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Verhinderter Amoklauf in Essen: SEK stürmt weitere Wohnung

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Von: Hannah Decke

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Im Fall des verhinderten Amoklaufs in Essen gab es eine weitere Festnahme. Das SEK stürmte am Montag eine Wohnung in Essen. Der dabei Festgenommene ist wieder frei.

Update vom 18. Mai, 13.59 Uhr: Der nach dem vereitelten Anschlag in Essen festgenommene zweite Jugendliche ist wieder auf freiem Fuß. Es bestehe kein Tatverdacht, berichtet die RP mit Verweis auf Sicherheitskreise.

StadtEssen
Fläche210,3 km²
Einwohner582.415

[Erstmeldung vom 17. Mai] Essen (NRW) - Nach einem vereitelten mutmaßlichen Amoklauf in einem Gymnasium in Essen hat die Polizei am Montag einen weiteren Jugendlichen kurzzeitig festgenommen. Der junge Erwachsene werde verdächtig, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Tatsächlich fanden die Beamten auch Waffen bei dem Einsatz mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK).

Verhinderter Amoklauf in Essen: SEK stürmt weitere Wohnung - Festnahme

Nach jetzigem Ermittlungsstand seien die Waffen aber nicht scharf gewesen. Der junge Mann befinde sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß, so die Polizei.

Drei Beamte eines Spezialeinsatzkommandos gehen in der Nähe ihres Einsatz im Zusammenhang mit dem vereitelten mutmaßlichen Terroranschlag in einem Essener Gymnasium, bei dem eine Person kurzzeitig festgenommen worden ist.
Ein Spezialeinsatzkommando nahm am Montag einen jungen Mann in Essen fest. © Justin Brosch/dpa

Nach Informationen der Bild habe der Jugendliche vor einem Jahr regelmäßig mit dem Schüler gechattet, der am 12. Mai wegen des Verdachts eines Anschlags auf zwei Schulen in Essen festgenommen wurde. Der 16-Jährige steht im Verdacht, einen rechtsextremistisch motivierten Terroranschlag an seiner Schule vorbereitet zu haben. Dabei sollten Lehrer sowie eine größere Anzahl von Schülern getötet werden.

SEK-Einsatz in Essen: Nach Terror-Verdacht wieder Festnahme eines Jugendlichen

Bei dem Schüler fanden die Ermittler Explosivstoffe und Material für einen Bombenbau, etwa Rohrkörper, an denen Uhren angebrachten worden sind und die von außen mit Nägeln präpariert waren. Die Bundesanwaltschaft hat wegen der besonderen Bedeutung des Falls die Ermittlungen übernommen. Gegen den 16-Jährigen wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Ob der am Montag festgenommene Jugendliche ein Komplize des Schülers war, ist nicht bekannt. Die Polizei gab keine weiteren Details bekannt. Die Bild berichtet allerdings, die Beamten hätten Hinweise auf Chats zwischen dem 16-Jährigen und dem anderen Jugendlichen gefunden.

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