Feierstunde am 17. Mai im Bundeskanzleramt / 30 Ehrenamtliche dabei

Angela Merkel verleiht Altena "Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin"

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Angela Merkel wird den "1. Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin" an Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein überreichen, den 30 Ehrenamtliche nach Berlin begleiten werden.

Berlin/Altena - Herzliche Gratulation nach Altena: Die Burgstadt ist erster Preisträger des "1. Nationalen Integrationspreises der Bundeskanzlerin". Das gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagvormittag im Rahmen der Bundespressekonferenz in Berlin bekannt. Der Preis wird im Rahmen einer Feierstunde am 17. Mai im Kanzleramt durch Angela Merkel verliehen. Altena wird dort durch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und 30 Ehrenamtler repräsentiert.

Bürgermeister Hollstein reagierte laut einer Pressemitteilung der Stadt Altena auf die Nachricht mit großer Freude. "Ich freue mich für die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer in unserer Stadt. Es ist gerade im 650. Gründungsjahr für unsere Stadt eine riesengroße Ehre. Natürlich sind wir nur ein gutes Beispiel für die vielen Städte und Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, die die Herausforderung in den letzten Jahren angenommen haben und sich für eine menschenwürdige Integration der geflüchteten Menschen eingesetzt haben."

Die Stadt Altena war für den Nationalen Integrationspreis vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) nominiert worden. "Wir gratulieren der Stadt Altena, die aufgrund ihres besonderen Integrationskonzepts und des herausragenden Engagements den Nationalen Integrationspreis erhalten hat", hob Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB hervor. 

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein

"Das dort gewählte und bereits gelebte Leitbild 'Vom Flüchtling zum Altenaer Mitbürger' ist beispielgebend für die schnelle und nachhaltige Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft vor Ort. Die Verleihung des Preises ist als Würdigung des besonderen kommunalen und bürgerschaftlichen Engagements der Menschen bundesweit zu verstehen."

Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Hollstein werden 30 Altenaerinnen und Altenaer, die ehrenamtlich in Sprachkursen, der Politik, im Stellwerk und als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Altena intensiv am Thema gearbeitet haben, nach Berlin reisen, um die hohe Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Bundeskanzleramt aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Empfang zu nehmen. 

"Ich hoffe, dass viele Menschen in Altena und darüber hinaus den Preis auch zum Anlass nehmen, um selbst in ihrem Gemeinwesen aktiv zu werden und gemeinsam an einer Stadt für alle Generationen unabhängig von der Herkunft zu arbeiten. Dafür ist gegenseitige Wertschätzung und Achtung eine unabdingbare Voraussetzung", so der Bürgermeister.

"Damit ist meine Heimatstadt Altena der erste Preisträger des neuen Integrationspreises", so die CDU-Bundestagsabgeordnete aus Evingsen, Christel Voßbeck-Kayser. 

Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser freut sich für ihre Heimatstadt Altena.

"Altena erhält so die verdiente Würdigung für das beeindruckende Engagement während der hohen Flüchtlingszahlen im Sommer 2015. Mit der Bereitschaft mehr Flüchtlinge aufzunehmen als vom Land NRW eingefordert wurde, haben Stadtverwaltung und Ratsfraktionen ein deutliches Zeichen gesetzt, welches von vielen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen unserer städtischen Gemeinschaft ebenfalls unterstützt wird."

"Ich bin sehr glücklich und stolz auf meine Heimatstadt und seine vielen Engagierten, die helfen, Menschen, egal welcher Nation und Religion, bei uns aufzunehmen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!", so MdB Christel Voßbeck-Kayser.

Der Nationale Integrationspreis der Bundeskanzlerin wurde im Mai 2016 auf der Klausurtagung des Bundeskabinetts in Meseberg von der Bundesregierung ins Leben gerufen. 33 vorschlagsberechtigte Organisationen können einer Jury in jedem Jahr jeweils einen Vorschlag vorlegen. Die Jury besteht aus dem Vorsitzenden Dr. h.c. Frank-Jürgen Weise, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit und ehemaligem Chef des BAMF, den Wissenschaftlern Prof. Dr. Naika Foroutan und Prof. Ahmad Mansour, dem Schauspieler Elyas M'Barek und der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth. 

Der Preis kann an Einzelpersonen, Personengruppen, Organisationen oder Kommunen verliehen werden. So soll einmal im Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein erfolgreiches Projekt, eine beispielgebende Initiative oder ein beeindruckendes Engagement im Bereich der Integration von Zuwanderern gelenkt werden und zum Nachahmen anregen.

Quelle: wa.de

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