News-Ticker zum Messerangriff auf Bürgermeister Hollstein

Altenaer setzen mit Lichterkette Zeichen gegen Hass und Gewalt

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Am Abend trafen sich die Altenaer, um sich zu einer Lichterkette gegen Hass und Gewalt zu formieren.

Altena - Auf Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein ist am Montagabend ein Attentat verübt worden. Der 56-jährige Täter attackierte Hollstein mit einem Messer. Am Vormittag äußerte sich Hollstein selbst auf einer Pressekonferenz im Rathaus Altena, danach gaben Staatsanwaltschaft und Polizei ihre Statements ab. Wir berichten über die aktuelle Entwicklung fortlaufend hier im News-Ticker.

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Altenas Bürgermeister Hollstein mit Messer angegriffen

20.01 Uhr: Am Abend trafen sich mehr als 300 Altenaer auf der Parkpalette am Rathaus, um sich zu einer Lichterkette gegen Hass und Gewalt zu formieren. Dazu aufgerufen hatte die erste stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler. "Das Attentat gegen unseren Bürgermeister Andreas Hollstein ist eine unfassbare Tat gegen ihn, aber auch gegen uns als Bürger dieser Stadt. Wir setzen ein Zeichen gegen Hass und Gewalt", hieß es in ihrem Aufruf.

Am Abend trafen sich die Altenaer, um sich zu einer Lichterkette gegen Hass und Gewalt zu formieren.

19.25 Uhr: Als Reaktion auf den Messerangriff auf Andreas Hollstein hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund schärfere Strafen bei Gewalt gegen Mandatsträger gefordert. "Während wir bereits einen verbesserten Schutz für Polizisten und Rettungskräfte im Strafgesetzbuch haben, brauchen wir diesen dringend auch für Kommunalpolitiker", sagte Uwe Lübking, Rechtsexperte des Verbands.

18.23 Uhr: Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sein Mitgefühl übermittelt. Steinmeier schrieb an Bürgermeister Andreas Hollstein, er habe mit großer Betroffenheit von der Attacke gehört. "Sie können gewiss sein, dass nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen in unserem Land derzeit mit Ihnen fühlen und Ihnen alles erdenklich Gute wünschen."

15.37 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht nach dem Angriff auf den Bürgermeister von Altena Handlungsbedarf gegen Hetze im Netz. "Wir müssen vor allem denen, die Gewalt nicht persönlich ausüben, aber zur Gewalt aufrufen, die anonym im Netz hetzen, Fake-News verbreiten, das Zusammenleben von Menschen stören, entgegentreten", sagte Laschet in Düsseldorf. Jeder, der so hetze oder bedrohe, müsse geächtet sein und möglichst dingfest gemacht werden. Laschet dankte den beiden Männern, die bei der Tat eingeschritten und womöglich Schlimmeres verhindert hatten. "Das ist Zivilcourage, in einem solchen Moment, wo jemand einem anderen ein Messer an den Hals hält, selbst einzugreifen und zu helfen." Ein Termin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Altena solle nachgeholt werden. Dieser hatte seinen NRW-Besuch wegen der geplatzten Jamaika-Verhandlungen vergangene Woche abgesagt.

14.49 Uhr: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen hat ein Richter gegen den 56-jährigen Tatverdächtigen inzwischen einen Haftbefehl erlassen. Er wurde einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Das teilte die Polizei Hagen soeben mit.

13.50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nicht nur über Regierungssprecher Steffen Seibert ihr Bedauern über die Vorkommnisse in Altena ausdrücken lassen, sondern hat sich am Dienstagmorgen auch schon persönlich telefonisch bei Andreas Hollstein erkundigt, wie es ihm nach dem Angriff geht.

Dr. Andreas Hollstein

13.25 Uhr: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 56-jährigen Werner S. wegen versuchten Mordes. Das bestätigte Staatsanwalt Gerhard Pauli am Dienstagmittag auf einer Pressekonferenz. Der Angreifer sei bei seiner Attacke auf Bürgermeister Andreas Hollstein alkoholisiert gewesen. Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus.

Lesen Sie hier die wichtigsten Zitate aus der Pressekonferenz:

Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft

+++ Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ Der 56-Jährige lebt offenbar in prekären persönlichen Verhältnissen. Dem Altenaer drohe die Zwangsversteigerung seines Hauses. Dort sei ihm das Trinkwasser abgestellt worden. So erklärt sich auch sein Spruch, mit dem er den Bürgermeister attackierte. "Ihr lasst mich verdursten und holt stattdessen Flüchtlinge in die Stadt", habe der 56-Jährige sinngemäß gerufen.

Gerhard Pauli, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hagen.

+++ Die Staatsanwaltschaft Hagen stuft den Angriff als spontan und nicht von langer Hand geplant ein. Das sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli. Er fügte hinzu, bislang gebe es keine Hinweise, dass der Täter Verbindungen in die organisierte rechte Szene gehabt habe.

+++ Der Bürgermeister und seine beiden Lebensretter hatten große Mühe, den Angreifer in Schach zu halten. Der 56-Jährige sei körperlich sehr kräftig. Er habe als Maurer gearbeitet, sei aktuell aber arbeitslos.

+++ Ansonsten bestätigen die Ermittler die Aussagen des Bürgermeisters: Der Angreifer habe Hollstein für dessen Flüchtlingspolitik kritisiert. Wegen dieser Motivation geht die Staatsanwaltschaft von niederen Beweggründen aus - ein weiterer Punkt, warum wegen versuchten Mordes ermittelt wird.

Der Leiter der Mordkommission, Ralf Eickler.

+++ Offenbar gibt es auch Hinweise auf eine psychische Störung. Die Ermittler wollen in jedem Fall ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben, um die Schuldfähigkeit des Mannes einschätzen zu können.

+++ Die Staatsanwaltschaft geht von einer spontanen Tat aus - auch wenn der Angreifer ein Küchenmesser dabei gehabt habe. Man erlebe im Alltag ähnliche Bewaffnungen, sagt Gerhard Pauli.

+++ Der Täter war strafrechtlich bisher nicht besonders auffällig: Es habe in der Vergangenheit aber einen Fall von Trunkenheit am Steuer und einen Fall von leichter Körperverletzung gegeben.

Die mutmaßliche Tatwaffe

+++ Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, bestätigt der leitende Staatsanwalt Gerhard Pauli. Versuchter Mord, weil man von einer Tötungsabsicht ausgehe, so Pauli. Der Angreifer war betrunken: Die Ermittler gehen von einem Wert von 1,1 bis 1,2 Promille aus.

+++ Der Ermittler gibt noch einmal den Tatablauf wider: "Ich steche dich ab", habe der 56-Jährige gerufen und den Bürgermeister von hinten gegriffen und ihm das Messer an den Hals gehalten. Der Bürgermeister konnte diese Attacke abwehren. Der Imbissbesitzer und dessen Sohn griffen ein und hielten den Angreifer in Schach.

+++ Der 56-jährige Verdächtige verweigerte nach seiner Verhaftung die Aussage, so der Leiter der Mordkommission. Tatwaffe war ein insgesamt 34 Zentimeter langes Küchenmesser mit einer 22 Zentimeter lange Klinge.

Der Leiter des Staatsschutzes in Hagen, Andre Dobersch.

+++ "Wir gehen davon aus, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt", sagt Kriminalrat André Dobersch, Leiter des Staatsschutzes in Hagen.

13.00 Uhr: In diesem Minuten beginnt die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft in Hagen.

12.49 Uhr: Wir sammeln nach wie vor Reaktionen. Auch Innenminister Thomas de Maizière und SPD-Vorsitzender Martin Schulz haben sich zu Wort gemeldet. Alle Reaktionen hier.

12.27 Uhr: Auch der SPD-Vorsitzende hat sich via Twitter zum Angriff auf Andreas Hollstein geäußert - und zwar so:

12.05 Uhr: Im Mai ist die Stadt Altena für ihre Flüchtlingsarbeit ausgezeichnet worden. Eine Abordnung aus dem Sauerland traf auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Altena wurde für den pragmatischen Ansatz gelobt.

11.50 Uhr: Erschreckend sind unzählige Reaktionen in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter. Aus der rechten Ecke kommen zahlreiche Wortmeldungen, die das Attentat relativieren. Nur ein kleines Zitat: "HURRA, unsere Buntmedien können voller Stolz vermelden, es ist ein Deutscher! Die feuchten Träume der roten Journaille werden endlich wahr!"

Die Imbiss-Betreiber Ahmet Demir (rechts) und sein Vater Abdullah Demir kamen Andreas Hollstein zu Hilfe.

11.24 Uhr: Bürgermeister Andreas Hollstein ist bei der Messerattacke am Montagabend nur leicht verletzt worden. Der Besitzer des Döner-Imbiss', wo Hollstein zu Abend essen wollte, habe ihm das Leben gerettet. "Dank an Herrn Abdullah für sein Eingreifen, ohne ihn säße ich nicht hier." Der Angreifer habe ihn wegen seiner Flüchtlingspolitik beschimpft, so Hollstein auf einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag.

Lesen Sie hier die wichtigsten Zitate aus der Pressekonferenz:

Pressekonferenz des Bürgermeisters

+++ Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ Für eine Wut auf Flüchtlinge gebe es keine Gründe, so der Bürgermeister. "Das Zusammenleben mit Geflüchteten in Altena läuft absolut problemlos. Es gibt zwar auch Widerstand, aber nicht anders als in anderen Städten."

+++ "Natürlich gibt es Menschen, die sich abgehängt fühlen", so Hollstein. "Er war nicht der Täter, sondern eher ein Werkzeug."

+++ Mit dem Gedanken, künftig auf Sicherheitskräfte in seinem Umfeld zu setzen, kann sich Hollstein noch nicht anfreunden. "Bürgermeister und Polizeischutz gehören so zusammen wie Schnee und Juli."

+++ Hollstein blickt auf einen weiteren Schicksalsschlag zurück: "Ich habe gestern Abend nach meiner Krebserkrankung ein drittes Leben geschenkt bekommen."

+++ Er sei körperlich noch nicht angegangen worden, aber verbal. Nach der Messerattacke will er sich Hilfe suchen. "Ich will nicht den starken Mann markieren."

Andreas Hollstein (links) in der Pressekonferenz.

+++ "Ich werde mich weiter für Menschen einsetzen. Für Flüchtlinge und sozial Schwache. Das ist Aufgabe eines guten Bürgermeisters!"

+++ Für Hollstein ist der Vorfall der traurige Höhepunkt einer ganzen Reihe von Beschimpfungen und Beleidigungen. "Ich hatte schon Bedrohungsszenarien. Ich habe anonyme Mails bekommen, auch heute. Das sagt doch alles über unser Land." Und der Bürgermeister sendet ein klares Signal: "Ich weiß, wofür ich es mache. Und ich mache es weiter!"

+++ Hollstein sagt weiter, seinem Eindruck nach sei der Mann steuerungsfähig gewesen. Er habe aber eine Alkoholfahne wahrgenommen.

+++ Als die Beamten eintrafen, rief der Täter: "Erschießt mich doch." Den Mann kannte Hollstein nicht.

+++ Der Bürgermeister bedankt sich für die Hilfe des Imbiss-Besitzers: "Dank an Herrn Abdullah für sein Eingreifen, ohne ihn säße ich nicht hier." Zu dritt habe man den Angreifer fixiert und auf die Polizei gewartet. "Ich habe um mein Leben gefürchtet und hätte es verloren, wenn ich nicht Hilfe gehabt hätte."

+++ Hollstein berichtet über den Abend. Er sei aus dem Hauptausschuss gekommen und wollte in dem Döner-Imbiss noch etwas zu Abend essen. Der Angreifer habe ihn fixiert und beschimpft: "Sie lassen mich verdursten und holen die Flüchtlinge", habe der Mann gerufen.

11.01 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Bürgermeister Andreas Hollstein präsentiert sich sehr gefasst: "Ich bin zum Glück nur sehr leicht verletzt."

10.52 Uhr: In zehn Minuten beginnt die Pressekonferenz im Altenaer Rathaus. Unsere Redakteure Thomas Bender, Olaf Moos und Stefan Herholz sind für uns vor Ort.

10.23 Uhr: Der Vorfall erinnert an den Angriff auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Vor zwei Jahren war die parteilose Politikerin an einem Wahlstand von einem 44-jährigen Angreifer schwer verletzt worden. Er hatte aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt. "Ich hoffe sehr, dass Andreas Hollstein dieses schlimme Ereignis schnell verarbeiten kann und ihn das Geschehen nicht dauerhaft verunsichert", sagt Reker in einem Statement. "Ich weiß selbst, das ist eine Kraftanstrengung, aber man darf sich seine Identität und sein Engagement nicht nehmen lassen."

10.04 Uhr: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat die Tat scharf verurteilt: „Wir in der ganzen Region sind entsetzt über diese abscheuliche Tat", so Vogel in einem Statement. "Das war auch ein Anschlag auf die lokale Demokratie, auf die ganz praktische Solidarität mit den Schwächsten und auf offene Städte und Gemeinden. Wir erleben hier wieder: Hetze und Hass stehen am Anfang, dann folgt die Gewalt. Alle unsere guten Wünsche in der Region gelten Andreas Hollstein und unser Dank gilt Demir Abdullah, der Andreas Hollstein zur Hilfe gekommen ist und leicht verletzt wurde. Auch ihm gelten unsere Genesungswünsche.“

9.57 Uhr: Auch die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende meldet sich am Dienstagmorgen zu Wort: "Gewalt darf nie ein Mittel sein", schreibt Julia Klöckner auf Twitter.

