-Durchgangsverkehr durch entsprechende Sperrungen und deren massive Kontrollen Einhalt geboten wird. (...)“

„Jetzt, wo die voraussichtliche Dauer der Brücke fest steht und wir alle wissen, dass die Zeiten bei den ganzen Bauten überzogen werden (s. Rathaustunnel), ist das eine unzumutbare Situation. Ich wohne in der Lennestraße und habe jetzt die Autobahn Tag und NACHT vor meiner Haustür. Ich bin an Straßenlärm gewohnt, mir war bewusst als ich vor 6 Jahren hier her zog, dass ich an einer Hauptstraße wohne, aber die aktuelle Situation ist nicht tragbar! Nicht genug vom LKW-Lärm, wird auch mitten in der Nacht gehupt, weil einer nicht weiter fährt oder die Stereoanlage voll aufgedreht. Man überlegt sich nun doch, trotz der tollen Nachbarschaft und dass man sich hier einfach Zuhause fühlt, sich nach einer neuen Wohnung umzusehen.. Man hat seit 2014 so viel verschlafen und wir Lüdenscheider dürfen das nun ausbaden, Danke für gar nichts!“

Sperrung der A45: Bürger im MK fassungslos

18.30 Uhr: „Katastrophe“, „unerträglich“, „Skandal“: Unsere Leser finden deutliche Worte für das, was heute bezüglich der A45-Sperrung verkündet wurde. „Die Sperrung der Brücke ist eine Katastrophe. Das tägliche Pendeln von Herscheid nach Dortmund wird so fast unzumutbar. Öffentliche Verkehrsmittel sind seit Jahren indiskutabel. Wenn ich pünktlich im Büro sein will, muss ich, wenn ich ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel nutzen will, am Vortag losfahren. Das Auto ist die einzige Möglichkeit“, schreibt uns ein Leser.  

„Ich muss jeden Tag zur Arbeit nach Hagen, und die momentane Situation ist einfach nur unerträglich für mich. Stundenlang im Stau morgens und abends, weil die ganzen Lkw die kompletten Straßen besetzen, egal wo ich herfahre. Von den Spritkosten, die noch zusätzlich dazu kommen, möchte ich gar nicht sprechen. Wo ich sonst 40 Minuten brauchte, brauche ich jetzt mehr als 2 Stunden. Als ich las, dass eventuell das Konzept greifen könnte, wenigstens den Pkw-Verkehr fahren zu lassen, hatte ich Hoffnung. Doch nun verzweifle ich gerade, denn das alles noch 3 oder 4 Monate mitzumachen, ertrage ich nicht“, schreibt eine andere Leserin.

Monatelange Sperrung der A45: Das sagt Lüdenscheids Bürgermeister

17.37 Uhr: Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer bewertete die neuesten Erkenntnisse: „Ein solches Ergebnis der Untersuchungen war leider zu erwarten. Für Lüdenscheid und die Umgebung ist das eine Katastrophe. Ich fordere nun mit allem Nachdruck, dass die Stadt sämtliche Unterstützung von den zuständigen Behörden und vom Land NRW erhält, um schnell eine Lösung für Pendler, Anwohner und Unternehmen umzusetzen. Wir befinden uns weiter im engen Austausch mit Straßen.NRW und der Autobahn Westfalen, um die Übergangslösung so erträglich wie möglich zu gestalten.“

A45: Monatelange Vollsperrung für Pkw, für Lkw für immer - „Das ist der Super-Gau“

17.15 Uhr: Das Angellädchen Laudien befindet sich direkt an der Umleitungsstrecke in Lüdenscheid: Die Inhaberin schreibt: „Diese Sperrung ist für uns das wirtschaftliche Aus. Wir sitzen mit unserem Angellädchen genau an der Lennestraße in Lüdenscheid
Unsere Kunden können uns durch den Verkehr quasi nicht mehr erreichen. Erst vor Jahren die Dauerbaustelle auf der Lennestraße. Dann Corona und nun das, das ist der Supergau für uns kleinen Händler. Toll wäre es wenn es dafür nun finanzielle Hilfen geben würde.“

17.10 Uhr: Eine weitere Leserin meldet sich in der Redaktion: „Für uns bedeutet die Sperrung der A45 Lärm. Tag und Nacht. Die LKW sind hierbei das größte Problem. Man hört sich schon von weitem durch die Wohnung „wummern“.  Spannend wären auch die Feinstaubwerte an der Heedfelder Straße. Sorgen mache ich mir um den Schulweg der Kinder an der Wehberger Grundschule. Dort ist im Augenblick ein riesiges Verkehrsaufkommen. Morgens laufen die Kinder zur Schule. Mittags in die OGS. Und Mitleid mit allen, die von außerhalb nach Lüdenscheid zur Arbeit fahren müssen.“ Wie ist Ihre Meinung? Schreiben Sie uns an ln@mzv.net.

