Abgelehnter Asylbewerber jetzt in U-Haft / Bürgermeister Rebbe fassungslos

Ein Video und die Folgen: "Ganze braune Soße über Fröndenberg ausgeschüttet!"

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Fröndenberg/Unna - Das 21.000-Einwohner-Städtchen Fröndenberg im Kreis Unna hat bundesweit traurige Bekanntheit erlangt - vor allem über soziale Netzwerke. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich nämlich ein Video, das zeigt, wie ein als gewalttätig bekannter Mann aus Afrika mit einem Stein ein Fahrzeug der Stadtverwaltung ramponiert. Jetzt erst kommt offenbar durch die Behörden Dynamik in den Fall des abgelehnten Asylbewerbers, der jetzt in U-Haft sitzt. Währenddessen muss Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe Hass-Mails gegen sich und seine Stadt ertragen und sagt: "Die ganze braune Soße wird jetzt über Fröndenberg ausgeschüttet." Wir fassen den aktuellen Stand und die Chronologie des Falles hier zusammen.

Was die Ausländerbehörde des Kreises Unna, die Kreispolizeibehörde Unna und die Stadt Fröndenberg als zuständige Stellen der Öffentlichkeit inzwischen an Informationen zur Verfügung stellen können, klingt in Summe schier unglaublich: 

Exakt 17 polizeiliche Einträge gibt es gegen den besagten Mann aus Afrika alleine in Unna: Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Bedrohungen, Widerstandshandlungen und Diebstähle. Hier geht es zur kompletten Auflistung, die die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna unserer Redaktion zur Verfügung gestellt hat. Hinzu kommen etliche Einträge in Dortmund wegen des Erschleichens von Leistungen - sprich Schwarzfahren im Zug.

Hinweise auf Herkunft von der Elfenbeinküste

Was noch immer unklar ist: die Identität des Mannes. Geführt wird er mit zwei Datensätzen - als 23-Jähriger aus Guinea und als 28-jähriger Staatsangehöriger der Elfenbeinküste. "Aus diesem Land stammt der Mann nach Hinweisen, die der Ausländerbehörde vorliegen", heißt es in einer Stellungnahme des Kreises Unna von Mittwoch.

Fest steht: Eingereist ist der Mann 2015. "Am 24. Januar 2018 wurde sein Asylantrag abgelehnt, seit Februar 2018 läuft ein Passersatzpapierverfahren, da seine Identität nicht zweifelsfrei geklärt ist – er hat nämlich keinen Pass", so die Kreis-Pressestelle.

"In solchen Fällen leitet die Ausländerbehörde des Kreises Unna ein Passersatzpapierverfahren ein, um die Identität der Person mit der Botschaft des Herkunftsstaates zweifelsfrei zu klären. Mit dem Passersatzpapier ist dann die Rückführung des Ausländers in seinen Herkunftsstaat möglich", teilt Max Rolke, stellvertretender Pressesprecher des Kreises Unna, mit.

Und weiter: "Aufgrund der aktuellen Ereignisse hat die Ausländerbehörde am Montag, 13. August 2018 erneut um eine bevorzugte Bearbeitung dieses Falles gebeten. Zum Ende des Jahres ist eine Sammelanhörung geplant, bei der die Botschafter der Elfenbeinküste gebeten werden, die Identität des Mannes zu klären. Wenn das Passersatzpapier von der Botschaft ausgestellt wird, ist die Beendigung des Aufenthaltes möglich."

Am 31. Juli dann jener Vorfall, der aus einem vorbeifahrenden Auto heraus gefilmt und ins Netz gestellt wird...

Der kräftige, bärtige Mann geht von der Touristeninfo der Stadt Fröndenberg in Badelatschen seelenruhig in Richtung Rathaus, in den Händen hält er einen dicken Stein - und wirft diesen mit voller Wucht mehrfach gegen einen Volvo der Stadtverwaltung. 

Hier war der Volvo der Stadt Fröndenberg abgestellt.