In dem Döner-Imbiss in Altena kam es zu der Messerattacke.

9.32 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Hagen wird um 13 Uhr in einer Pressekonferenz informieren. Auch darüber werden wir aktuell berichten. Die Ermittler haben bereits erste Details bestätigt: Bei dem Angreifer handelt es sich um eine 56-jährigen Mann. Er hat dem Bürgermeister mit einem Messer eine rund 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals zugefügt.

9.20 Uhr: Bürgermeister Andreas Hollstein hat für 11 Uhr zu einer Pressekonferenz ins Rathaus eingeladen. Wir werden selbstverständlich aktuell berichten. Nach Informationen unserer Redaktion ist Hollstein bereits im Büro und zum Dienst erschienen.

8.58 Uhr: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich über ihren Sprecher Steffen Seibert am Dienstagmorgen zu Wort gemeldet. Sie sei entsetzt über den Messerangriff.

8.40 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat am Morgen angekündigt, sie werde im Laufe des Tages Details über den Messerangriff bekannt geben.

Unser Bericht aus der Nacht:

Der 57-jährige Hollstein wurde um 20.04 Uhr in einer Döner-Bude in der Marktstraße in der Altenaer Innenstadt mit einer 30 Zentimeter langen Klinge attackiert und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel rammte der Angreifer Hollstein das Messer in den Hals

"Er soll nicht schwer verletzt worden sein", wurde am späten Abend ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft Hagen zitiert. Mehr Details sollen am Dienstag mitgeteilt werden. 

Gegenüber Lokalstimme.de sagte der Bürgermeister in der Nacht: „Ich habe zupackende Menschen an meiner Seite gehabt und bin froh dass ich noch lebe!“

Hollstein verbringt die Nacht offenbar zuhause. Sebastian Reddig von RTL West twitterte um kurz vor Mitternacht: "Gute Nachrichten: Bürgermeister von #Altena, Andreas Hollstein, antwortet mir gerade per E-Mail: Ihm geht es den Umständen entsprechend gut, ist zuhause bei seiner Familie!"

Der Angreifer wurde festgenommen. Nach unbestätigten Informationen handelt es sich bei dem Täter um einen 56-jährigen Deutschen. Der Mann war angeblich alkoholisiert und soll die Politik Hollsteins lautstark kritisiert haben.

Dönerbuden-Besitzer Demir Abdullah wurde Zeuge der Messerattacke gegen Bürgermeister Hollstein

Der Besitzer der Dönerbude, Demir Abdullah (60), sagte gegenüber der Bildzeitung: „Der Bürgermeister kam rein, bestellte einen Döner. Der Täter ging wenige Minuten danach auf ihn zu, fragte, ob er der Bürgermeister sei. Er beschwerte sich, dass Hollstein immer mehr Ausländer nach Altena holen würde. Er war sehr betrunken“, zitiert die Bild Abdullah. 

Abdullah selbst, der nach Bild-Informationen den Täter nach der Attacke von Hollstein wegzog, und ein weiterer Mitarbeiter des Lokals seien verletzt worden.

"Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass es einen politischen Hintergrund bei diesem Anschlag gibt", bestätigte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Aussage von Abdullah. Der mutmaßliche Täter, der laut Laschet dingfest gemacht wurde, habe Bemerkungen über die Flüchtlingspolitik gemacht, die diesen Rückschluss zuließen.

Der Tatort in der Altenaer Innenstadt

Altena wurde bundesweit bekannt, weil es mehr Flüchtlinge aufnimmt, als es nach dem Verteilschlüssel aufnehmen müsste. Erst im Mai war Altena von Kanzlerin Angela Merkel mit dem Nationalen Integrationspreis ausgezeichnet worden.

NRW-Ministerpräsident Laschet: "Verabscheuungswürdig"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verurteilte die Tat in einer ersten Stellungnahme mit den Worten: „Diese Taten sind verabscheuungswürdig.“ Laschet erfuhr von dem Angriff auf Hollstein bei der Verleihung des NRW-Staatspreises an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani in Köln.

Der Ministerpräsident hatte in seiner Laudatio Altena als leuchtendes Vorbild für Weltoffenheit gepriesen, das auch Kermani begeistert habe.

Das Attentat hat große Bestürzung hervorgerufen - über parteipolitische Grenzen hinaus. Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich in der Nacht und wünschte Hollstein gute Besserung:

Altenas Bürgermeister Hollstein mit Messer angegriffen

Wir berichten weiter.

Quelle: wa.de

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