Vollsperrung der A45: „Wir werden hier eine neue Talbrücke bauen müssen.“

17.05 Uhr: „Wir sprechen hier über eine große Talbrücke, die durch ein Waldgebiet geht.“ Normalerweise hieße das: Umweltverträglichkeitsprüfung und Baugrunduntersuchung. Alleine für die Kartierung benötige man ein Jahr. „Wir sprechen von acht bis zehn Jahren, bis die neue Brücke steht.“ Es müsse also schneller gehen. „Wir werden hier eine neue Talbrücke bauen müssen.“

17.03 Uhr: „Langsam laufen wir der Sache hinterher.“ Man müsse also priorisieren. Bei der Hauptprüfung 2017 seien diese Beulen nicht festgestellt worden. Beulen in der jetzt festgestellten Größe wären aber feststellbar gewesen, kleinere nicht, weil keine Laserscans durchgeführt wurden. Jetzt werde man alle Stahlbrücken im Zuständigkeitsbereich mit Laserscans noch einmal überprüfen.

17.03 Uhr: Nach dieser Hauptprüfung 2017 hat man die Brücke nicht in vorderer Priorität geplant. „Sie können aus personellen Gründen nicht alle Brücken gleichzeitig planen und bauen.“

17.01 Uhr: 2017 bei der Brückenprüfung seien keine Schäden festgestellt. Standfestigkeit 1, aber insgesamt nicht in Ordnung (Zustandsnote 3,0). Sauerwein-Braksiek: „Die Brückenprüfer haben alles so gemacht wie vorgeschrieben. Ich kann die Brücke nicht gesund schreiben“.

16.58 Uhr: Sauerwein-Braksiek antwortet auf die Fragen der Abgeordneten im Ausschuss: 2010 ist die Talbrücke Rahmede untersucht worden, weil man wusste, dass die Brücke ein Problem bekommt. 2014 wurde sie abgelastet, eine verkehrliche Beschränkung mit Lkw-Überholverbot und Temporeduzierung für Lkw wurde eingeführt. „Leider ist es so, dass sich die Lkw-Fahrer an die Beschränkungen nicht halten.“

A45-Sperrung: „Katastrophe für alle Lüdenscheider“

16.57 Uhr: Die ersten Leser haben sich in der Redaktion gemeldet. Tobias Georgi schreibt: „Die vollständige Sperrung der Brücke für mindestens drei oder vier Monate ist eine Katastrophe für alle Lüdenscheider. Ich habe keine Idee, wie man die Verkehrssituation innerhalb von Lüdenscheid in dieser Zeit verbessern könnte. Als Anlieger aus der Nähe der Rahmedestraße gibt es kaum eine Chance dem Stau zu entgehen - für Fahrten in die Ferne wird es noch schlimmer. Eine zumindest teilweise Entlastung würde meiner Meinung nach nur ein LKW-Verbot (außer Anlieger im Märkischen Kreis) für den gesamten Lüdenscheider Stadtbereich bringen. Ich hoffe, dass darüber nun zeitnah nachgedacht wird.“

16.56 Uhr: Dudas fordert auf den Umleitungsstrecken und bei der Verkehrsführung mehrsprachige Hinweise auf den Hinweistafeln.

16.53 Uhr: Der Lüdenscheider Gordan Dudas spricht im Verkehrsausschuss des Landtags. Er begrüßt die Task Force, die die „erste Hilfe am Unfallort“ geleistet habe.

16.51 Uhr: Florian Müller, CDU-Bundestagsabgeordneter für MK/Olpe, meldet sich in der Redaktion. „Die A45 ist die Lebensader unserer Region. Für den Neubau brauchen wir schnellstmöglich Baurecht.“ Es müsse ein Schnellspurverfahren entwickelt werden.

16.42 Uhr: Ulrich Reuter (FDP): „Es gibt für diese Dinge keine Blaupause“. Es sei eine massive Belastung der Region.

16.38 Uhr: Klocke erinnert daran, dass der jetzige Ministerpräsident Henrik Wüst in dieser Zeit NRW-Verkehrsminister und damit für Straßen.NRW zuständig war. Im Januar 2017 hätten alle gewusst, wie marode die Talbrücke Rahmede ist.

16.37 Uhr: Er erinnerte an eine Brückenliste mit 800 Brücken in NRW aus dem Jahr 2011, in der ein Drittel akut gefährdet waren. Auch 2017 wurde über die Brücke noch einmal gesprochen. . „Ich frage mich, was zwischen Januar 2017 und Oktober 2021 bei Straßen.NRW passiert ist?“ „Warum kommt hier der Super-Gau in der Streckenführung? Ich habe die Sorge, dass nicht alles getan wurde, um präventiv zu handeln.“

16.34 Uhr: Arndt Klocke (Bündnis90/Die Grünen): „Ich lebe zum Glück selber nicht in der Region.“ Das sei die „zweite Leverkusener Brücke, die wir hier erleben.“

16.29 Uhr: „Coladosen-Brücke“ - Klaus Voussem (CDU) gibt der Talbrücke Rahmede ihren Namen.

16.28 Uhr: Frage eines Abgeordneten an die Autobahn GmbH: Wie schnell kann der Neubau realisiert werden?

16.26 Uhr: Was ein Schlag für die Region. Die Sauerlandlinie bleibt für den Lkw-Verkehr in Höhe Lüdenscheid dauerhaft gesperrt. Pendler müssen sich mindestens drei Monate lang in die Schlange stellen. Wir sind sprach- und fassungslos. Was bedeutet das für Sie? Schreiben Sie uns an ln@mzv.net.

16.25 Uhr: Sauerwein-Braksiek: „Wir wollten die Planung zum Neubau ohnehin beschleunigen“. Das tue man jetzt. Man spreche bereits mit Anwohnern und Waldbesitzern über schnellen Grunderwerb - insbesondere für Baustraßen (in Serpentinen). „Wir brauchen ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren.“

16.24 Uhr: „Lkw werden diese Konstruktion nicht mehr befahren können“. Um Lkw auszuschließen, wird eine Schrankenanlage auf beiden Seiten der Rahmedetalbrücke aufgebaut.

16.21 Uhr: „Dieser Fall ist wie eine Cola-Dose“. Wenn die heil ist, hält die. Hat die Dose erst einmal eine Beule, bricht sie weg, wenn man draufstellt. Mit Stahl-Laschen an den Beulen soll die Tragfähigkeit der Brücke erhöht werden, damit zumindest Pkw drüber fahren können, sagt Sauerwein-Braksiek im Ausschuss. Die Bauzeit betrage drei bis vier Monate - wenn das Wetter mitspielt.

Sperrung der A45 bleibt: Not-Verstärkung soll Pkw-Verkehr ermöglichen

16.19 Uhr: Die Talbrücke Rahmede wird demnach mit Hilfe einer Not-Verstärkung soweit wieder hergestellt, dass der Pkw-Verkehr die A45-Brücke wieder überfahren kann, heißt es in einer Mitteilung der Autobahn GmbH. „Angesichts der Schäden können wir die Brücke allerdings erst nach Abschluss dieser Verstärkungsmaßnahme wieder freigeben“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek laut Mitteilung. „Um Lkw künftig an einer Überfahrt zu hindern, müssen wir parallel zu den Arbeiten an der Brücke eine Schrankenanlage auf der A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid installieren.“ Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei bis vier Monate.

Mit Hilfe der bisher gewonnenen Erkenntnisse hat die Autobahn Westfalen – unterstützt von Stahlbauexperten, Statikern und Fachfirmen – ein Konzept entwickelt, wie die weitere Nutzung der Brücke bis zum geplanten Neubau aussehen kann. Dabei ist deutlich geworden, dass das Bauwerk nicht mehr die ursprüngliche Tragfähigkeit erreichen wird. „Wir tun alles, um den Pkw-Verkehr wieder auf die Brücke zu bekommen und damit zumindest eine geringe Entlastung für die Region zu schaffen“, so Sauerwein-Braksiek.