Scheiben bersten, an den Seiten und hinten. Die Spiegel sind abgetreten, die Karosserie eingetreten. Schaden: rund 10.000 Euro. Wirtschaftlicher Totalschaden, nennt man das. Es muss ein neues Fahrzeug beschafft werden.

Das Autohaus BMW Procar an der Hansastraße in Unna.

In den nächsten Tagen (siehe Auflistung der polizeilichen Einträge ganz unten) will der Asylbewerber dann im BMW-Autohaus Procar an der Hansastraße in Unna ein Auto kaufen. Nicht irgendein Auto: Der nagelneue BMW X4 kostete 53.000 Euro.

Zahlen kann er natürlich nicht - stattdessen versucht er es mit Spielgeld aus einem Monopoly-Spiel. Es folgen zahlreiche Polizei-Einsätze im Autohaus, auf richterliche Anordnung wird er auch in die psychiatrische LWL-Klinik nach Dortmund-Aplerbeck gebracht. Bis zum 24. August soll er dort bleiben. Auch dort aber folgt Randale, er verweigert die Zusammenarbeit mit den Ärzten. "Kein Therapiewille", heißt es - es kommt zur vorzeitigen Entlassung.

Dann - am 11. und 12. August - guckt sich der Mann ein Computergeschäft an der Alleestraße in Fröndenberg aus. Schon am Samstag versucht er, in den Laden einzudringen. Schlägt gegen die Scheibe. Am Sonntag hat er Erfolg, mit einer Spielekonsole will der Afrikaner flüchten. Daraus wird nichts: Die Polizei nimmt den Mann fest, der Haftrichter am Amtsgericht Unna erlässt diesmal einen Untersuchungshaftbefehl. Er kommt in die JVA nach Dortmund.

"Die bislang aktenkundigen Straftaten hätten für eine Untersuchungshaft nicht ausgereicht", schreibt der Hellweger Anzeiger unter Berufung auf Staatsanwalt Henner Kruse. "Dem Mann werde wegen des jüngsten Vorfalls nun indes Diebstahl in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Die Straferwartung liege – ziehe man die übrigen Vorwürfe hinzu – nun voraussichtlich bei mindestens einem Jahr Haft. Zudem bestehe bei dem Mann Fluchtgefahr, weil er in Deutschland über keine sozialen Bindungen verfüge", so die Tageszeitung aus Unna mit Redaktion in Fröndenberg weiter.

Erster Prozess für Donnerstag geplant - aber aufgehoben

Am Donnerstag, 16. August, sollte um 13 Uhr am Amtsgericht Unna eigentlich ein erster Prozess gegen den Afrikaner stattfinden, in dem es allerdings zusammengefasst um acht "kleinere" Delikte wie Schwarzfahren in Dortmund sowie um die Vorfälle in der Flüchtlingsunterkunft in Fröndenberg gehen sollte. Die zu erwartende Gesamtstrafe hätte eher im unteren Bereich gelegen.

Dieser Termin ist ganz aktuell am Dienstag aufgehoben worden, die Akten wurden an den zugewiesenen Pflichtverteidiger übergeben. Laut einer Sprecherin des Amtsgerichtes Unna sollen die aktuelleren Ereignisse im Zusammenhang mit der Sachbeschädigung des städtischen Pkw, mit dem Autohaus in Unna sowie der Einbruchsdiebstahl von Sonntag in Fröndenberg bei einem Prozess direkt berücksichtigt werden.

Das sagt Fröndenbergs Bürgermeister

Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe hat sich unserer Redaktion gegenüber so zur aktuellen Lage in der Stadt geäußert:

Friedrich-Wilhelm Rebbe, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg. 

"Ich bin gefragt worden, was ich gedacht habe, als ich von der Zerstörung des städtischen Fahrzeugs gehört habe. Ich war zwar schockiert, aber ganz ehrlich gesagt bin ich schockierter darüber, dass die Tat eines Einzelnen dermaßen großes mediales Interesse findet, wenngleich die Berichterstattung bis auf einzelne Online-Portale eigentlich ordentlich war.

