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A46-Sanierung zwischen Bestwig und Meschede: Bald Einschränkungen über Jahre

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Von: Kristina Köller

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A3-Baustelle bei Würzburg
Auf der A46 ist zwischen Bestwig und Meschede bald Baustelle. Dort wird die Fahrbahn saniert. (Symbolfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Autofahrer müssen sich auf der A46 zwischen Bestwig und Meschede (NRW) auf Einschränkungen einstellen. Die Fahrbahn wird drei Jahre lang saniert. Was Verkehrsteilnehmer wissen müssen.

Bestwig - Die Autobahn Westfalen saniert ab Montag, 25. April, beide Fahrtrichtungen der A46 zwischen den Anschlussstellen Bestwig und Meschede (NRW). Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Während der Einrichtung der Baustelle steht der Pressemitteilung zufolge den Verkehrsteilnehmern bereits von Montag, 25. April, bis Montag, 2. Mai, in Fahrtrichtung Brilon nur einer von zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

Um zunächst die Fahrbahn der Autobahn in Richtung Hamm und später jene in Richtung Brilon zu sanieren, wird dann in der Zeit von Montag, 2. Mai, bis zum Ende der Maßnahme im Jahr 2024 jeweils in den Monaten von April bis November in beiden Fahrtrichtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Höhe der Baustelle 80 km/h, heißt es.

A46-Sanierung zwischen Bestwig und Meschede - Umleitungsverkehr

Die Beeinträchtigung der Anschlussstellen Bestwig und Meschede soll laut Autobahn Westfalen während der Bauzeit auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden. So soll der Umleitungsverkehr in den betroffenen Straßen im Bereich der Stadt Meschede beziehungsweise der Gemeinde Bestwig möglichst gering gehalten werden.

Doch was wird dort zwischen den Anschlussstellen Bestwig und Meschede überhaupt gemacht? Bei der „grundhaften Sanierung“ wird nicht nur die oberste Asphaltschicht, sondern auch der Straßenaufbau in der Tiefe erneuert, heißt es. Auf den Schotter kommen drei neue Schichten Asphalt – in unterschiedlicher Stärke. So soll gewährleistet werden, dass die Autobahn den hohen Verkehrslasten für die kommenden Jahrzehnte gewachsen ist.

A46-Sanierung zwischen Bestwig und Meschede - Notrufsäulen, Entwässerung, Schutzplanken

Neben den Arbeiten an der Fahrbahn stehen bis November 2024 die Erneuerung von vier Notrufsäulen, der Entwässerung sowie der Schutzplanken an, so die Autobahn Westfalen weiter. Die Arbeiten würden mit Rücksicht auf den Wintertourismus im Sauerland und die schwierigen Witterungsverhältnisse in der kalten Jahreszeit über drei Jahre jeweils lediglich zwischen April und November durchgeführt. Dafür würden auf dem 5,8 Kilometer langen Streckenabschnitt insgesamt 12,3 Millionen Euro investiert, heißt es.

Pilotprojekt mit Niedrigtemperaturasphalt

Laut Autobahn Westfalen wird in diesem Zuge zudem erstmals im Netz der Niederlassung Westfalen sogenannter „Niedrigtemperaturasphalt“ verbaut. Durch die Absenkung der Asphalttemperatur beim Einbau in Verbindung mit dem Einsatz von Absaugeinrichtungen am Straßenfertiger sollen im Rahmen dieses Pilotprojekts Dämpfe und Aerosole aus der heißen Verarbeitung des Baumaterials reduziert werden. „Diese gelten als potenziell gesundheitsschädlich, sodass durch ein Absenken der Temperatur der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter an den Maschinen erhöht wird“, erklärt die Autobahn Westfalen.

Pro Fahrtrichtung soll für die Versuchsstrecke ein jeweils circa ein Kilometer langes Baufeld eingerichtet werden. Auf der einen Fahrbahnseite befinden sich darauf zwei Erprobungsabschnitte, auf der anderen ein weiterer Erprobungsabschnitt und ein Referenzfeld, so die Schilderungen. In den verschiedenen Erprobungsabschnitten sollen Asphaltmischungen mit drei unterschiedlichen beigemischten temperaturabsenkenden Zusätzen zum Einsatz kommen. „Die Maßnahme wird von der Berufsgenossenschaft Bau und der Bundesanstalt für Straßenwesen mit Messungen begleitet und auf ihre Effizienz und Auswirkungen überwacht.“

Mit der Sanierung zwischen Bestwig und Meschede ist aber noch längst nicht alles erledigt. Im Anschluss an die Arbeiten werden von 2025 bis 2026 auch der Abschnitt zwischen Enste und Meschede und von 2027 bis 2028 der Abschnitt zwischen Wennemen und Enste grundhaft erneuert.

Auf der A46 bei Hagen verlor kürzlich ein Fußgänger sein Leben. Nachdem er einen leichten Unfall baute, stieg er aus seinem Auto und achtete nicht auf den Verkehr.

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