A45: Bombe geplatzt - Monatelange Vollsperrung für Pkw, für Lkw für immer

16.18 Uhr: Die Autobahn GmbH Westfalen lässt die Bombe platzen, die eine ganze Region zur Verzweiflung bringen wird: Die A45 bleibt zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord wegen irreparabler Brückenschäden für mindestens drei weitere Monate voll gesperrt. In dieser Zeit soll eine Hilfskonstruktion am Brückenkörper errichtet werden, um die Tragfähigkeit insoweit zu erhöhen, dass wieder Pkw (bis 3,5 Tonnen) über die Talbrücke Rahmede fahren dürfen. Dafür wird es eine Schrankenanlage geben, ähnlich wie an der Leverkusener Brücke. Für Lkw bleibt die Brücke gesperrt. Die A45 wird für sie erst mit dem Neubau wieder freigegeben.

16.15 Uhr: Sauerwein-Braksiek listet die Maßnahmen auf, mit der das Verkehrschaos rund um Lüdenscheid bewältigt werden sollte. Ampelschaltung, Baustellen abbauen, etc.

A45: Verkehrsausschuss des NRW-Landtags tagt

16.14 Uhr: Der bisherige Bericht der Direktorin verspricht nichts Gutes. Die Brücke ist kaputt. Kaum vorzustellen, dass die A45 bei Lüdenscheid wieder freigegeben wird. „Es ist eine dramatische Situation, der wir uns hier stellen müssen“, sagt Sauerwein-Braksiek.

16.11 Uhr: Sauerwein-Braksiek: Ich habe nach der Sperrung am Donnerstag alle betroffenen Behörden informiert. Wir leiten den Verkehr über die A3 und die A44 und A7 über Kassel Richtung Süden um. Ab Frankfurt wird über die A3 und die A7 umgeleitet.

16.10 Uhr: „Am Freitag haben wir die Schweißnähte überprüft“. Die Untersuchungen dauern immer noch an - in 30-Meter-Schritten in beiden Fahrtrichtungen. Es sind bei weiteren Laserscans weitere Beulen aufgetreten.

16.09 Uhr: Ergebnisse der Laserscan habe man am 1. Dezember (Mittwoch) erfahren. „Uns blieb nichts anderes übrig, als umgehend die Brücke zu sperren. Uns blieb keine andere Wahl, als den Verkehr sofort von der A45 zu holen“, sagt Sauerwein-Braksiek.

16.07 Uhr: Der Statiker spricht von Überlastung. Die Schweißnähte waren für die Lasten nicht dimensioniert. Andere Bauteile werden verformt. Kommt es zu einem weiteren Anwachsen der Beule oder versagt die Schweißnaht, versagt das Bauwerk schlagartig. „Die Brücke befindet sich unter Verkehr in einem labilen Gleichgewichtszustand.“

16.06 Uhr: Die Schäden sind an den Stahlträgern festgestellt worden. Die Bleche sind 10mm dick. Vermesser hat 3D-Scan gemacht. „Man hat rote Beulen gesehen. Eine Verformung von zwölf bis 17 Millimeter. Zulässig wären aber nur fünf Millimeter.“

16.05 Uhr: Statiker Wiedemann erläutert die Problematik an der Talbrücke Rahmede.

16.04 Uhr: Probleme habe man Stahlverbundbrücken, wie der Talbrücke Rahmede. Dazu kommt die für einen Neubau schwierige Topographie des Sauerlands. „Wir bewegen uns hier in fast alpinem Gelände“.

16.03 Uhr: Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn GmbH, beginnt ihren Bericht. „Die Brücken sind die Achillesferse unserer Infrastruktur“. Die Brücken aus den 60er- und 70er-Jahre sind für die aktuellen Ansprüche nicht bemessen.

16.02 Uhr: Die Ministerin verspricht vollen Einsatz: „Wir wissen um die Bedeutsamkeit der Strecke für die Menschen und die Region“.