Viele großartige Leistungen, die wir hier seit 2015 vollbracht haben, werden jetzt in den Hintergrund gedrängt. Zeitweise hatten wir 400 Flüchtlinge hier, mussten Wohnraum schaffen, die Turnhalle einer Grundschule zur Verfügung stellen. Wir haben so viele tolle ehrenamtliche Helfer, die uns als Stadt unterstützen und Arbeit tun, die wir nicht tun können. Das ist ein hervorragendes Zusammenwirken.

Das Rathaus an der Bahnhofstraße in Fröndenberg.

Und dann kommt jemand daher, der - ich sage das mal salopp - so aus der Art schlägt. Was haben ihm andere getan? So viel liegt im Dunkeln, diese Dinge müssen Juristen und Ärzte bewerten. Aber sie glauben nicht, was ich für Hass-Mails bekomme. Die ganze braune Soße wird jetzt über Fröndenberg ausgeschüttet, das schockiert mich.

Ein zerstörtes Auto ist nicht das, was man sich wünscht . Aber diese Umstände sind einfach nur schrecklich und eigentlich viel schlimmer. Von 400 sind noch 150 Flüchtlinge da, die Paten sind auf großartige Weise bemüht, den Integrationsprozess zu begleiten durch Sprachkurse und persönlichen Einsatz. Diese tolle Arbeit wird in Misskredit gebracht durch einen, der kriminell geworden ist, was die Taten natürlich nicht entschuldigen soll.

Ein zweiter Punkt ist mir wichtig: Ich bin gefragt worden, ob ich Hilflosigkeit erlebe in dieser Situation. Dazu sage ich ihnen: So ein Mann flößt mir keine Angst ein. Was mir Angst einflößt ist das, was das ganze ausgelöst hat. Die Vorwürfe, dass der Staat marode, schwach und hilflos sei."

So bedient sich die Politik des Videos aus Fröndenberg

So berichtete Sat.1

So berichtete bild.de

Diese 17 Einträge listet die Kreispolizeibehörde Unna auf

1. Fröndenberg: Widerstand, Hausfriedensbruch im Sozialamt

Am 2.10.2017 weigerte der Beschuldigte sich, nach einem Streit das Sozialamt zu verlassen. Daraufhin wurde die Polizei hinzugezogen. Auch in Anwesenheit der Beamten weigerte er sich, die Örtlichkeit zu verlassen. Einem Platzverweis kam er nicht nach. Als er daraufhin ergriffen wurde, sperrte er sich und es kam es zu einer Rangelei. Hierbei schlug er mit seinen Fäusten in Richtung der Beamten. Nur durch Einsatz des Pfeffersprays und körperlicher Gewalt konnte der Widerstand gebrochen werden. Zur Durchsetzung des Platzverweises wurde er in Gewahrsam genommen und dem Polizeigewahrsam Unna zugeführt. Bei dem Einsatz wurden zwei der drei eingesetzten Beamten leicht verletzt.

2. Fröndenberg: Sachbeschädigung

Am 10.3.2018 gegen 14.30 Uhr zerstörte der Beschuldigte die Zimmereinrichtung eines Zimmers in der Asylunterkunft in Fröndenberg. Da er auch weiterhin aggressiv war, wurde er zur Verhinderung weiterer Straftaten nach richterlicher Bestätigung in Gewahrsam genommen. Gegen 20 Uhr wurde er wieder entlassen.

3. Fröndenberg: Sachbeschädigung

Am 27.4.2018 gegen 17.35 Uhr schlug der Beschuldigte die Zimmereinrichtung in der Asylunterkunft in Fröndenberg klein und warf Möbel aus dem Fenster. Zum Grund sagte er, er sei wütend, dass die Stadt Fröndenberg ihm kein Geld gegeben habe.

4. Fröndenberg: Sachbeschädigung, Fahrlässige Körperverletzung

Am 7.5.2018 gegen 2.10 Uhr randalierte der Beschuldigte in der Asylunterkunft in Fröndenberg. Hierbei werden mehrere Türen, Stühle sowie eine Fensterscheibe zerstört. Weiterhin wurde ein weiterer in der Unterkunft untergebrachter Zuwanderer durch eine der Türen verletzt, als der Beschuldigte gegen diese trat.

5. Fröndenberg: Körperverletzung

Am 7.5.2018 gegen 17 Uhr nahm der Beschuldigte einen Mitbewohner der Asylunterkunft in Fröndenberg in den Schwitzkasten. Mitbewohner trennten die beiden. Da er in den letzten 24 Stunden mehrfach wegen Straftaten an oben genannter Örtlichkeit aufgefallen ist, wurde der Bereitschaftsdienst der Stadt Fröndenberg informiert, um eine Verlegung des Beschuldigten zu veranlassen.

6. Menden: Widerstand, Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung

In der Nacht zum 12.5.2018 bedrohte der Beschuldigte in einem Bordell in Menden eine andere Person mit einer abgebrochenen Glasflasche und schlug mit den Fäusten auf diesen ein. Als die Polizeibeamten den Beschuldigten aus dem Bordell begleiten wollten, leistete er Widerstand. Nachdem er das Bordell verlassen hatte, randalierte er vor dem Gebäude an der Fröndenberger Straße. Er wurde schließlich von der Polizei in Gewahrsam genommen.

7. Unna: Sachbeschädigung

Am 12.5.2018 beschädigte der Beschuldigte in Unna vorsätzlich die Scheiben eines Zuges, nachdem er zuvor bereits einen Platzverweis für das Bahnhofsgelände erhalten hatte. Da er diesem nicht nachkam und zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er dem Polizeigewahrsahm Unna zugeführt.

8. Bönen: Ladendiebstahl, Widerstand

Am 14.5.2018 nahm sich der Beschuldigte in einem Geschäft in Bönen Zigaretten und ein Feuerzeug und verließ das Geschäft, ohne die Ware zu bezahlen. Er wurde außerhalb des Geschäftes durch zwei Zeugen angesprochen und festgehalten. Als die Polizei kam, griff er die eingesetzten Beamten tätlich an. Er konnte jedoch zu Boden gebracht und fixiert werden. Hierbei verletzte sich ein Beamter leicht. Der Beschuldigte wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten dem Polizeigewahrsam Unna zugeführt.

9. Fröndenberg: sonstiger Vorgang

Am 30.5.2018 gegen 10.45 Uhr meldeten besorgte Fröndenberger der Polizei, dass ein Mann mit einem “Speer” bewaffnet im Bereich des Bahnhofs herumlaufe. Die Polizei konnte ihn in einem der gläsernen Wartehäuschen antreffen. Neben ihm stand hochkant angelehnt eine ca. 1,5 Meter lange Metallstange, die an beiden Enden mit “Speerspitzen” versehen war. Bei näherer Betrachtung handelte es sich um eine handelsübliche Gardinenstange mit aufgeschraubten Zierspitzen, die aussahen wie Speerspitzen. Die Gardinenstange wurde mit Einverständnis des Beschuldigten von der Polizei entsorgt.

10. Fröndenberg: Sachbeschädigung an Pkw

Am 31.7.2018 um 19.10 Uhr beschädigte der Beschuldigte mit einem Stein ein Dienstfahrzeug der Stadt Fröndenberg derart, dass Totalschaden entstand.

11. Fröndenberg: Hausfriedensbruch

Am 1.8.2018 um 18.15 Uhr erschien der Beschuldigte im Verkaufsraum eines Drogeriemarktes an der Windschotener Straße, obwohl er dort bereits Hausverbot hat.

