Verdi-Aktion am "Black Friday"

Amazon-Angestellte streiken am Schnäppchen-Freitag

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Amazon-Logistikzentrum in Werne

Werne/Rheinberg - Die Gewerkschaft Verdi hat Angestellte des Online-Händlers Amazon für den "Black Friday" bundesweit zu Streiks aufgerufen. Auch der Standort Werne ist betroffen.

Im Tarifstreit mit dem Versandhändler Amazon haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Freitag mehrere hundert Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt.

An den NRW-Standorten Rheinberg und Werne rechnete Verdi am "Black Friday" mit insgesamt rund 650 Streikenden.

Die Aktionen sollen bis in die Nacht zum Sonntag fortgeführt werden, kündigte ein Sprecher an.

Auch Amazon-Standort Werne betroffen

Bundesweit hatte die Gewerkschaft noch an weiteren Standorten zu Streiks aufgerufen. Während Verdi von deutlichen Verzögerungen im Betriebsablauf berichtete, wies ein Amazon-Sprecher die Darstellung zurück. Es sei zu keinerlei Beeinträchtigungen gekommen, hieß es bei dem Internetversandhändler.

Der "Black Friday" stammt aus den USA. Er fällt immer auf den Tag nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving. Auch in Deutschland locken an jenem Tag immer mehr Händler mit Rabatten; Amazon erhofft sich erhöhte Umsätze zum Start in die Weihnachtssaison.

Kritik von Verdi an Amazon

Verdi kritisiert, dass die Beschäftigten für "Rekord-Umsätze" zu "Rekord-Leistungen" gezwungen würden. Seit rund viereinhalb Jahren liefert sich die Gewerkschaft einen erbitterten Tarifstreit mit dem Internetversandhändler.

Verdi strebt einen Tarifvertrag an. Der US-Konzern, der bundesweit mehr als 12 000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, verweigert aber Gespräche. Er sieht sich auch ohne Tarifvertrag als guter Arbeitgeber.

Quelle: wa.de

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