16.01 Uhr: Ina Brandes beginnt mit ihrem Sachstand. Die Sperrung ist „ein großes Ärgernis“. Sie erinnerte an die Schäden durch die Flut in der Region. „Mein Haus war höchstens alarmiert, als wir die Information der unverzüglichen Sperrung der A45 telefonisch erhielten.“

16.00 Uhr: Dudas: „Die Erwartungen der Region sind hoch“ an eine vernünftige und schnelle Lösung. Er schließt seinen Redebeitrag.

15.58 Uhr: Der Schwerlastverkehr müsse weiträumig um Lüdenscheid herumgeleitet werden. Umleitungen sind Pflicht. Es ist für die Region nicht verkraftbar. Er fordert einen Neubau unter Aussetzung aller bürokratischen Hürden. Dudas lädt Ina Brandes in die Region ein.

15.56 Uhr: Er fordert eine Task Force aller Beteiligten. Schnellstmöglich.

15.54 Uhr: Dudas: Die Infrastruktur ist für solche Verkehrsströme nicht ausgelegt. Es gab Zerstörungen und Unfälle mit Personenschäden. Auswirkungen auf Feuerwehr und Rettungsdienst, das Krankenhaus liegt direkt an der Einfallsstraßen. Alle sind davon betroffen - Handel, Wirtschaft, Industrie. Die Stadt liegt brach. Der Zustand ist in keinster Weise akzeptabel. Komplette Region ist überlastet.

15.52 Uhr: Der Lüdenscheider Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (SPD) erhält das Wort. Er schildert, wie die Situation vor Ort aussieht. Das war eine Situation, die an die Grenzen der Belastbarkeit kam. Die Situation sei weiterhin nicht akzeptabel. Auf Google-Maps sieht man eine „rote Stadt“ durch Staus.

15.51 Uhr: Jetzt kommt es zum Sachstand der Sperrung der A45 bei Lüdenscheid. Eine aktuelle Viertelstunde.

15.49 Uhr: Ina Brandes, Verkehrsministerin von NRW, ist ebenfalls vor Ort, um Bericht zu erstatten.

15.47 Uhr: Die 65. Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtags beginnt.

15.46 Uhr: Und es darf als Zeichen dafür verstanden wissen, dass die Nachricht, die es zu verkünden gibt, Gewicht hat.

15.45 Uhr: Dass Land und Bund gemeinsam ihren Bericht über die Situation auf der A45 in Lüdenscheid vorlegen, darf als Zeichen dafür verstanden wissen, dass die nun bevorstehenden Probleme gemeinsam angehen. Zur Erinnerung: Noch bis zum 31.12.2020 lag die Zuständigkeit für die Autobahnen in NRW beim Landesbetrieb NRW, zum 1. Januar hat die Autobahn GmbH des Bundes übernommen.

15.42 Uhr: Die Sperrung hat am Donnerstag und Freitag für ein Verkehrschaos auf und neben der A45 im Sauerland gesorgt. Nach wie vor sind die Umleitungsstrecken in und um Lüdenscheid herum überlastet.

15.40 Uhr: Der Beginn der Ausschusssitzung ist für 15.45 Uhr terminiert. Der Plenarsaal füllt sich so langsam.

15.39 Uhr: Für den Ernst der Lage spricht auch, dass das Ansinnen von Polizei und Feuerwehr, die Brücke für Einsatzfahrten weiterhin nutzen zu dürfen, abgelehnt worden war. Eine sofortige Freigabe der A45 scheint daher ausgeschlossen, zumal die Untersuchungen der Brücke auch am Mittwoch weiter andauern.

15.37 Uhr: Die A45 bei Lüdenscheid war am Donnerstag (2.12.) überraschend gesperrt worden, nachdem Verformungen an einem Stahlelement der Talbrücke Rahmede festgestellt worden waren. Es sei Gefahr im Verzug gewesen. Für eine vorherige Abstimmung mit den betroffenen Kommunen oder Straßen.NRW sei keine Zeit gewesen, hieß es am Dienstag von einem Autobahn-GmbH-Sprecher.

15.34 Uhr: Als Vertreterin der Autobahn GmbH Westfalen wird die Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek erwartet. Sie wird die Ausschussmitglieder über die aktuelle Situation an der A45-Talbrücke Rahmede informieren.

15.30 Uhr: Der Verkehrsausschuss des NRW-Landtags kommt gleich zu seiner Sitzung im Düsseldorfer Landtag zusammen. Erster Tagesordnungspunkt ist eine aktuelle Viertelstunde zur Situation auf der A45. In diesem Rahmen wollen Landesregierung und die Autobahn GmbH des Bundes gemeinsam einen Bericht vorlegen - „.Information zur Sperrung der A45 bei Lüdenscheid“. Darin wollen sie auch erklären, ob die Sperrung beibehalten wird oder ob noch Hoffnung für Pendler auf eine teilweise Öffnung besteht.

15.20 Uhr: Nach einer schnellen Freigabe der A45 sieht das nicht aus. Unser Reporter ist vor Ort und berichtet, dass die Scan-Untersuchungen unvermindert weiterlaufen. Vorbereitungen für eine zumindest teilweise Freigabe der A45 seien nicht zu sehen. Die Hoffnung auf eine rasche Aufhebung der Sperrung der A45 schwindet.

15.18 Uhr: Aufgrund der weiteren entdeckten Schäden an der Talbrücke Rahmede rechnen Beobachter nicht mit einer schnellen Freigabe für den Schwerlastverkehr, der auch am Dienstag und MIttwoch die Umleitungsstrecken auf Lüdenscheider Stadtgebiet verstopfte. Ob Pkw mit reduzierter Geschwindigkeit und gegebenenfalls einspurig über die Problem-Brücke geleitet werden können, ist eines von mehreren Szenarien, das die Planer der Autobahn GmbH geprüft haben.

15.08 Uhr: Für den Nachmittag wird eine Erklärung der Autobahn GmbH erwartet, wie es nach den Brückenschäden auf der A45 bei Lüdenscheid weitergeht. Dass der Neubau (zuletzt ab 2026 geplant) vorgezogen wird, ist dabei unstrittig. Was bis zur Fertigstellung auf der Brücke und damit auf der A45 möglich ist, haben die Planer und Statik-Experten in den vergangenen Tagen geprüft und verschiedene Szenarien entworfen.

Update vom 8. Dezember, 14.47 Uhr: Die sofortige Sperrung der Talbrücke Rahmede und der A45 war vermeidbar. Das zeigt die Chronologie der Versäumnisse in Sachen Talbrücke Rahmede - das „Sorgenkind der Talbrücken“ - die wir zusammengetragen haben.

Update 14.22 Uhr: In Düsseldorf hat der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick mit NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) über die Vollsperrung der A45 gesprochen. Die Ministerin machte deutlich, dass sich das Land mit allen Kräften dafür einsetzt, in der Region für mehr Entlastung zu sorgen und die Umleitungsstrecken möglichst leistungsfähig zu gestalten. Die aktuelle Situation der Talbrücke Rahmede A45 habe zugleich gezeigt, dass das Land Nordrhein-Westfalen grundsätzlich eine intensivere Abstimmung mit der Autobahn GmbH braucht. Dazu gehören auch bessere Notfallpläne.

„Nach der Flut ist es bereits das zweite Ereignis, das viele Pendler, Anwohner oder Industriebetriebe vor riesige Herausforderungen stellt. Deshalb müssen Lösungen gefunden werden, die die Belastungen für die Region minimieren“, wünscht sich Schick.

A45-Sperrung: Autobahn GmbH will am Mittwoch Erklärung abgeben

Update vom 8. Dezember, 10.55 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung will die Autobahn GmbH am heutigen Mittwoch die betroffenen Behörden sowie zu einem späteren Zeitpunkt die Öffentlichkeit über die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen an der beschädigten Talbrücke Rahmede sowie das weitere Vorgehen informieren. Dann will man auch sagen, ob und wenn ja, für wen und wann die A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord wieder freigegeben wird. Zuvor waren bei den Untersuchungen mittels eines Scanners weitere Schäden an dem Brückenüberbau festgestellt worden.

Die bisherigen Entwicklungen im Zuge der A45-Sperrung können Sie hier nachlesen.

Das Verkehrschaos infolge der A45-Sperrung bekommen derweil auch umliegende Orte zu spüren - zum Beispiel Altena, wo ein Anwohner praktisch von Stau eingekesselt war. Auch Unternehmen im Märkischen Kreis (MK) senden Hilferufe. *come-on.de und RUHR24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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