12. Unna: Sachbeschädigung an Kfz, Beleidigung

Am 3.8.2018 um 10.08 Uhr erschien der Beschuldigte im Autohaus Firma Procar und verlangte die Herausgabe eines BMW X4 im Wert von 53.000 Euro. Nach seiner Ansicht habe er den Kaufvertrag dafür am Vortag abgeschlossen und auch Zahlungsbereitschaft durch Vorzeigen von Monopoly-Geld nachgewiesen. Nachdem ihm die Herausgabe des Fahrzeuges durch die Mitarbeiter verweigert wurde, verließ der Beschuldigte den Verkaufsraum, wobei er (wie er in seiner Vernehmung sagt aus Verärgerung, dass ihm das Auto nicht gegeben wurde) mehrfach gegen einen Pkw trat, der dabei beschädigt wurde. Außerdem beleidigte er einen Angestellten. Der Beschuldigte erhielt ein unbefristetes Hausverbot durch das Autohaus Procar. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der Beschuldigte in Gewahrsam genommen und dem Gewahrsam der Polizeiwache Unna zugeführt. Gegen den Beschuldigten wurde durch das Amtsgericht Unna eine gefahrenabwehrende Gewahrsamnahme bis um 18 Uhr des Tages angeordnet.

13. Unna: Hausfriedensbruch

Am 3.8.2018 um 18.30 Uhr zeitnah nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam Unna begab sich der Beschuldigte in Richtung Procar. Dort betrat er trotz bestehenden Hausverbotes den Eingangsbereich, um wiederum die Herausgabe seines Fahrzeuges zu fordern. Da ihm bereits ein Hausverbot ausgesprochen worden war, stellte die Firma Strafantrag und rief die Polizei. Ein Platzverweis durch die eingesetzten Polizeibeamten wurde ausgesprochen.

14. Unna: Sachbeschädigung, Diebstahl, versuchte gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch

Trotz zuvor ausgesprochenen Platzverweises erschien der Beschuldigte kurz darauf wieder am Autohaus Procar. Er “bewaffnete” sich mit einem Sperrpfosten von dem Gelände einer benachbarten Firma. Mit diesem bewegte er sich in bedrohlicher Art und Weise auf die Mitarbeiter der Firma Procar zu. Nachdem diese sich in den Eingangsbereich des Gebäudes zurückgezogen hatten, schlug der Beschuldigte mehrfach mit dem Sperrpfosten gegen die Scheiben. Die eingesetzten Beamten nahmen den Beschuldigten um 19.25 Uhr in Gewahrsam. Das gefahrenabwehrende Gewahrsam wurde durch das Amtsgericht Kamen bis 7.30 Uhr des Folgetages angeordnet.

15. Unna: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch

Am 4.8.2018 betrat der Beschuldigte nach Entlassung aus dem Polizeigewahrsam gegen 8.15 trotz bestehenden Hausverbotes erneut das Gelände der Firma Procar Automobile. Er wurde zwecks Vereitelung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. In der Gewahrsamszelle leistete er erheblichen Widerstand. Der Beschuldigte wurde mit Beschluss durch das Amtsgericht Kamen am 4.8.2018 der LWL Dortmund zugeführt. Ein Verbleib wurde zwar bis mindestens zum 24.8.2018 angeordnet. Unseren Erkenntnissen zufolge durfte er jedoch bereits am 8.8.18 die LWL-Klinik verlassen.

16. Unna: Hausfriedensbruch

Am Freitag, 10.8.2018 gegen 9.20 Uhr betrat der Beschuldigte wieder das Autohaus an der Hansastraße, obwohl er dort Hausverbot hatte. Einem Platzverweis kam der Beschuldigte zunächst nach, kehrte aber wenige Minuten später zurück. Schließlich konnte er nach Rücksprache mit dem Amtsgericht Unna in Gewahrsam genommen und zur Polizeiwache Unna gebracht werden.

17. Fröndenberg: Festnahme nach Geschäftseinbruch

Am Sonntag, 12.8.2018 mittags um 12 Uhr wurde der Beschuldigte von der Polizei nach einem Einbruch in ein Computergeschäft in Fröndenberg vorläufig festgenommen. Er hatte bereits einen Tag zuvor (Samstag, 11.8.2018 gegen 15:30 Uhr) versucht, sich mit einem Stein Zugang zum Geschäft zu verschaffen. Bei beiden Taten war er von mehreren Zeugen gesehen worden. Er wurde am Montag, 13.8.2018 dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Unna vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl, das heißt: Seit dem 13.8.18 sitzt er in der JVA.

Quelle: wa.de

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