AKK und Friedrich Merz eröffnen Europawahlkampf in Eslohe

+

Eslohe - Viel politische CDU-Prominenz aus Berlin, Düsseldorf und der Region war am Freitag in der Esloher Schützenhalle zu Gast, um den sauerländischen CDU-Kandidaten Peter Liese für die Europawahl im beginnenden Wahlkampf zu unterstützen - inklusive Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz.

Was als Wahlveranstaltung angekündigt war, wurde durch den ersten gemeinsamen Auftritt von Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrem Kontrahenten um den Parteivorsitz Friedrich Merz zu einem Politspektakel, das die rund 1100 CDU-Anhänger begeisterte und ein großes Medieninteresse weckte. Zu den in den Medien spekulierten Thema, dass Friedrich Merz in absehbarer Zeit ein Amt in Berlin übernehme, wurde allerdings nichts gesagt. 

Matthias Kerkhoff (MdL) eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Polit-Promis: die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, den CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, den CDU-Politiker Friedrich Merz sowie Landrat Karl Schneider und die anwesenden Bürgermeister. Ganz besonders begrüßte er die große Zahl der CDU-Anhänger.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz in Eslohe

Für Friedrich Merz, der ins Arnsberg wohnt, war es ein Heimspiel. Bei seiner Begrüßung gab es tosenden Beifall, der Beifall für AKK fiel eher höflich aus. Paul Ziemiak fand es „fantastisch“, dass es erstmals nach dem Kampf um den Parteivorsitz im Dezember gelungen war, Kramp-Karrenbauer und Merz gemeinsam auf eine Bühne zu bekommen.  

Friedrich Merz ging in seiner Rede auf die Wochen vor dem Bundesparteitag der CDU in Hamburg ein, wo man sich, wie er sagte, sehr viel näher gekommen sei. „Und es war auch angenehm“, fügte er mit einem Lächeln an. „Wir verstehen uns gut, ich akzeptiere das Wahlergebnis von Hamburg, obwohl ich mir auch ein anderes Ergebnis hätte vorstellen können,“ führte er weiter aus. 

Er versicherte, dass er alles dafür tun werde, dass Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzende erfolgreich sei. Merz sagte dem Europakandidaten Peter Liese seine volle Unterstützung zu und lobte ihn für die geleistete Arbeit. Er betonte, dass die EU auch für das Sauerland mit seinen zahlreichen Weltmarktführern unverzichtbar sei und man alles dafür tun müsse, dass Europa in der Welt weiter eine starke Rolle spiele. 

„Ich fühle mich ein wenig so wie bei unserer Tour vor dem Bundesparteitag, fehlt nur noch, dass wir die Rednerreihenfolge ausgelost haben“, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer mit einem Schmunzeln in Richtung Friedrich Merz. Das zeigte, dass das Verhältnis der beiden nach dem Kampf um den Parteivorsitz wieder in Ordnung ist. 

Die beiden verbindet unter anderem, dass sie beide aus einer eher ländlichen Region kommen. Darum betonten beide, dass diese Herkunft nicht mit Provinzialität zu verwechseln sei: „Heimatverbundenheit und Weltoffenheit sind keine Gegensätze.“ Auch Annegret Kramp-Karrenbauer verwies darauf, dass Europa immer mehr an Bedeutung gewonnen habe und es daher umso wichtiger sei, dass Europa eine starke Rolle in der Welt spiele. 

Nach Ihrer Rede beantwortete Annegret Kramp-Karrenbauer Fragen aus dem Publikum. Es wurden Themen wie der immer größer werdender Bürokratismus bei Handwerkern und Landwirten, das Thema Uploadfilter und Urheberrecht sowie die Krankenhausversorgung der ländlichen Bevölkerung behandelt.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare